“Sternenfeuer“ wurde, als ich es damals gelesen habe zu einem direkten Favoriten von mir und ich wusste, dass ich gerne mehr von der Autorin lesen wollte, weshalb es toll fand, als die Chance kam, sich auch auf die Leserunde zum Prequel bewerben zu können. Der Klappentext versprach schon eine spannende Geschichte, weshalb ich auch meine Erwartungen und Vorfreuden hatte, als ich das Buch bekam. Und ein weiteres Mal wurden meine ziemlich zuverlässigen Erwartungen absolut nicht enttäuscht, was heisst, dass eben auch ein weiteres Lieblingsbuch hinzugekommen ist. Man kommt, ob man “Sternenfeuer“ nun kennt oder nicht, von Anfang an wieder gut in die Geschichte hinein und kommt dann auch, einerseits wegen der Spannung und andererseits wegen des flüssig zu lesenden Schreibstiles, sehr gut voran. Ich komme, wegen des Studiums, nicht immer dazu, alles am Stück zu lesen und habe immer wieder mal von Abschnitt zu Abschnitt gelesen. Dennoch konnte ich jedes Mal wieder sofort in die Geschichte eintauchen. Ich mochte die Atmosphäre, die hier wieder aufgebaut wurde wirklich sehr. Das Buch scheint selbst irgendwie diese mystische Macht der Sternentöchter auszustrahlen und die Weltenbeschreibungen, wie zum Beispiel die der Dunkelwüste, unterstrichen dies noch. Ich wusste es zuvor nicht, dass die Geschichte auch wirklich auf einem chinesischen Märchen beruht, aber dieses märchenhafte konnte ich definitiv auch so schon spüren und mich hat das immer wieder umgehauen. Die Charaktere waren sehr gut aufgebaut. Man spürte Ris Stärke gut, aber auch ihre Unsicherheiten. Sie hat keine Zweifel daran, Midland zu helfen und ihr ist ihre Position bewusst. Dennoch hat sie natürlich auch ihre Probleme, da sie diese Hoffnungen nicht zu erfüllen zu scheint. Huoyan ist in dieser Hinsicht eine grossartige Unterstützung. Er ist für Ri immer da und kann sie verstehen, weshalb sein Charakter auch eine perfekte Ergänzung ist, wobei er auch selbst sehr gut ausgebaut wird. Alles in allem kann ich nur sagen: Gebt der Geschichte unbedingt eine Chance, wenn ihr Fantasy mögt, egal welcher Art (ich selbst bin zwar auch mehr der Urban Fantasy Typ, aber das Setting konnte mich hier umhauen). Das Buch ist gut geschrieben, hat toll ausgebaute Charaktere und eine packende Storyline. Ich bin zumindest begeistert, weshalb das Buch auch fünf Sterne bekommt.
In ‚Sternenglut. Prinzessin der Nacht‘ erzählt Amy Erin Thyndal vom Leben der ersten Sternentochter und es ist somit als Prequel zu ‚Sternenfeuer. Kaiserin der Drachen‘ zu sehen. Ich bin Ri gerne gefolgt, doch hat mich ihre Geschichte nicht ganz so berührt wie Xins, die mich als Protagonistin in ‚Sternenfeuer‘ verzaubert hat. Eins vorweg: Ich liebe Amy Erin Thyndals Schreibstil. Auch in ‚Sternenglut‘ ist er wieder auf den Punkt, detailliert und so klar. Schon allein deswegen habe ich die Geschichte gerne gelesen, auch wenn sie mich hier und da nicht überzeugen konnte. Als Vorgeschichte zu ‚Sternenfeuer‘ und einem Erscheinungstermin nach diesem, drängen sich zwangsläufig Vergleiche auf. Ich weiß nicht, ob Prequels es generell schwerer