6. Mai
Rating:4

Space Oddity

Mir hat vieles sehr gut gefallen. Es war kulturell interessant, es war bewegend, die familiären Angelegenheiten waren unfassbar anstrengend, aber auch hier hat es mich bewegt. Die Geschichte selbst war auch wirklich gut, aber die Kapitel über den Roman haben mich wenig berührt und das Ende war .... Leider wirklich schräg. Irgendwie offen, irgendwie unglaubwürdig.

Tod der Autorin
Tod der Autorinby Nnedi OkoraforUllstein Buchverlage
26. Feb.
Rating:3.5

Toder der Autorin von Nnedi Okorafor ist ein ambitionierter Roman – vielleicht ein zu ambitionierter. Puhhh. Am Ende weiß man sehr genau, warum dieses Buch 528 Seiten hat. Leider fühlen sie sich nach mehr an. Okorafor packt viel hinein: Familienroman, Gesellschaftskritik, Fragen nach Identität und kultureller Prägung, Inklusion, Selbstbestimmung, dazu Science-Fiction-Elemente und eine Metaebene in Form eines Romans im Roman. Das ist thematisch reich, aber erzählerisch überladen. Die Idee, ein Buch-im-Buch zu konstruieren, ist nicht neu – und hier bleibt sie hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Passagen aus dem fiktiven Science-Fiction-Roman wirken eher wie ein zusätzlicher Erzählstrang, der das ohnehin komplexe Geflecht weiter auffächert, statt es zu verdichten. Sie treiben die Handlung kaum voran und sorgen eher für Unruhe im Rhythmus. Am Ende kommt zwar vieles zusammen – und dann ist das Buch plötzlich vorbei. Der Abschluss wirkt abrupt, fast unverdient im Verhältnis zur erzählerischen Strecke. Im Zentrum steht eine Frau, die seit einem Unfall in der Kindheit querschnittsgelähmt ist und im Rollstuhl sitzt. Sie ist unbequem, kratzbürstig, verliert ihren Job, findet keinen Verlag für ihr Manuskript, fühlt sich von ihrer Familie zugleich geliebt und eingeengt. Als in den USA geborene Frau mit nigerianischen Wurzeln ringt sie mit Fragen der Identität und Zugehörigkeit. Aus diesem biografischen und emotionalen Tief heraus schreibt sie den Science-Fiction-Roman „Rusted Robots“, der über Nacht zum Sensationserfolg wird. Das Potenzial dieser Figur ist enorm. Die Themen sind relevant, aktuell und literarisch ergiebig. Und doch hat mich ihre Reise kaum berührt. Trotz der inhaltlichen Wucht bleibt erstaunlich wenig hängen. Die großen Fragen werden aufgerufen, aber nicht immer mit der erzählerischen Präzision oder emotionalen Tiefe ausgearbeitet, die sie verdienen würden. Es fehlt an Fokus – vielleicht auch an Mut zur Reduktion. „Toder der Autorin“ ist kein schlechtes Buch. Es ist klug gedacht, vielschichtig und deutlich getragen von einer starken Autorinnenstimme. Aber es verliert sich in seiner eigenen Fülle. Weniger Themen, klarere Linien, stärkere Verdichtung – das hätte dem Roman gutgetan. Meine Bewertung: 3 bis 3,5 von 5 Sternen. Ein Werk mit Anspruch und wichtigen Impulsen, das mich jedoch emotional und strukturell nicht ganz überzeugen konnte.

Tod der Autorin
Tod der Autorinby Nnedi OkoraforUllstein Buchverlage
24. Feb.
Rating:5

Nnedi Okorafor ist und bleibt eine meiner liebsten Autor*innen. Ich mag, wie sie schreibt, ihre Gedankengänge, ich liebe, dass hier zwei Bücher in einem stecken. Ich mochte den Inhalt, die Handlung, und auch, was man noch in den Roman "hineininterpretieren" kann. Ich hab die eine der Hauptpersonen überhaupt nicht leiden können 🤣, konnte aber (fast) alle ihre Handlungen nachvollziehen. Dagegen hab ich für die andere PoV ganz viel Liebe übrig ❤️. So kann's gehen. Fast schade, dass es jetzt schon wieder vorbei ist 🥲. Vielleicht treibe ich ja doch noch das eine oder andere ihrer Bücher auf.

