Dieses Buch habe ich auf Empfehlung meiner Mutter gelesen, weil es sie komplett mitgenommen hatte. Und was soll ich sagen: Mir ging es absolut nicht anders!
Es wird ein klarer Machtmissbrauch thematisiert, aber ebenso, wie sich die Protagonistin wieder herauskämpft, umgeben von einer wunderbaren Freundschaft.
Für mich war es eine ganz neue Art von Buch, aber absolut lesenswert. Ich werde sicherlich noch lange an diese Geschichte zurückdenken.
Wie weit würdest du gehen, um es deiner toxischen Affäre recht zu machen? Für die Protagonistin Charlie ist die Antwort einfach: ja und so habe ich 12 Stunden Lebenszeit damit verbracht einer jungen Frau bei einer schlechten Entscheidung nach der anderen zuzuhören. Das könnte grundsätzlich interessant sein, wenn dieses Verhalten an irgendeiner Stelle hinterfragt oder mehrschichtig beleuchtet worden wäre. Außerdem werden schlechte Lifestyle Choices wie übermäßiger Alkoholkonsum (bestenfalls noch in Verbindung mit Benz0s) romantisiert?
Das ganze hätte wirklich interessant sein können, ergeben sich zwischen Charlie und Richard doch in vielen Bereichen Machtgefälle: Alter, Klasse, berufliche Abhängigkeit. Es ist also verständlich dass es Charlie schwer fällt, sich Richards Bann zu entziehen. Dabei bleibt das Buch leider ziemlich vage, auch was das Thema mentale Gesundheit angeht. Hier wäre echt viel Potential gewesen, aber nichts konkretisiert.
Machtgefälle, diese Beziehung geht weit über „nur“ eine toxische Beziehung hinaus
Vorweg, dieses Buch ist kein Roman den man mal zwischendurch liest und man sollte im Vorfeld für sich prüfen, ob das Thema einen selbst triggern kann.
Das Buch erzählt die Geschichte von der Beziehung der Hauptprotagonistin Charly und dem doppelt so alten Richard.
Es ist keine Liebesgeschichte, sondern zeigt nochmal mehr die heutigen Debatten zwischen Männern des öffentlichen Lebens, die Frauen physisch und psychisch missbrauchen auf.
Was es bedeutet, wenn diese Männer das Machtgefälle und ihre manipulative Art ausnutzen und sich Betroffene dann noch selbst die Schuld geben.
Der Roman hat mich zum einen echt wütend hinterlassen, aber zum anderen habe ich mich gefreut wie solidarisch sich das Umfeld von Charly zeigt und sie durch ihre schwerste Zeit unterstützt.
⚠️ ACHTUNG ‼️ Wer das Buch lesen will oder es gemocht hat: Bitte nicht weiterlesen.
Vorab: Das hier ist lediglich meine persönliche Meinung und der Eindruck, den ich beim Lesen hatte. Wenn ihr das Buch gefühlt habt und mitfühlen konntet – Go for it! Ich werde es jetzt dennoch leider komplett zerreißen, weil ich meine Gedanken dazu einfach loswerden muss.
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Ich habe das Buch nur beendet, um eine fundierte Kritik abgeben zu können, und ehrlich gesagt bereue ich es. Ich wünschte, ich hätte abgebrochen, bevor ich sämtliche Emotionsausbrüche durchlebt habe.
Das Buch behandelt hochkomplexe Traumata, scheitert aber kläglich an einer verantwortungsbewussten Darstellung. Dass exzessiver Alkohol- und Drogenkonsum (schon zum Frühstück!) als beiläufiger Lifestyle legitimiert wird, während die Protagonistin ihre Migräne und ihren Gemütszustand ausschließlich auf ihre toxische Beziehung bezieht, ist für mich einfach nur schwierig.
Hier wird eine „Self-Destruction“-Ästhetik bedient, die jede ernsthafte Auseinandersetzung mit Sucht und psychischer Gesundheit untergräbt und ins Lächerliche zieht. Für mich ist das ein Sinnbild moralischer Schieflage und Substanzmissbrauch, ohne auf deren Folgen wirklich einzugehen (bis auf einen Nebensatz am Ende des Buches).
Charlie ist für mich zudem ein Totalausfall an emotionaler Intelligenz! Man kann eine „schwere Kindheit“ nicht als Dauerfreifahrtschein für den kompletten Verzicht auf Eigenverantwortung nutzen. Charlie ist 24, nicht 16. Sie erkennt die Toxizität Richards, sie sieht den Verlust ihrer sozialen Stabilität (Eddy und Ophelia sind hier die einzigen Lichtblicke) und entscheidet sich aktiv gegen jede Reflexion.
Richard war von Anfang an in seiner manipulativen Art transparent. Wer da nicht die logische Schlussfolgerung zieht, diese Beziehung nicht weiter zu vertiefen, dem fehlt es an jeglichem Menschenverstand.
Ich bin die Letzte, die bei emotionalem Missbrauch wegsieht, aber in dieser Konstellation tun sich irgendwie beide nichts. Eine Affäre mit einem 30 Jahre älteren, verheirateten Mann einzugehen, ist keine tragische Fügung, sondern eine bewusste und dämliche Entscheidung. Besonders perfide ist für mich hier, dass Charlie Verluste relativiert (ihre Trauer sei „schlimmer“ als seine) und Richards sexuelle Grenzen ignoriert, die er ihr im Gegensatz zu ihr klar genannt hat. Aber auch hier wird es eher so dargestellt, als wäre NUR sie sexuell ausgebeutet worden.
Dass sie keine Reue gegenüber Richards Ehefrau empfindet, weil diese „gemein“ sei und es nicht anders verdient habe, entlarvt ihre angebliche Intelligenz als reine Selbstgefälligkeit und kindliches Verhalten.
Die Geschichte wirkt insgesamt, als hätte man eine Checkliste für narzisstische Persönlichkeitsstörungen abgearbeitet, ohne sie plausibel in die Handlung einzuflechten.
Am Ende die Schuld für die eigene Depression darauf zu schieben, dass man „zu viele Bücher von Männern“ gelesen hat, setzt der Absurdität für mich definitiv die Krone auf.
Dass die Beziehung beendet wurde, war das Beste, was Charlie passieren konnte!
