Winterroman in den verschneiten Berges Kanadas
Abby wollte schon immer nur eins. Eine Prinzessin auf dem Eis und so gut sein, wie ihr Vorbild. Ihre Mutter! Wenn ihre Mom auf dem Eis tanzte, dann war sie in ihrer eigenen Welt, die Abby sich gerne als ein Eisschloss vorstellte und ihr Mom ist die Königin. Doch als Abbys Mom spurlos verschwindet, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie gibt sich die Schuld am Verschwinden, denn sie ist nicht gut genug im Eiskunstlauf. Denn wenn wie gut genug wäre, wäre ihr Mutter nicht gegangen. Abby ist sich sicher, ihre Mom enttäuscht zu haben. Deshalb meidet sie alles, was mit Erinnerungen an ihr Mom verbunden ist. Allen voran ihre Tante und deren Familie in Banff und ihren besten Freund Easton. Abby ist der felsenfesten Überzeugung, wenn sie niemanden den sie liebt, in ihr Herz lässt, dann kann sie denjenigen auch nicht verlieren. Gleichzeitig kann Abby die Suche nach ihrer Mom nicht aufgeben und deshalb dreht sie immer wieder Videos von ihrem Training im Eiskunstlauf und ladet diese auf ihren Instagramprofil „GirlonIce“ hoch. Ein Profil von dem niemand etwas weiß, außer ihrer besten Freundin. Als ihr Vater nach 3 Jahren wieder die alte Tradiotion aufnehmen will und Sylvester oder die Nacht der Wünsche in Banff, im Hotel ihrer Tante, verbringen will, muss sich Abby mit dem Verlust ihrer Mom auseinandersetzen. Denn nicht nur sie vermisst sie, auch ihre Tante und ihre Cousinen tun das. An sich fand ich Girl on Ice eine nette Geschichte, in der es ums verarbeiten von Verlust und Trauer geht. Um das los lassen und das nach vorne schauen. Und doch hatte es stellenweise seine Längen und gerade Abbys Verbissenheit, ihre Selbstzweifel und Schuldgefühle, waren manchmal schwer nachvollziehbar. Doch ihre Entwicklung war toll zu lesen und auch wie die Familie ihr den Halt gibt, den sie jetzt so dringend braucht.