Tod der Autorin
Tod der Autorinby Nnedi OkoraforUllstein Buchverlage
23. Jan.
Eine klare Empfehlung für alle, die neugierig auf Science-Fiction sind, sich bisher aber nicht so richtig herangetraut haben.
Rating:4.5

Eine klare Empfehlung für alle, die neugierig auf Science-Fiction sind, sich bisher aber nicht so richtig herangetraut haben.

👩🏾‍🦽🦿 𝘚𝘩𝘦 𝘵𝘩𝘰𝘶𝘨𝘩𝘵 𝘢𝘣𝘰𝘶𝘵 𝚁𝚞𝚜𝚝𝚎𝚍 𝚁𝚘𝚋𝚘𝚝𝚜 𝘢𝘯𝘥 𝘵𝘩𝘦 𝘮𝘢𝘪𝘯 𝘤𝘩𝘢𝘳𝘢𝘤𝘵𝘦𝘳, 𝘸𝘩𝘰 𝘶𝘯𝘥𝘦𝘳𝘴𝘵𝘰𝘰𝘥 𝘥𝘦𝘦𝘱 𝘪𝘯 𝘩𝘦𝘳 𝘤𝘪𝘳𝘤𝘶𝘪𝘵𝘴 𝘵𝘩𝘢𝘵 𝘵𝘳𝘶𝘦 𝘱𝘰𝘸𝘦𝘳 𝘸𝘢𝘴 𝘪𝘯 𝘵𝘩𝘦 𝘩𝘢𝘳𝘯𝘦𝘴𝘴𝘪𝘯𝘨 𝘰𝘧 𝘪𝘵, 𝘯𝘰𝘵 𝘵𝘩𝘦 𝘱𝘰𝘴𝘴𝘦𝘴𝘴𝘪𝘯𝘨 𝘰𝘧 𝘪𝘵. 𝘈𝘯𝘥 𝘸𝘩𝘦𝘯 𝘺𝘰𝘶 𝘸𝘦𝘳𝘦 𝘢𝘸𝘢𝘳𝘦 𝘰𝘧 𝘵𝘩𝘦 𝘮𝘰𝘮𝘦𝘯𝘵 𝘺𝘰𝘶 𝘩𝘢𝘳𝘯𝘦𝘴𝘴𝘦𝘥 𝘱𝘰𝘸𝘦𝘳, 𝘵𝘩𝘢𝘵 𝘸𝘢𝘴 𝘸𝘩𝘦𝘯 𝘪𝘵 𝘸𝘢𝘴 𝘮𝘰𝘴𝘵 𝘥𝘪𝘧𝘧𝘪𝘤𝘶𝘭𝘵 𝘵𝘰 𝘯𝘢𝘷𝘪𝘨𝘢𝘵𝘦. 💭 WOW. Dieses Buch habe ich geliebt. Im Zentrum steht Zelu. Seit einem Unfall in ihrer Kindheit sitzt sie im Rollstuhl. Eine Erfahrung, die ihr Leben geprägt hat und mit der sie sich täglich auseinandersetzen muss. Zelu ist keine einfache Figur. Sie ist kantig, direkt, kämpferisch, manchmal unbequem. Genau das macht sie so menschlich und inspirierend. Ich mochte ihre Art sehr, weil sie nicht gefällig sein will. 
Als sie ihren Job verliert und niemand ihre Manuskripte verlegen will, beginnt sie etwas, das sie zuvor nie getan hat. Sie schreibt Science Fiction: 𝘙𝘶𝘴𝘵𝘦𝘥 𝘙𝘰𝘣𝘰𝘵𝘴. Eine postapokalyptische, KI-gesteuerte Welt ohne Menschen. Und damit bekommen wir im Grunde zwei Bücher in einem. Thematisch ist 𝘋𝘦𝘢𝘵𝘩 𝘰𝘧 𝘵𝘩𝘦 𝘈𝘶𝘵𝘩𝘰𝘳 unglaublich vielschichtig. Es geht um Ängste, um KI und Kunst, um Social Media, Macht, Privilegien und darum, wer erzählen darf und wem zugehört wird. Gleichzeitig eröffnet der Roman Einblicke in das nigerianische Leben und kulturelle Perspektiven, die sich ganz selbstverständlich in die Geschichte einfügen. Der Aufbau ist schlicht genial: Interviews, Passagen aus 𝘙𝘶𝘴𝘵𝘦𝘥 𝘙𝘰𝘣𝘰𝘵𝘴 und die Gegenwart von Zelu wechseln sich ab. Dieser Mix erlaubt unterschiedliche Blickwinkel, bricht Erwartungen und macht das Lesen extrem spannend. Besonders das Ende fand ich herausragend umgesetzt. Absolut mindblowing. Genretechnisch ist es für mich eher ein literarischer Roman mit unterschwelligem Science-Fiction-Einschlag, dabei aber jederzeit zugänglich und enorm unterhaltsam. Eine klare Empfehlung für alle, die neugierig auf Science-Fiction sind, sich bisher aber nicht so richtig herangetraut haben. Große Leseempfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆,₅ (9/10)