Aber wer eine Geschichte über echte Heilung, tiefgreifende Protagonisten und komplexe Dynamiken sucht, wird hier enttäuscht. Hier treffen zwei toxische Welten aufeinander, die sich irgendwie auch gegenseitig verdient haben.
Die Charaktere blieben allesamt ziemlich blass, wobei immerhin die Freundschaft zwischen Ophelia und Charlie wirklich gut dargestellt wurde. Ophelia ist hier auf jeden Fall zusammen mit Eddy der einzig gute Charakter.
Mit „Bittersüß“ von Hattie Williams erzählt die Autorin eine Geschichte, die unter die Haut geht: Es geht um eine junge Frau, die sich in die Beziehung zu einem deutlich älteren Mann verstrickt und dabei immer tiefer in ein Geflecht aus Abhängigkeit, Selbstzweifeln und emotionaler Manipulation gerät.
Dieses Buch ist wahrlich etwas Besonderes. Eines, das man nicht einfach liest, sondern durchlebt. Man fühlt mit, leidet mit, möchte die Protagonistin manchmal wachrütteln und doch merkt man gleichzeitig, wie komplex und schwer greifbar ihre Entscheidungen sind.
Schonungslos zeigt die Geschichte, wie leicht man sich im Netz einer toxischen Beziehung verlieren kann. Wie schleichend Isolation entsteht. Wie ein Mensch Stück für Stück kleiner gemacht wird, bis kaum noch etwas von einem selbst oder dem gelebten Leben übrig ist. Bis hin zu Momenten, die von tiefer innerer Leere und Depression geprägt sind.
Der Titel „Bittersüß“ könnte nicht treffender sein. Es ist diese Mischung aus Hoffnung, Sehnsucht nach Nähe und Anerkennung. Gleichzeitig aner auch das schmerzhafte Erkennen, dass man all das am falschen Ort sucht. Dass Geborgenheit dort erwartet wird, wo sie nicht existieren kann.
Dieses Buch macht fassungslos. Es zwingt einen, innezuhalten, sich selbst zu hinterfragen und genauer hinzusehen.
Für mich ein unglaublich intensives, wichtiges und absolut lesenswertes Buch.
Schon nach wenigen Seiten wird man komplett abgeholt und in die Geschichte katapultiert. Es erwartet einen keine leichte Kost.
Es geht um eine toxische Beziehung mit Gewalt und emotionaler Abhängigkeit. Die komplexe Gefühlslage der Protagonistin wird erschreckend und eindringlich beschrieben. Man liest sich durch ein Feuerwerk an Emotionen. Sehr bewegend und mit Tiefgang!
Toll geschrieben.
Es ist durchgehend aus der Perspektive des Opfers geschrieben und das fand ich sehr besonders. Man spürt, dass jede*r weiß, wie schlecht Richard für sie ist, aber ihre Perspektive ist natürlich eine andere. Das gibt die ganze Thematik sehr subtil wieder und hat mir gut gefallen. Auch die Beschreibung der Depression mochte ich sehr.
Hab mir das Buch eher zufällig ausgesucht, weil das eBook im Angebot war, aber was für ein Glücksgriff war das denn? 🥺
• Thema rund um mentale Gesundheit, Trauma und ungesunde Beziehung, wie das alles ineinander greift und sich gegenseitig verkompliziert wird greifbar gemacht: Die Protagonistin führt eine Beziehung mit einem viel älteren Mann und großem Machtgefälle, ohne dass er eindeutig gewalttätig wird ist die subtile Gewalt darin dennoch so gut sichtbar
• die Sprache wirkt zunächst nicht herausstechend, hat aber eine ganz eigene subtile Klarheit und bindet einen geradezu in die Atmosphäre ein
• die Darstellung der Freundschaften sowie des (teils doch unerwarteten!) Zusammenhalts hat der Geschichte noch mehr Tiefe und Trost gegeben
• der Anfang hat mir gar nicht mal so gut getaugt, da viel "vorerzählt" wurde bevor es zur eigentlichen Handlung kam, aber wurde vom Rest komplett wertgemacht
• Bonus: es geht auch viel um die Arbeit in einem Verlag, was man als Buchliebhaber sowieso gerne liest 🥰
Sehr unerwartetes Highlight für mich, bin schon lange nicht mehr so eingesogen worden und hätte problemlos noch weiter lesen können.
Charlie kämpft seit ihrer Kindheit mit psychischen Problemen. Nach einem Schicksalsschlag findet sie Trost in den Büchern von Richard Aveling und sie verehrt ihn wie einen Rockstar.
Als sie Jahre später eben diesem gegenübersteht, kann sie seinen Annäherungen nicht widerstehen, auch wenn er gar nicht ihrem Typen entspricht und sie sich nur wegen seiner Bücher und ihrer Vergangenheit zu ihm hingezogen fühlt.
Richard, eine Red Flag, wie sie im Buche steht und mehr als 30 Jahre älter als Charlie, nutzt ihre verletzliche Art und zieht sie in seinen Bann.
Die beiden bauen sich heimlich ihr eigenes Traumschloss - doch als die Wahrheit ans Licht kommt, reißen die Mauern ein und alles zerbricht.
Die Geschichte kommt schnell in Fahrt und ich mochte den Schreibstil. Charlies psychischen Probleme und Richards manipulative Art sind teilweise nicht ohne und wer für solche Themen sensibel ist, sollte beim Lesen besonders auf sich achten oder gegebenenfalls darauf verzichten.
Es ist bereits einige Tage her, seit ich das Buch beendet habe und trotzdem muss ich oft an die Geschichte denken, auch wenn ich eigentlich keine Probleme mit solchen Themen habe.
Ich habe das Hörbuch gehört und kann es wirklich empfehlen. Ich konnte mich so gut in die Protagonistin reinfühlen, dass es schon weh tat. Ich konnte ihre Liebe nachvollziehen und durchaus verstehen und habe einen richtigen Hass auf ihn bekommen. Zum Ende hin hat es mich wirklich gebrochen, wie sehr Richard sie im Stich gelassen hat. Es ist wirklich eine sehr emotionale Geschichte!
Abgesehen von den ersten 100 und den letzten 50 Seiten ein Buch, dass man nicht aus der Hand lege will
Ich hätte das Buch zu Beginn fast abgebrochen. Leider braucht die Geschichte viel zu lange, um in Fahrt zu kommen und ist sehr langweilig. Dranzubleiben lohnt sich aber.
ab ca 120 Seiten wird es spannend und man ist dauerhaft entsetzt. Das Buch lässt einen diese toxische Beziehung so mitfühlen und miterleben, dass man weiter lesen muss.