haben, weil sie Bekanntes erklären oder ob es nur mir so ging. Es ist definitiv schön, zu erfahren, wie alles begonnen hat. Aber trotzdem hat es sich oft so angefühlt, als ob ich die Geschichte schon kennen würde. Denn ich weiß ja, wie sie ausgeht. Noch dazu gab es minimale Parallelen zu ‚Sternenfeuer‘, z.B. die Reise zum Orakel. Deshalb kam es mir nicht neu vor – obwohl es die Geschichte ist. Auch hat mir ein bisschen der Zauber gefehlt, der mich bei Xins Geschichte, Protagonistin von ‚Sternenfeuer‘, von Anfang an mitgerissen hat. Ri mochte ich zwar grundsätzlich schon, aber ich konnte mich nie so sehr in sie einfühlen und eine Verbindung zu ihr aufbauen. Das liegt nicht an fehlender Tiefe, denn vor allem Ris Kapitel aus der Ich-Perspektive geben Einblicke in ihr Leben, ihr Leiden und das Versagen, das sie verspürt. Manchmal ist eine fehlende Verbindung einfach nicht erklärbar. Ein weiterer Grund, warum ich das Prequel nicht so gern mochte wie die „Hauptgeschichte“, ist Darius. Ein mir unsympathischer und zu egoistischer Charakter, der zwar letzten Endes das Richtige tut, aber der damit nicht mehr viele Pluspunkte bei mir sammeln kann. Ich verstehe definitiv warum die Autorin ihn so dargestellt hat, ihm diese Distanz zum Schicksal der Erde verpasst hat, diese Ich-Bezogenheit. Aber ich mag ihn trotzdem nicht. Als Teil eines Love Triangles war er für mich fast unerträglich und ich habe gehofft, dass sich die Dame seines Herzens nicht für ihn entscheidet. Dafür mochte ich Ris besten Freund unglaublich gerne und ich habe innerlich die Daumen gedrückt, dass aus den beiden mehr wird. Wobei ich eigentlich wusste, wie es kommt. Wo wir wieder beim schweren Stand eines Prequels wären. Doch nun zur Story selbst, die erzählt, wie alles begann. Ich habe sie gerne verfolgt und bin immer noch angetan von der Idee, die Sonne, Erde, Sterne und Sternentöchter zueinander stehen. Nun nicht mehr ganz so neu, mag ich sie immer noch sehr. Vor allem warum die Erde unbedingt Sternentöchter braucht und wie Ri alles dafür tut, damit die Menschheit überlebt, fand ich richtig toll durchdacht. Ri würde sich dafür selbst aufgeben und diesen Edelmut habe ich ihr jede Sekunde abgenommen. Ihr Charakter ist einfach davon geprägt und sie hat sich selbst durch Folter und andere Qualen nicht davon abbringen lassen, alles zu versuchen, um ihre Magie zu erwecken. Denn diese ist nötig, um die sterbende Sonne wieder erstrahlen zu lassen. Die Liebesgeschichte, die sich ganz zart entwickelt und sich nie so sehr in den Vordergrund gedrängt hat, war süß und schön zu lesen. Aber aufgrund der fehlenden Nähe zu Ri konnte ich mich auch hier nicht so einfühlen wie ich gerne gewollt hätte. Doch eine Vorgeschichte hat natürlich ihren Reiz, keine Frage. Basis- bzw. Hintergrundwissen ist immer super, doch hätte ich mir gewünscht, dieses Prequel vor ‚Sternenfeuer‘ gelesen zu haben. Vielleicht hätte es mich dann ein bisschen mehr einfangen können, ohne laufend Vergleiche zur Hauptgeschichte zu ziehen. Denn diese liebe ich und ‚Sternenglut‘ kommt leider nicht an sie heran. 3,5 Sterne.