Tod der Autorin
Tod der Autorinby Nnedi OkoraforUllstein Buchverlage
23. Jan.
Eine klare Empfehlung für alle, die neugierig auf Science-Fiction sind, sich bisher aber nicht so richtig herangetraut haben.
Rating:4.5

Eine klare Empfehlung für alle, die neugierig auf Science-Fiction sind, sich bisher aber nicht so richtig herangetraut haben.

👩🏾‍🦽🦿 𝘚𝘩𝘦 𝘵𝘩𝘰𝘶𝘨𝘩𝘵 𝘢𝘣𝘰𝘶𝘵 𝚁𝚞𝚜𝚝𝚎𝚍 𝚁𝚘𝚋𝚘𝚝𝚜 𝘢𝘯𝘥 𝘵𝘩𝘦 𝘮𝘢𝘪𝘯 𝘤𝘩𝘢𝘳𝘢𝘤𝘵𝘦𝘳, 𝘸𝘩𝘰 𝘶𝘯𝘥𝘦𝘳𝘴𝘵𝘰𝘰𝘥 𝘥𝘦𝘦𝘱 𝘪𝘯 𝘩𝘦𝘳 𝘤𝘪𝘳𝘤𝘶𝘪𝘵𝘴 𝘵𝘩𝘢𝘵 𝘵𝘳𝘶𝘦 𝘱𝘰𝘸𝘦𝘳 𝘸𝘢𝘴 𝘪𝘯 𝘵𝘩𝘦 𝘩𝘢𝘳𝘯𝘦𝘴𝘴𝘪𝘯𝘨 𝘰𝘧 𝘪𝘵, 𝘯𝘰𝘵 𝘵𝘩𝘦 𝘱𝘰𝘴𝘴𝘦𝘴𝘴𝘪𝘯𝘨 𝘰𝘧 𝘪𝘵. 𝘈𝘯𝘥 𝘸𝘩𝘦𝘯 𝘺𝘰𝘶 𝘸𝘦𝘳𝘦 𝘢𝘸𝘢𝘳𝘦 𝘰𝘧 𝘵𝘩𝘦 𝘮𝘰𝘮𝘦𝘯𝘵 𝘺𝘰𝘶 𝘩𝘢𝘳𝘯𝘦𝘴𝘴𝘦𝘥 𝘱𝘰𝘸𝘦𝘳, 𝘵𝘩𝘢𝘵 𝘸𝘢𝘴 𝘸𝘩𝘦𝘯 𝘪𝘵 𝘸𝘢𝘴 𝘮𝘰𝘴𝘵 𝘥𝘪𝘧𝘧𝘪𝘤𝘶𝘭𝘵 𝘵𝘰 𝘯𝘢𝘷𝘪𝘨𝘢𝘵𝘦. 💭 WOW. Dieses Buch habe ich geliebt. Im Zentrum steht Zelu. Seit einem Unfall in ihrer Kindheit sitzt sie im Rollstuhl. Eine Erfahrung, die ihr Leben geprägt hat und mit der sie sich täglich auseinandersetzen muss. Zelu ist keine einfache Figur. Sie ist kantig, direkt, kämpferisch, manchmal unbequem. Genau das macht sie so menschlich und inspirierend. Ich mochte ihre Art sehr, weil sie nicht gefällig sein will. 
Als sie ihren Job verliert und niemand ihre Manuskripte verlegen will, beginnt sie etwas, das sie zuvor nie getan hat. Sie schreibt Science Fiction: 𝘙𝘶𝘴𝘵𝘦𝘥 𝘙𝘰𝘣𝘰𝘵𝘴. Eine postapokalyptische, KI-gesteuerte Welt ohne Menschen. Und damit bekommen wir im Grunde zwei Bücher in einem. Thematisch ist 𝘋𝘦𝘢𝘵𝘩 𝘰𝘧 𝘵𝘩𝘦 𝘈𝘶𝘵𝘩𝘰𝘳 unglaublich vielschichtig. Es geht um Ängste, um KI und Kunst, um Social Media, Macht, Privilegien und darum, wer erzählen darf und wem zugehört wird. Gleichzeitig eröffnet der Roman Einblicke in das nigerianische Leben und kulturelle Perspektiven, die sich ganz selbstverständlich in die Geschichte einfügen. Der Aufbau ist schlicht genial: Interviews, Passagen aus 𝘙𝘶𝘴𝘵𝘦𝘥 𝘙𝘰𝘣𝘰𝘵𝘴 und die Gegenwart von Zelu wechseln sich ab. Dieser Mix erlaubt unterschiedliche Blickwinkel, bricht Erwartungen und macht das Lesen extrem spannend. Besonders das Ende fand ich herausragend umgesetzt. Absolut mindblowing. Genretechnisch ist es für mich eher ein literarischer Roman mit unterschwelligem Science-Fiction-Einschlag, dabei aber jederzeit zugänglich und enorm unterhaltsam. Eine klare Empfehlung für alle, die neugierig auf Science-Fiction sind, sich bisher aber nicht so richtig herangetraut haben. Das Buch ist inzwischen auch auf Deutsch erschienen (Tod der Autorin). Große Leseempfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆,₅ (9/10)