Das Ende hingegen zog sich dann wieder wie der Anfang extrem.
Ich konnte das Buch förmlich riechen und fühlen - die visuelle und atmosphärische Sprache hat mich eingenommen. Der Plot hat nicht überfordert, hätte an der einen oder anderen Stelle mehr Biss vertragen können.
Ein so emotionaler Roman, ich könnte das Buch gleich nochmal lesen!
“Bittersüss” hat mich von den ersten Seiten an in seinen Bann gezogen. Der Roman ist intensiv, ergreifend und emotional dicht erzählt. Besonders gut gelungen ist die Figurenzeichnung: Ich konnte mich stark in die Protagonist:innen hineinversetzen, vor allem in Charlie, deren innere Zerrissenheit und Verletzlichkeit spürbar werden.
Die Geschichte spielt an verschiedenen Orten, vor allem in London, aber auch in Frankreich sowie auf dem englischen Land , was dem Roman eine besondere Atmosphäre verleiht. Die Liebesgeschichte ist stellenweise beklemmend und emotional herausfordernd; immer wieder fühlt man sich als Leser:in selbst unwohl, so nah ist man an Charlies Perspektive.
Neben der schwierigen Beziehungsthematik überzeugt das Buch auch durch die Darstellung von Freundschaft und Verbundenheit. Zudem nimmt die Auseinandersetzung mit psychischer Krankheit einen wichtigen Raum ein und wird sensibel in die Handlung eingebettet.
Dieser Roman hat mich vollkommen mitgerissen. Schon nach wenigen Seiten war ich tief in der Geschichte drin. Die Themen, die hier behandelt werden, sind alles andere als leichte Kost: Im Mittelpunkt steht eine toxische Beziehung, geprägt von psychischer Gewalt, Machtmissbrauch und emotionaler Abhängigkeit.
Besonders beeindruckt hat mich, wie intensiv und authentisch Charlies Gefühlswelt dargestellt wird. Ich konnte mich vollkommen in sie hineinversetzen – an manchen Stellen sogar erschreckend gut mit ihr identifizieren. Die Beschreibung ihrer inneren Zerrissenheit und der Depression ist eindringlich und bewegend gelungen. Das Buch ist definitiv nichts für nebenbei. Mehr als einmal musste ich das Lesen unterbrechen, um die Emotionen sacken zu lassen.
Trotz der Schwere gibt es auch Lichtblicke: Die liebevolle Unterstützung durch ihre Freunde hat mich sehr berührt. Besonders ihre beiden Mitbewohner sind einfach großartig – so warmherzig und loyal, dass man sich wünscht, ihnen im echten Leben zu begegnen
Für Menschen mit psychischer Erkrankung aufwühlend und schwer zu verdauen (persönliche Meinung).
Sehr zu empfehlen.
Achtung Spoiler!
Anfangs hatte es mich von der Dynamik zwischen Charly und Richard extrem an Cleopatra und Frankenstein erinnert. Nicht nur die Großstadt, das Kennenlernen, sein toxisches Verhalten weil er deutlich älter war und sich einfach nahm was er wollte, sondern auch ihr Verhalten damit umzugehen und ihn anzuhimmeln.
Weiter hat mich die Geschichte der Beiden und vor allem ihre Perspektive inklusive aller traumatischen und depressiven Gedanken sehr getroffen und selbst als erkrankte Person, die ebenfalls in einer toxischen Beziehung mit einem älteren Mann für knapp ein Jahr und auch unter vollkommener Verheimlichung lebte, kann alles zu hundert Prozent unterschreiben. Die kleinen Hiebe, Zwischensätze gegen sich selbst, dass sie an allem allein Schuld sei und das Augenschließen vor der Realität, die andere aber sofort erkennen und mit denen man dann ständig im Konflikt steht, all das habe ich auch so erlebt. Dementsprechend hatte auch ich eine sehr depressive Phase während der Lektüre. Und dennoch ist es (natürlich) ein Happy End. Ein bisschen pauschal, ein bisschen, "hätte ja so kommen müssen", aber irgendwie auch hoffnungsbringend, auch wenn es meiner Ansicht nach hyperfantastisch ist.
Interessant wäre dennoch gewesen, wenn es nicht nur pauschal schlechte (wie Richard und Elaine) und pauschal extrem gute Figuren, wie Ophelia, Cécile, Laura, Eddy und ihr Vater gegeben hätte. Natürlich wäre es dann tragisch gewesen, vielleicht auch zerstörerisch. Aber es hätte noch weitere Perspektiven auf die Selbstheilung gebracht.
Habe mich selbst durch das Buch ein bisschen besser verstehen gelernt. Teilweise ist mir schlecht geworden weil es so weh tat zuzusehen wie Charlie verletzt wird.
Eine sehr berührende Geschichte erzählt aus der Perspektive einer jungen Frau, über Sehnsucht und den Wunsch, gesehen und geliebt zu werden. Das Buch macht deutlich, wie wichtig es ist, sich zu öffnen und anderen mitzuteilen.
Sie ist stellenweise schmerzhaft, gleichzeitig aber auch hoffnungsvoll schön. Ein sensibles Buch, das noch lange im Kopf bleibt.
Bittersüß hat mich tief berührt: Ein emotional ehrlicher Roman über Liebe, Verlust, Freundschaft und Selbstfindung, der lange nachhallt. Ich war gleichermaßen wütend auf Richard wie auf Charlie – gefesselt von ihren Fehlern, ihren Zweifeln und den schwierigen Entscheidungen, die sie trifft. Charlies Entwicklung hat mich tief beeindruckt und mir oft das Gefühl gegeben, dass sie trotz allem ihren eigenen Weg findet. Besonders berührend fand ich die Freundschaft zwischen Charlie und Ophelia sowie Eddy. Ein emotionaler, tiefgründiger Roman, der über toxische Liebe hinaus die Kraft von Verbundenheit zeigt.
