
“Dieses Land braucht uns vereint, es braucht Hoffnung.”
Auch im zweiten Teil konnten mich das Setting und die düstere, teilweise richtig beklemmende Atmosphäre wieder total abholen. Wir dürfen mehr von der Welt sehen und neue Charaktere kennenlernen. Besonders gefallen hat mir auch, dass wir diesmal häufiger ein zweites POV bekommen haben. Dadurch wirkte die Geschichte abwechslungsreicher und manche Szenen nochmal deutlich interessanter. Leider hatte ich, wie schon im ersten Band, wieder das Gefühl, dass es den Charakteren und Beziehungen etwas an Tiefe fehlt. Es wurden einige spannende Themen angeschnitten, die unglaublich viel Potenzial gehabt hätten, aber letztendlich kaum weiter behandelt wurden. Gerade emotional hätte ich mir hier deutlich mehr gewünscht. Auch das Pacing war für mich etwas schwierig. Vor der finalen Schlacht zog sich die Handlung stellenweise ziemlich, während genau dieser große Abschluss dann wiederum extrem schnell abgehandelt wurde. Dadurch hat mir insgesamt leider etwas die Spannung gefehlt. Amaras Entwicklung fand ich dafür wirklich schön mitzuverfolgen. Gerade ihre persönliche Entwicklung konnte mich in diesem Band deutlich mehr abholen und war für mich eines der Highlights der Geschichte. Insgesamt finde ich die Dilogie besonders für Fantasy-Anfängerinnen oder Leserinnen geeignet, die kein allzu komplexes Worldbuilding möchten. Die Welt ist interessant, ohne überfordernd zu sein, und lässt sich sehr angenehm lesen. Für mich persönlich hätte die Geschichte allerdings emotional und spannungstechnisch noch deutlich mehr hergeben können.



