Tod der Autorin
Tod der Autorinby Nnedi OkoraforUllstein Buchverlage
5. Jan.
Definitiv besonders
Rating:5

Definitiv besonders

Das Leben als Buchhändler hat so seine Vorzüge - zum Beispiel, dass ich jetzt den heißen Scheiß lesen darf, bevor er im Regal steht. Und von dem Knaller hier, wollte ich euch erzählen! Tod der Autorin - von Nnedi Okorafor Erscheinungsformen: 02.01.2026 Ausgesucht hab ich’s - ich geb‘s zu, ich Nudel - wegen des Covers. Ich hatte das Gefühl, dass unter diesem bunten Tornado etwas besonderes schlummert. Und ja, tut es! Es geht um Zulu, eine gescheiterte und in den Rollstuhl verbannte Schriftstellerin, die mit dem Leben kämpft. Als wäre sie nicht schon Zynikerin genug, wird sie dann auch noch als Donzentin an der Uni gefeuert, weil sie einen nutzlosen Gen Z Studenten vor versammeltem Hörsaal rund gemacht hat und landet in einem Loch, das man in kreativen Berufen als das „Aus-Scheiße-Gold-machen-Loch“ kennt. Zulu fängt an, einen Roman zu schrieben, nur für sich, in dem es um das Leben und nicht sterben rostender Roboter in der Zukunft geht, wenn alle Menschen schon lange nur noch Dünger sind. Das Buch geht durch die Decke und dann… müsst ihr selber weiterlesen! Wie ich’s fand: Eine skurrile Mischung als Weltschmerz, Selbsthass, Afrikanischer Kultur, dem gnadenlosen Dasein einer erfolglosen Schriftstellerin (Aua 🥲) und immer wieder Einschüben der rostenden Roboter - ich fand‘s großartig! Das Buch ist definitiv anders, sowohl sprachlich als auch vom Plot her und hat mich gut unterhalten! Ich empfehle es gerne allen, die Lust haben auf eine ganz eigene Atmosphäre und vielleicht einen kleinen Reminder brauchen, dass auch Bestseller-Autor:innen überwiegend durch dampfende Kacke stiefeln - oder rollen. 🫠 Danke an @ullsteinbuchverlage für das Leseexemplar! #buchtipp #neuerscheinung #ullstein #bookstagram #buchhandel

Tod der Autorin
Tod der Autorinby Nnedi OkoraforUllstein Buchverlage
19. Juli
Rating:4