"Bittersüss" war für mich ein sehr intensives Buch, das in mir ein Wechselbad der Gefühle ausgelöst hat. Die Geschichte ist keine leichte Kost und ich habe sehr mit der Protagonistin mitgefiebert und auch oftmals mitgelitten.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, flüssig und macht es einem leicht, in die Geschichte zu finden. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. ♥️
Über Freundschaft, Liebe und Grenzerfahrungen, wie sie jedem passieren können
Durch die gewählte Erzählperspektive fällt es leicht, sich in die Protagonistin Charlie hineinzuversetzen. Man fühlt mit ihr mit und glaubt ihr ihre Gefühle und Entscheidungen, selbst wenn man diese aus einer außenstehenden Perspektive vielleicht kritisch sehen oder die Augen verdrehen würde. Genau darin liegt jedoch die Stärke des Romans. Die Autorin beschreibt Charlies Geschichte so authentisch und menschlich, dass sie realistisch wirkt und nachvollziehbar erscheint.
Die Handlung nimmt sich viel Zeit innere Konflikte, was der Geschichte Tiefe verleiht und sie greifbar macht. Vermutlich kennt ein jeder und eine jede ähnliche Konflikte um Freundschaft, Liebe und Beruf.
Hattie Williams gelingt es, eine Situation zu schildern, die im Grunde jedem passieren könnte. Dadurch entsteht eine Nähe zu den Figuren, die es ermöglicht, gut mitzufühlen und sich emotional auf die Geschichte einzulassen.
Stellenweise doch etwas langatmig. Durch viele kleine Wendungen aber dennoch lesenswert und nicht langweilig.
Besonders das Ende überrascht, da es anders ausfällt, als man es zunächst erwarten würde.
Charlie's Geschichte über den Verlust der Mutter und die toxische Liebesbeziehung zu dem verheirateten Autor Richard Aveling hat mich arg mitgenommen.
Zwischenzeitlich hatte ich gehofft, dass Finn sie aus der ganzen Sache herausziehen kann, aber in dieser Situation kann einfach niemand helfen. Charlie's größtes Glück sind die Freunde Eddy und Ophelia. Die Erkenntnis der tiefgreifenden Depression und der Beistand der beiden wird großartig beschrieben.
Dieser Roman geht unter die Haut!!!
Eine Geschichte über eine toxische Beziehung, in der auf vielen Ebenen Macht missbraucht wird.
Mit Charlie hat die Autorin eine Protagonistin erschaffen, die mir sehr nah gekommen ist. Charlie schafft es nicht, aus dieser Beziehung auszubrechen , obwohl sie selbst spürt, dass diese nicht gut für sie ist. Ihre Bedürftigkeit und ihre innere Zerrissenheit haben mich sehr berührt.
Sehr vielschichtig und mit viel Gespür für all die Feinheiten in toxischen Beziehungen bleibt diese Geschichte lange in Erinnerung!
Absolute Leseempfehlung wenn man mit diesem Thema zurechtkommt.
Eins vorweg, man braucht einen langen Atem und Geduld, vor allem für Charlie.. aber ich finde, es lohnt sich absolut.
Der Verlauf der Geschichte ist ein einziger Fiebertraum, man möchte manches Mal eingreifen und Charlie schütteln. Und dann wieder liebevoll in die Arme schließen.
Ich hab es sehr gerne gelesen…
In diesem Roman wird die problematische Beziehung zwischen Charlie und dem mehr als 30 Jahre älteren Schriftsteller Richard aus Charlies Perspektive erzählt. Der Leser taucht dabei tief in die Zerrissenheit und schwankende Gedankenwelt von Charlie ein. Die Geschichte ist emotional gut ausgearbeitet ohne schwülstig oder rührseelig zu werden. Mir wird dieser Roman wahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben.
Es war von Anfang an sehr bedrückend, denn Charlie war immer auf der Suche nach Aufmerksamkeit. Sie wollte immer dazugehören und es allen recht machen. Dann kam Richard, ein Starautor. Sie hat ihn schon auf ein Podest gestellt, obwohl sie ihn nicht mal persönlich kannte. Es war eine regelrechte Obsession ihrerseits.
Sie ist Anfang 20, er sehr viel älter. Die Affäre zwischen den beiden, fühlte sich von der erstes Sekunde an falsch an. Er manipuliert sie am laufenden Band und sie war anfangs zu naiv, um das zu erkennen, weil sie ihre rosarote Brille nicht abgelegt hat. Ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass sie ihn komplett loslässt, aber das tat sie nicht. Tatsächlich hat es mich aufgeregt und genervt, obwohl ich das selbst kenne und weiß, wie schwer alles sein kann. Vor allem gewisse Dinge klar zu sehen und wahrzunehmen.
Alles weitere müsst ihr selbst lesen/hören.
Es ist auf jeden Fall okay. Themen wie Depression, Suizidgedanken ud sexueller Missbrauch wurden gut eingefügt. Nichtsdestotrotz ist es teilweise beklemmend, emotional und hatte einige Längen.
Der Titel ist Programm…. Erzählt wird, wie die toxische Beziehung zwischen Charlie (23 Jahre) und Richard (30 Jahre älter) ,von Anfang bis Ende verläuft.
Dabei erleben wir eine junge , naive, unsichere Frau, die beim Londoner Verlag Winden & Shane arbeitet und unter Depressionen leidet, seit sie ihre Mutter sehr zeitig verloren hat.
Sie trifft auf den erfolgreichen Autoren Richard, dessen Romane ihre Mutter geliebt hat und ihr ,in ihrer Jugend , zu lesen gab.
Bis ins kleinste Detail erleben wir Leser aus Charlies Perspektive diese Beziehung.
Hattie Williams nimmt uns ganz tief in das Gefühlsleben von Charlie mit. Lässt uns intensiv, bildhaft und auch schmerzlich miterleben, wie es in ihrem Innenleben aussieht.
Charlie erkennt mit der Zeit selbst, wie ungesund, isolierend und auch beruflich gefährlich, diese Beziehung ist- jedoch findet sie keine Kraft , das Ganze zu beenden.
Der Roman entwickelt eine starke emotionale Wirkung auf den Leser- man leidet mit.
Bittersüß von Hattie Williams ist ein Buch, das starke Gefühle in mir geweckt hat. Es geht um Charlie, eine junge Frau Anfang 20, die ihre Mutter früh verloren hat und seitdem mit Traurigkeit und vielen negativen Gedanken kämpft. Charlie ist auf der Suche nach Liebe und Bestätigung und rutscht dabei in eine schwierige Beziehung mit einem bekannten Autor. Und obwohl Charlie weiß, dass diese Beziehung nicht gut für sie ist, dominiert der starke Wunsch in ihr, geliebt zu werden.
