
Loki ist für mich eine der spannendsten Figuren im ganzen Marvel-Universum – genderfluid, pansexuell, facettenreich und immer ein wenig unberechenbar. Umso mehr habe ich mich auf diesen Roman gefreut, der den jungen Loki zeigt: einen Außenseiter, der in Asgard eigentlich nur dazugehören will, doch von Odin nicht akzeptiert wird und ständig im Schatten seines Bruders Thor steht. Selten habe ich eine Figur so vielschichtig erlebt. Ich konnte mich hier überraschend gut in ihn hineinversetzen und verstehen, wie er zu dem Loki wird, den wir heute kennen. Die Einblicke in sein Innenleben, kombiniert mit nordischer Mythologie, haben mich absolut begeistert. Richtig spannend wird es, als Loki nach Midgard verbannt wird und im London des 19. Jahrhunderts als Ermittler eine Mordserie aufklären muss – Crime-Elemente treffen auf Magie und viktorianisches Flair, und diese Mischung hat mich komplett abgeholt. Zwar hat der Plot für mich etwas gebraucht, bis er Fahrt aufgenommen hat, aber dank des atmosphärischen Schreibstils war ich schnell durch. Für alle, die Loki lieben, queere Repräsentation schätzen und Lust auf einen Mix aus Coming-of-Age, Fantasy und Krimi haben, ist das hier ein Must-Read.