In Zelus Leben geht alles schief – auf der Hochzeit ihrer Schwester erfährt sie, dass das Buch, an dem sie so lange gearbeitet hatte, erneut von Verlagen abgelehnt wurde und sie verliert ihren Universitätsjob. Frustriert beginnt sie damit, ein Buch zu schreiben, das völlig anders ist als alles, was sie bisher geschrieben hat. Eine Geschichte über Roboter und KI, die ihren Platz in einer Welt ohne ihre Schöpfer suchen. Als die Geschichte erfolgreich ist, verändert dies alles in Zelus Leben, bis hin zu der Beziehung zu ihrer Familie. Zu „Death of the Author“ fallen mir sehr viele Worte ein – anders, interessant, besonders … Ein Buch, wie dieses habe ich bisher noch nie gelesen und auch wenn mir nicht alles an der Geschichte gefallen hat, wird es mir alleine deshalb wohl sehr lange im Gedächtnis bleiben. Erwartet hatte ich hier in erster Linie eine Sci-fi Geschichte, tatsächlich war es aber eher literarische Fiktion mit Sci-fi Elementen. Das Buch spielt in der nahen Zukunft, es gibt einige technologische Entwicklungen, die mit dem derzeitigen Stand der Technik noch nicht möglich sind, die aber zum Zeitpunkt der Geschichte auch gerade neu erfunden wurden. Zum größten Teil geht es dabei dann um Zelus Leben und ihre Familie und Freunde. Zelu erlangt Ruhm als Schwarze Frau mit Behinderung und es verändert alles für sie – nur die Diskriminierung von allen Seiten bleibt. Inmitten dieser Geschichte gibt es immer wieder Kapitel aus Zelus Sci-fi Geschichte, in welcher ein Roboter und eine KI die Welt vor etwas schrecklichem bewahren müssen. Gleichzeitig haben sie verschiedenen Ansichten zu ihren ursprünglichen Schöpfern, den Menschen, die nicht mehr auf der Welt sind. Dies sorgt dafür, dass sich verschiedene Lager bilden, die Probleme damit haben, sich gegenseitig zu verstehen. Generell fand ich es interessant hier zwei parallele Geschichten zu erleben. Zudem wurde das Buch ergänzt durch Interviews von Mitgliedern von Zelus Familie. Diese boten einen spannenden Blick darauf, wie diese Zelu sahen – selbst wenn manche nicht einmal hauptsächlich über sie sprachen. Es ergab sich ein Gesamtbild davon, in welchem Umfeld Zelu sich befand und wie sie in dieses passte – wie sie von ihrem Umfeld wahrgenommen werden wollte. Ich konnte sie und ihre Handlungen dadurch besser verstehen. Großartig fand ich auch welchen Raum Zelus Kultur und ihre Behinderung einnahmen. Zelu ist Nigerianische Amerikanerin und wie diese Kulturen Teil des Buches waren hat mich einfach begeistert. Ebenso war ein wichtiges Thema, dass Zelu einen Rollstuhl nutzte und wie sie, aber eben auch ihr Umfeld mit ihrer Behinderung umgingen. Mich hat hier einiges so wütend gemacht, vor allem, als sie bekannter und gewisse Dinge von ihr erwartet wurden. Mein großer Kritikpunkt am Buch war leider aber, dass ich die Geschichte rund um die Roboter einfach nicht gut geschrieben fand. Hier wurde viel gesagt und wenig gezeigt. Bei mir wurden keine Emotionen geweckt und ich fand die Kapitel stellenweise etwas langweilig. Im Buch wurde diese Geschichte aber als großes Meisterwerk beschrieben, welches Zelus Agent innerhalb von Stunden durchgelesen hat und das Buch zu unglaublichen Summen verkaufen konnte, obwohl es scheinbar nicht das war, was auf dem Buchmarkt innerhalb des Buches gerade gefragt war. Durch diese Metaebene war dies für mich einfach völlig unglaubwürdig und hat mich etwas aus der Geschichte gerissen. Ich verstehe warum die Autorin diese Kapitel ins Buch eingebracht hat, aber es hat für mich einfach nicht so funktioniert wie es sollte. Insbesondere auch das Ende, das eigentlich eine spannende Verbindung ziehen sollte, hat mich dadurch auch eher enttäuscht. Dennoch hat mich das Buch mit vielen Gedanken und Gefühlen zurückgelassen und wie bereits gesagt ist es einfach eine ganz besondere Geschichte, die sehr, sehr vieles bietet. Auch wenn für mich ein Teil nicht funktionierte, ist dies doch ein Buch, das ich unbedingt weiterempfehlen möchte! Fazit: „Death of the Author“ ist ein interessanter Roman, der verschiedene Genre miteinander verknüpft und dabei eine ganz neue Richtung einschlägt. Die Kombination aus zwei verschiedenen Geschichten war spannend zu lesen und auch wenn sie für mich nicht vollständig funktionierte, überwogen für mich die positiven Aspekte – insbesondere die gelungene Darstellung der Herkunft und Behinderung der Protagonistin.

Tod der Autorin
Tod der Autorinby Nnedi OkoraforUllstein Buchverlage
10. Apr.
Rating:4

I was never so mad about what characters said/did!