Das Buch beschreibt sehr eindrucksvoll, wie sich eine toxische Beziehung entwickelt und wie schwer es ist, sich davon zu lösen. Die Selbstzweifel und inneren Kämpfe, die sie durchlebt, waren für mich gut nachzuvollziehen und haben mich oft sehr berührt. Ich habe regelrecht mit Charlie mitgefühlt, aber manchmal wollte ich sie auch am liebsten schütteln.
Charlies Freunde, Eddy und Ophelia, spielen eine wichtige Rolle. Sie sind die einzigen, die ihr wirklich helfen und sie unterstützen. Diese Freundschaft hat mich unheimlich bewegt. Es war schön zu beobachten, wie die beiden Charlie in dieser Zeit beistehen.
Der Schreibstil von Hattie Williams hat mich wunderbar mitgerissen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es zwischenzeitlich wirklich bedauert, dass ich keine Zeit hatte, es am Stück durchzulesen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ein kleiner Kritikpunkt sind die (für meinen Geschmack) zu langen Kapitel.
Insgesamt habe ich Bittersüß als ein sehr intensives und emotionales Buch wahrgenommen. Es geht um Liebe, Selbstfindung und die schwierigen Dinge, die man in Beziehungen durchlebt. Das Buch regt zum Nachdenken an und berührt auf einer tiefen Ebene.
Wer Geschichten mag, die die Echtheit von Gefühlen und Beziehungen zeigen, wird Bittersüß lieben.
Charlie ist Assistentin einer Pressereferentin in einem Verlag, der bald das neueste Werk eines hoch angesehen Autors veröffentlicht. 8 Jahre ist seit dem zuletzt veröffentlichten Buch von Richard vergangen, weshalb das ein Riesending ist. Charlie ist schon immer ein großer Fan des 30 Jahre älteren und umso nervöser, dass sie bei der Veröffentlichung unterstützen kann. So lernen die beiden sich kennen, kommen sich näher. Nicht nur, dass Richard wesentlich älter ist und ein Machtgefälle herrscht, er ist auch noch verheiratet und ein absoluter Egozentriker. Den Verlauf der Geschichte kann man sich in etwa ausmalen. Von Anfang an begleiten wir Charlie und müssen mitansehen, wie sie sich durch ihre Naivität in eine absolut toxische Beziehung stürzt und immer weiter verrennt. Man möchte sie schütteln und gleichzeitig in den Arm nehmen. Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen, er wird sehr bildlich und teilweise poetisch, was perfekt zur Melancholie der Story passt. Wir erfahren viel über Charles Innenleben, ihre Ängste und wie schwer ihr das Alleinsein fällt. Absolut ungeschönt und perfekt eingefangen ist auch die Verlagsbranche mit all ihren Schattenseiten. Falls ihr das Buch lest und euch fragt, ob sich das alles wirklich so abspielt lautet die Antwort: JA. 😄 Ein riesengroßer Pluspunkt in dieser Geschichte ist für mich der Halt, den Charlies Freundinnen, aber auch ihr gesamtes Umfeld ihr in schwierigen Zeiten geben. Das macht die Geschichte hoffnungsvoll, man kann ihr wenigstens etwas positives abgewinnen. Keine fröhliche Lektüre also, Charlie ist psychisch von ihm abhängig, absolut labil und verliert immer mehr den Halt. Wenn das dein Ding ist, ist das dein Buch. Die Handlung geht anfangs langsam voran, wird immer intensiver und gipfelt dann in der Katastrophe, die man von Anfang an erahnt. Ich fand das Buch grandios. 4,5 ⭐️
Dieses Buch hat süchtig gemacht. es war ein totaler Sturm an Gefühlen und Emotionen. Ich fühlte mit Charlie komplett mit. Diese emotionale Abhängigkeit, dieses Macht Verhältnis, die starke Depression, dann wieder diese leidenschaftliche Liebe beziehungsweise Affäre, diese Vergötterung zu Richard . Das alles war so aufwühlend und emotional, dass ich viele Tränen verdrückt habe aber ganz besonders hat mir die Geschichte über ihre Freundschaften gefallen und die Entwicklung zu dem Verhältnis ihrer Familie und dem Gefühl von zu Hause sein. Das Ende hat mich schrecklich glücklich gemacht und hat gezeigt, dass nach einer schlechten Phase immer wieder das Glück auf einen warten kann.. und dass es oft anders kommt, als man denkt. Es zeigt auch wie wichtig es ist, stabile Beziehungen zu haben wie Freundschaften und die Familie. Und das ist manchmal gut tut um inne zu halten
Karriere, Affäre & Migräne
-Rezensionsexemplar-
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Genre: Ein Buch über die Zwanziger, das Verlagswesen, die Schwärmerei & Liebe. Zwischen Karriere, Affäre & Freundschaft. Mitreißend, ehrlich, manipulativ, toxisch & ausschließend.
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Setting: Charlie hat den Verlagsjob & trifft gleich bei der ersten Pause auf ihren Kindheitsschwarm. Während sie an ihrer Karriere arbeitet, bahnt sich die Affäre mit dem älteren Autor an. Druck, Geheimnisse & Freundschaftsstreit sind nicht gerade das Gegenmittel zu ihrer Migräne. Liebt er sie wirklich, findet sie ihren Weg, oder fliegt alles auf?
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Schnapp dir einen Kaffee & schmöker dich durch diesen mitreißenden Roman.
Ich habe dieses Buch sehr gemocht. Es ist eine wahrhaftige Geschichte, lebendig und ehrlich erzählt. Sie geht durch Höhen und Tiefen, tritt auf der Stelle und verläuft in Schleifen, wie das Leben und die hier beschriebene Liebe auch. Das Ende, das herauszoomt und der Erzählerin ihre Ruhe gibt, mit der sie zuvor alle Seiten lang erzählt hat, hat mich sehr berührt zurückgelassen.
Authentisch geschrieben und nachvollziehbar. Tolle Charaktere.
Dennoch hätte ich mir auch eine Trigger Warnung gewünscht. Beim Lesen muss man da definitiv auf sich achten.
Trigger Themen: Machtmissbrauch, psychischer und sexueller Missbrauch, Depressionen, Suizidale Gedanken.