Mina und Darius sind glücklich zusammen auf ihrem Stern. Doch plötzlich verschwindet Mina und Darius wird erst viele Jahre danach die Gelegenheit bekommen sie wieder zu sehen.... Auf der Erde soll Ri, die erste Sternentochter, Midland aus den Krieg führen. Doch ihre Magie ist noch nicht erwacht und langsam rennt die Zeit davon. Als sie von einer mystischen Höhle erfährt, die ihr bei ihrem Problem helfen kann, macht sie sich auf den Weg dahin. Begleitet wird sie von ihrem besten Freund und zukünftigen Kaiser Huoyan. Wird sie es schaffen die Erde vor dem Untergang zu bewahren und sich gleichzeitig über ihre Gefühle klar zu werden? ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Besonders gut hat mir der poetische Schreibstil gefallen. Die Geschichte ist aus zwei „Ich–Perspektiven“ geschrieben, was ich super finde, da man so besser die Gefühle der Charaktere nachvollziehen kann. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Der Focus liegt deutlich bei den Gefühlen und Beziehungen der Protagonisten untereinander. Die Magie und auch die Rettung der Welt werden eher zur Nebensache. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Ganz besonders beeindruckend haben mich die Kapitel von Darius. Sie sind so voller Herzschmerz und Gefühlen, die ich total nachvollziehen kann. An manchen Stellen hat es mir regelrecht das Herz zusammen gezogen. Unglaublich, wie gut seine Gefühle transportiert werden konnten! ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Eine klare Leseempfehlung von mir!
„Sternenglut – Prinzessin der Nacht“ spielt eine lange Zeit vor „Sternenfeuer – Kaiserin der Drachen“ und erzählt die Geschichte der ersten Sternentochter Rin. Da die Sonne verglüht und die Erde stirbt versuchen die Drachenbewahrer Midlands ein Ritual an einem Säugling, um ihm magische Fähigkeiten zu geben. Doch während Rin aufwächst scheint es, als ob das Ritual missglückt sei: Rin sieht zwar deutlich anders aus als die Menschen in Midland, aber ihre magischen Fähigkeiten können durch nichts geweckt werden. Verzweifelt macht sich Rin auf den Weg zu einer mystischen Höhle. Begleitet wird sie von ihrem besten Freund, dem Prinzen Huoyan, dem gegenüber sie heimlich Gefühle hegt. Wer, so wie ich, die Welt von „Sternenfeuer“ mochte, wird auch an diesem Buch viel Freude haben. Mir hat es gut gefallen, die Anfänge der Sternentöchter mitzuerleben und einige Geheimnisse aufzudecken. Das Buch ist eher schmal und schnell durchgelesen und die erzählte Geschichte ist perfekt dafür. Ich hatte nie das Gefühl, dass Szenen gehetzt waren, oder dass sich Beziehungen zu schnell entwickeln. Das Tempo der Geschichte war ideal! Erzählt wird das ganze aus der Sicht von Ri und dem dritten Protagonisten, Darius. Mir hat dies gut gefallen, da man so sehr unterschiedliche Sichtweisen auf die Geschichte hatte. Darius und Ri haben sehr unterschiedliche Ansichten zu den Problemen der Welt, aber auch zu Ri als Person. Es war interessant, dies mitzuverfolgen. Wie auch im ersten Buch gibt es zu Beginn eine kurze Übersicht darüber, wie die Charaktere ausgesprochen werden. Auch wenn ich mir wieder sicher bin, dass ich diese vermutlich trotzdem falsch ausspreche, finde ich die kulturellen Einflüsse hier hervorragend. Leider fiel mir von Anfang an eher negativ auf, dass viele Gefühle im Buch eher erzählt werden, aber wenig gezeigt. Immer wieder reden Ri oder Darius darüber wie sie sich fühlen, aber so wirklich sehen konnte ich davon wenig. Irgendwie hat das dafür gesorgt, dass ich schwer mit den Protagonisten mitfühlen konnte. Ich kam mir eher wie eine entfernte Beobachterin vor, was ich manchmal ein wenig schade fand. Interessant war für mich dagegen, dass mir das Liebesdreieck in diesem Buch ausgesprochen gut gefallen hat. Normalerweise mag ich es ja gar nicht, wenn so etwas vorkommt, aber hier hat es die Autorin geschafft, dieses so innovativ zu schreiben, dass ich es richtig gut fand. Fazit: „Sternenglut – Prinzessin der Nacht“ hat sich für mich angefühlt, wie wenn mir jemand ein schönes Märchen erzählen würde: zwar mit gewisser emotionaler Distanz, aber dennoch zum Träumen einladend. Fans von „Sternenfeuer“ werden an diesem Buch definitiv ihre Freude haben.