Death of the Author is a book that is mainly told from Zelu's perspective with some snipets from her family and parts of the book she has written. She is definetly not the most likeable protagonist but I enjoyed her chapters the most because I really felt with her and got mad at her family along with her (let me tell you, I felt a lot). Sadly I didn't enjoy the robot chapters from her book as much and since the book was marketed as sci-fy to me I was very disapointed by how low sci-fy it was. Nevertheless it was a good book with disability and nigerian rep that maybe could have been a bit shorter and had a huge twist in the end.

Tod der Autorin
Tod der Autorinby Nnedi OkoraforUllstein Buchverlage
14. März
An absolutely unbelievable great book that had me in doubt if the characterdevelopment was more with the MC or myself, the reader
Rating:5

An absolutely unbelievable great book that had me in doubt if the characterdevelopment was more with the MC or myself, the reader

I totally loved this book! From the start it had me right at my emotions, making me first pretty annoyed and angry, then a bit ashamed of myself after learning more and more about Zelu, but also happy and sad for her. It was an emotional rollercoaster and I all of it! The character development was amazing and it was so easy to empathize! Also the plot twist at the end was something I didn’t see coming at all, something I personally like a lot. So all in all „Death of the Author“ was a complete win for me that I highly recommend to everyone who likes a bit of tech sci-fi, emotional reads and strong female main characters as Zelu is hella strong!

Tod der Autorin
Tod der Autorinby Nnedi OkoraforUllstein Buchverlage
13. Feb.
Rating:3.5

Eigentlich gibt es in diesem Buch zwei Geschichten: Da gibt es einerseits Zelu, eine ambitionierte Autorin mit nigerianischen Wurzeln, die seit einem Unfall als 12-Jährige auf einen Rollstuhl angewiesen ist, und darum kämpft von ihrer Familie ernst genommen zu werden und schließlich einen Sci-Fi Weltbestseller schreibt. Andererseits ist da Ankara, ein Roboter, der in einer dystopischen post-humanen Welt lebt und eine wichtige Mission hat, als eine besondere Begegnung vieles in neuem Licht erscheinen lässt. Wie hängen diese Geschichten zusammen? Wer schreibt welche Geschichte? Was zunächst auf der Hand zu liegen scheint, wird im Laufe des Buches zunehmend in Frage gestellt … Nnedi Okorafor hat ohne Zweifel ein handwerkliches Meisterwerk geschaffen. Die Geschichte ist kreativ und voller Finesse, die Charaktere sind divers und verweigern sich jeglicher Art von Stereotypisierung, die Gedanken über das Schreiben bzw. Storytelling sind nicht nur für Buchliebhaber:innen wie mich interessant und das futuristische Sci-Fi-Setting ist spannend und innovativ umgesetzt … Und trotzdem habe ich es nicht geschafft, mich auf einer emotionalen Ebene in die Geschichte hineinzufühlen. Vielleicht lag es an der komplexen, für mich teilweise widersprüchlichen Persönlichkeit der Protagonistin Zelu oder daran, dass die Autorin sehr viele, verschiedene Aspekte miteinander verknüpft, so dass vieles etwas oberflächlich bleibt? Ich kann es nicht genau sagen. Trotzdem kann ich das Buch allen empfehlen, die auf der Suche, nach einer unterhaltsamen, fantasievollen Geschichte sind, gleichzeitig aber auch dazu bereit sind, Stereotype zu hinterfragen und sich auf philosophische Fragestellungen einzulassen.

Tod der Autorin
Tod der Autorinby Nnedi OkoraforUllstein Buchverlage
30. Nov.
It's a rare thing when you end a book and you feel the urge to start all over again because the second read will be totally different, as you know how it ended. 

Death of the Author is that kinda book. Nnedi Okorafor did it again. She mixes African Futurism (I hope this is the right term) with sci-fi and mind blowing plots, while at the core showing us humanity and connection in all its beauty.
Rating:5

It's a rare thing when you end a book and you feel the urge to start all over again because the second read will be totally different, as you know how it ended. Death of the Author is that kinda book. Nnedi Okorafor did it again. She mixes African Futurism (I hope this is the right term) with sci-fi and mind blowing plots, while at the core showing us humanity and connection in all its beauty.

On top of that, it's a book within a book, and it's a piece on publishing industry and marketing. Something I really love. I encourage you to definitely read to the end, as only then will you know how everything connects. And it connects in ways that are truly mind blowing. 5/5 stars Thank you @netgalley and @orionbooks @gollancz for the eARC! #DeathOfTheAuthor #Netgalley #Bookstagram

Tod der Autorin
Tod der Autorinby Nnedi OkoraforUllstein Buchverlage