Spoiler
Ich fand das Buch sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. Die Thematik wurde gut dargestellt. Die Gefühle von Charlie waren für mich authentisch. Das Verantwortungsvolle, egoistische Verhalten von Richard in den sie nicht nur verliebt war sondern dessen Kunst sie verehrte, brachte Charlie in ein Gefühlschaos. Logischerweise. Er wollte sie, stieß sie zurück, manipulierte und benutzte sie, so wie es für ihn eben gerade passte. Ich finde sie war in dem ganzen keineswegs naiv! Nein da waren von anfang an so viele macht Unterschiede. Das Alter, seine Berühmtheit sein Geld, das sie für ihn arbeitete, das er ein Mann war, und das sie ihn von Anfang an auf einem Podest gestellt hatte, da er eben ihr lieblings Autor gewesen ist. Er wusste das und hat das ausgenutzt. Charlie war für ihn Vergnügen und sollte eine einfache 'Sache' sein und genauso hat er sie behandelt. Gut fand ich ebenfalls die Freundschaften von Charlie. Insbesondere Ophelia, die von Anfang an dagegen war, aber dennoch für Charlie da war. Obgleich es schwer für sie war zu sehen wie es einer Freundin in einer Beziehung nicht gut geht.
Liebe sollte nicht so schmerzhaft sein…. Bewegend, frustrierend und authentisch zugleich, dafür von mir vier Sterne.
Ein intensiver Roman, der die Schattenseiten der Liebe schonungslos offenlegt. Die Geschichte zeigt, wie eine Beziehung, die auf den ersten Blick voller Leidenschaft und Nähe wirkt, in Wahrheit von toxischen Dynamiken, Abhängigkeit und fehlendem Selbstwertgefühl geprägt sein kann.
Besonders eindringlich schildert die Autorin die inneren Kämpfe der Protagonistin: Verlust, Depressionen, Minderwertigkeitskomplexe und die zerstörerische Hoffnung, dass Liebe alles heilen könne. An manchen Stellen hätte ich sie am liebsten geschüttelt, um sie wachzurütteln – so stark war meine emotionale Reaktion beim Lesen. Gleichzeitig macht gerade das die Authentizität des Romans aus: Liebe kann blind machen, und der Weg hinaus ist alles andere als einfach.
Trotz der Schwere des Themas gelingt es Williams, ihre Figuren lebendig und nachvollziehbar zu zeichnen. Die Lektüre tut weh, aber auf eine ehrliche und wichtige Weise.
schwermütig, bedrückend und nichts für Zwischendurch! Charlie ist Assistentin einer Pressereferentin in einem Verlag, der bald das neueste Werk eines hoch angesehen Autors veröffentlicht. 8 Jahre ist seit dem zuletzt veröffentlichten Buch von Richard vergangen, weshalb das ein Riesending ist. Charlie ist schon immer ein großer Fan des 30 Jahre älteren und umso nervöser, dass sie bei der Veröffentlichung unterstützen kann. So lernen die beiden sich kennen, kommen sich näher. Nicht nur, dass Richard wesentlich älter ist und ein Machtgefälle herrscht, er ist auch noch verheiratet und ein absoluter Egozentriker. Den Verlauf der Geschichte kann man sich in etwa ausmalen. Von Anfang an begleiten wir Charlie und müssen mitansehen, wie sie sich durch ihre Naivität in eine absolut toxische Beziehung stürzt und immer weiter verrennt. Man möchte sie schütteln und gleichzeitig in den Arm nehmen. Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen, er wird sehr bildlich und teilweise poetisch, was perfekt zur Melancholie der Story passt. Wir erfahren viel über Charles Innenleben, ihre Ängste und wie schwer ihr das Alleinsein fällt. Absolut ungeschönt und perfekt eingefangen ist auch die Verlagsbranche mit all ihren Schattenseiten. Falls ihr das Buch lest und euch fragt, ob sich das alles wirklich so abspielt lautet die Antwort: JA. 😄 Ein riesengroßer Pluspunkt in dieser Geschichte ist für mich der Halt, den Charlies Freundinnen, aber auch ihr gesamtes Umfeld ihr in schwierigen Zeiten geben. Das macht die Geschichte hoffnungsvoll, man kann ihr wenigstens etwas positives abgewinnen. Keine fröhliche Lektüre also, Charlie ist psychisch von ihm abhängig, absolut labil und verliert immer mehr den Halt. Wenn das dein Ding ist, ist das dein Buch. Die Handlung geht anfangs langsam voran, wird immer intensiver und gipfelt dann in der Katastrophe, die man von Anfang an erahnt. Ich fand das Buch grandios. 4,5 ⭐️
Eine bewegende Geschichte, die mich noch lange begleiten wird.
In dem Buch geht es um Charlie. Sie ist Anfang 20, arbeitet in einem Verlag und hat schon früh ihre Mutter verloren. Sie kämpft am Anfang des Buches mit Depressionen und lernt dann Richard kennen.
Richard ist ein bekannter Autor und 30 Jahre älter als sie.
Seine Bücher haben sie viel nach dem Tod der Mutter begleitet, weswegen sie sich schnell auf ihn einlässt
Durch den schönen Schreibstyl bin ich so durch die Seiten geflogen. Es ist eine aufwühlende Geschichte und so manches mal wollte ich Charlie einfach nur schütteln.
Richard ist sehr manipulativ und Charlie probiert alles, um für ihn perfekt zu sein. Dadurch verliert sie fast ihre engsten Freunde, meldet sich öfter Krank und stellt ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse nach ganz hinten.
Es war nicht leicht zu lesen, wie sehr sie sich in dieser Beziehung verliert und so maches mal habe ich aus Verzweiflung mitweinen müssen.
Das Buch zeigt sehr deutlich, die Hintergründe einer toxischen Beziehung und warum sie da bleibt, obwohl es ihr eindeutig nicht gut damit geht.
Charlies Geschichte wird mir noch lange in Erinnerung blieben und ich hoffe, dass noch mehr dieses Buch lesen werden, auch wenn es definitiv keine leichte Lektüre ist.
