Simple Geschichte für junge Lesende. Wunderbare Zeichnungen.
Mulan kehrt als gefeierte Heldin zurück und muss prompt wieder in den Palast. Der Kaiser benötigt ihren Schutz, denn eine Verschwörung läuft im Gange und dir Verräter*innen sind bereits im Palast! Soviel zur Handlung, die leider kaum das Comicrelief des Disneyfilmes aufnimmt. Die kurzweilige Geschichte, in der Mulan die Verschwörung aufdeckt ist angemessen für das das junge Selbstlesealter. Obwohl es sich hierbei um einen klassischen Comic handelt, gibt es auch Einschübe von Mulan selber in Form von Tagebuchseiten. Diese sind wunderbar mit chinesischer Tuschezeichnungen illustriert. Das tröstet vielleicht über die doch sehr Stereotype Darstellung der chinesischen Nebenfiguren allesamt mit Monolid hinweg. Auch die Kampfszenen sind mehr Krampfszenen und sind starr wie die Panelaufteilung, die die Dynamik der jeweiligen Handlungen nicht auffangen können. Doch letzten Endes ist es eine Geschichte über Identität (harte Reflection vibes in jedem Tagebucheintrag), über Familie und Mut. Wer also leichte in sich geschlossene Kost sucht und Freude an Tuschezeichnungen hat, ist hier genau richtig. Bonus: das Frühlingsfest, was hierzulande aus Eurozentrischer Sicht als "Chinesisches Neujahr" bezeichnet wird, spielt hier eine große Rolle. Das Glossar hinten gewährt einen Einblick in die chinesische Kultur.