Der Roman hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen – und gleichzeitig tief verstört. Die Geschichte von ihr, einem nervösen jungen Mädchen, die es allen recht machen und dazugehören will, in einer Welt, die eigentlich nicht ihre ist. Es hat mir fast körperlich wehgetan, so sehr konnte ich ihre Sehnsucht nach Anerkennung spüren. Und dann er: der berühmte und einflussreiche ältere Mann, Starautor, der mit manipulativen Verhaltensweisen seine Macht ausnutzt und eine Affäre mit ihr beginnt. Schon früh merkt man, dass hier alles auf eine Katastrophe zusteuert, dass der Boden für diese Beziehung von Anfang an toxisch ist. Und doch hofft und bangt man mit ihr, dass es vielleicht doch anders kommt oder zumindest dass Vernunft und ein Aufwachen einsetzen.
Besonders eindrücklich fand ich, wie sie ihn schon früh auf ein Podest hebt, obwohl sie ihn eigentlich gar nicht kennt – fast schon besessen von der Vorstellung, dass er ihr Halt und Bedeutung geben könnte. Dieses Gefühl der Abhängigkeit hat mich beim Lesen regelrecht beengt. Gleichzeitig fand ich spannend, dass der Roman auch Einblicke in das Verlagswesen gibt – ein Umfeld, das hier nicht nur Kulisse ist, sondern die Dynamik von Macht und Abhängigkeit noch verstärkt.
Das bewegendste war für mich aber, wie die Autorin das Thema mentale Gesundheit und den Umgang mit Depressionen einwebt. Es wird schonungslos, aber einfühlsam gezeigt, wie sehr psychische Verletzlichkeit die Wahrnehmung verzerrt und Menschen in zerstörerische Beziehungen treibt.
Im mittleren Teil gab es für mich einige Längen, Momente, in denen ich das Gefühl hatte, die Handlung tritt ein wenig auf der Stelle. Aber all das wurde durch das Ende mehr als wettgemacht. Dieses Finale hat mich tief getroffen – es war hart, schmerzhaft, aber gleichzeitig auch befreiend.
bittersüß ist für mich ein Roman, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Eine Geschichte, die zeigt, wie verheerend Machtmissbrauch sein kann, aber auch, wie wichtig es ist, die eigene Stimme zu finden. Ein Buch, das gleichzeitig weh tut und Hoffnung gibt.
Porträt einer „Beziehung“ im modernen Zeitalter
Die Geschichte führt uns Schritt für Schritt in das Leben von Charly hinein. Als Leserin oder Leser ist man von Anfang an mitten im Geschehen und spürt die Stimmungen sowie Spannungen hautnah.
Für mich war der Roman eine wahre Achterbahn der Gefühle: Aufregung, Verwunderung, Verzweiflung, Trauer und Wut wechseln sich ab und begleiten Charlys Weg. Manchmal war es kaum auszuhalten, ihr zu folgen, denn ihre anfangs unerreichbar wirkende Beziehung entwickelt sich zu einer schmerzhaften und zugleich fesselnden Erfahrung - sowohl für sie als auch für uns.
Die Beziehung zwischen Charly und ihrem Partner ist von Beginn an von einem Ungleichgewicht geprägt. Beide stehen an völlig unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben und gehen entsprechend verschieden mit den Herausforderungen um. Dieses Ungleichgewicht verstärkt sich im Verlauf der Handlung immer weiter.
Besonders schwer fiel es mir, das manipulative Verhältnis zwischen den beiden mitzuerleben. Richard wirkt bevormundend, egozentrisch, selbstbezogen und arrogant - Eigenschaften, die ein gesundes Miteinander unmöglich machen.
Im Kern erzählt die Geschichte von einer jungen Frau, die bislang keinen festen Platz im Leben gefunden hat. Auf der Suche nach Sicherheit klammert sie sich an eine Person, die ihr vermeintliche Stabilität bietet, sie jedoch gleichzeitig in eine toxische Beziehung führt. Obwohl Charly intelligent ist und die Warnsignale erkennt, verdrängt sie diese bewusst und rutscht immer tiefer in die Spirale dieser zerstörerischen Liebe hinein.
Und doch liegt in all dem Schmerz auch eine Erkenntnis: Diese Erfahrungen sind wichtig, um daran zu wachsen. Sie machen deutlich, wie essenziell es ist, irgendwann gefestigt, selbstbewusst und stark im Leben zu stehen.
Das Buch zeigt unglaublich gut auf, wie schnell man sich in toxischen Beziehungen verfängt. Ich dachte ganz oft "oh Charly mach das nicht", aber in Realität weiß ich wenn man in einer toxischen Beziehung lebt sieht die Wahrheit oft so aus.
Auch das Bild, welches die Autorin von Depressionen zeichnet ist sehr, sehr nah an meiner eigenen Realität. Das war nicht unbedingt nur gut auszuhalten, aber das zeigt nur noch mehr, wie realitätsnah die Beschreibung von Charlys Gefühlen ist.
Insgesamt sind beides natürlich harte Themen, aber wer das aushalten kann, für den ist es von mir eine klare Empfehlung.
Please remember Reading is subjective.
Einer dieser Momente, vielleicht sogar auf gewisse Weise der wichtigste, war der Tag, an dem ich Richard Aveling kennenlernte"
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Hattie Williams "Bittersüß" hat mich bewegt, weil es eine Geschichte erzählt, die so schmerzhaft nah an der Realität wirkt. Im Mittelpunkt steht Charlie, eine junge Frau, die versucht, im hektischen Londoner Verlagsalltag Fuß zu fassen, während sie gleichzeitig mit Depressionen, Verlust und Selbstzweifeln kämpft. Als sie dem deutlich älteren Autor Richard begegnet, scheint es zunächst so, als würde er ihr die Aufmerksamkeit und Zuneigung schenken, nach der sie sich sehnt. Doch schnell wird klar, ihre Beziehung ist alles andere als romantisch. Sie ist geprägt von Abhängigkeit, Machtgefällen und einer bitteren Unausweichlichkeit, die beim Lesen gleichzeitig fesselt und schmerzt.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Feinfühligkeit, mit der die Autorin Charlies Innenleben beschreibt. Ihre Sehnsucht, ihre Unsicherheit, ihre Zerrissenheit, ihre Suche nach Anerkennung. All das ist so authentisch geschildert, dass man kaum anders kann, als mit ihr zu fühlen und an vielen Stellen hätte ich Charlie gern geschüttelt, damit sie endlich dir Augen auf macht. Besonders stark fand ich auch die Darstellung ihrer Freundschaften zu Ophelia und Eddy. Diese beiden Protagonisten bringen Licht in die Dunkelheit und zeigen, wie viel Kraft in ehrlicher Zuneigung und gegenseitiger Unterstützung liegt.
Der Schreibstil ist kraftvoll und atmosphärisch, manchmal fast poetisch und Charlies Geschichten bleibt einem als Leser auf jeden Fall in Erinnerung. Die Liebesgeschichte mit Richard folgt großteils vorhersehbaren Bahnen, was bei der Thematik nicht verwunderlich ist. Ab den ersten Sätzen ist klar, dass diese Beziehung in einer Katastrophe enden wird und trotzdem schafft es die Autorin zu fesseln.
Bittersüß ist eine bewegende, schonungslos ehrliche Geschichte über falsch interpretierte Liebe und Abhängigkeit, über das Ringen um Selbstwert und die Bedeutung von echter Nähe. Es ist ein Buch, das gleichzeitig aufwühlt, traurig und glücklich macht.
Fazit: Kleinere Längen in der Handlung fallen dabei kaum ins Gewicht, weil die emotionale Wirkung so stark ist. Bittersüß ist ein Roman über Liebe, Verlust und das Erwachsenwerden, der gleichermaßen aufwühlt und Hoffnung schenkt. Für mich ein tolles Leseerlebnis, fast perfekt und absolut empfehlenswert, deshalb 4,5 Sterne.
🧡Der Roman "Bittersüß" von Hattie Williams ist eine tiefgehende Geschichte über Charlie, die als Lektorin arbeitet und eine Affäre mit dem dreißig Jahre älteren Richard Aveling beginnt. Dieser veröffentlicht ein Roman im Verlag in dem Charlie arbeitet. So lernen sie sich kennen.
🧡Der Schreibstil war so melancholisch und gleichzeitig so mitreißend, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen wollte. Die Geschichte zeigt wie partriachalisch diese Welt nach wie vor noch ist und dass letztendlich immer die Frauen in die Verantwortung gezogen werden. Die Age Gap Beziehung wurde in keiner Weise beschönigt. Als Leserin habe ich so viele Eindrücke in die Gefühlswelt von Charlie bekommen, sodass ich ihre Entscheidungen zwar nicht gutheißen, aber verstehen konnte. Sie hat früh ihre Mutter verloren, ihren biologischen Vater nie kennengelernt und die Romane von Richard Aveling haben ihr in der Jugendzeit schon Trost gespendet. Daher konnte ich es verstehen warum sie sich in ihn "verliebt" hat.
🧡Ihre Mitbewohner*innen Ophelia und Eddy waren einfach nur großartig und haben ständig versucht Charlie aus ihrem dunklen Loch herauszuziehen. Ophelia habe ich als Charakter so geliebt. Sie war eine wunderbare Freundin.
Stück für Stück versucht Charlie ihre Vergangenheit zu verarbeiten.
🧡Dieser Roman gibt vielen Frauen ihre Stimme zurück, die jahrelang psychischen Missbrauch erleben mussten. Richard war eine wandelnde Red Flag und wurde von der Autorin zum Glück nicht romantisiert.
Einziger Kritikpunkt: Der hohe Alkohlkonsum der Figuren wurde kaum kritisch hinterfragt. In gefühlt jedem Kapitel haben die Charaktere Alkohol konsumiert.
🧡Von mir gibt es aber auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für alle, die zeitgenössische Literatur lieben und eine kritische Age Gap Geschichte lesen möchten.
🧡Lieblingszitate:
"Die Wände sind noch die alten, die Fenster und die Türen, dachte ich. Und irgendwo in ihnen wird etwas von Mum stecken, ihre Worte haben bestimmt irgendwelche Teilchen zum Schwingen gebracht und ganz leicht verschoben, und diese Winzigkeit ist immer noch da." (Seite 56)
"Wenn ich im Morgengrauen im Bus saß und das Kondenswasser von der Scheibe wischte, um hinauszusehen, eröffnete sich mir eine Welt voller Poesie." (Seite 68)
"Sie bestand darauf, dass ich einige ihrer Lieblingsbücher las, und ich fand Trost in diesen Geschichten von Frauen über Frauen." (Seite 401)
Einmal schon vorweg mein Fazit - der Roman 'Bittersüß', geschrieben von Hattie Williams, ist so gut und intensiv, ich hätte noch weiterlesen können.
Charlie ist Anfang 20 und arbeitet als Presseassistentin in einem renommierten Londoner Verlag.
Es ist definitiv ihr Traumjob und mit viel Engagement erarbeitet sie sich die Anerkennung ihrer Vorgesetzten Cecile und bekommt immer mehr Verantwortung übertragen.
Einen absoluten Fangirl-Moment hat Charlie, als sie auf den berühmten Autor Richard Aveling trifft.
Sie bewundert und schwärmt schon seit Jugendtagen für ihn und sein stetig steigendes Interesse an ihr lässt sie quasi schweben.
Der verheiratete und dazu noch 30 Jahre ältere Richard wickelt die junge Charlie um den Finger und eine Affäre, basierend auf psychischer Abhängigkeit, Machtmissbrauch und bittersüßen Momenten, beginnt.
Das Setting rund um das Verlagswesen hat mir sehr gut gefallen und lässt wahrscheinlich das Herz eines jeden Bookies höher schlagen.
Dieser starke und eindringlich geschriebene Roman aus Charlies Sicht lässt einen ganz tief eintauchen in ihre Gefühlswelt.
Entgegen einigen Meinungen empfand ich Charlie nicht als naiv, sondern als sehr authentisch beschrieben.
Ich finde, mit Anfang 20 ist es doch recht realistisch, dass man sich noch nicht zur Gänze gefunden hat und ein 30 Jahre älterer und voll im Leben stehender Mann einen durchaus stark beeinflussen kann.
Sie selbst sieht sich schon von Geburt an als nicht wie andere, mit einem Hang zum Düsteren.
Kein Wunder - dadurch, dass sie im Alter von 16 Jahren ihre Mutter verliert und auch andere negative Erfahrungen macht, trägt sie einige Traumata mit sich herum.
"Es war sehr niedlich, ihn so glücklich zu sehen, selbst für mich, die ich nichts spürte."
Auch diese toxische Beziehung sieht sie sehr realistisch, ist aber einfach nicht in der Lage auszubrechen.
Ich liebe alle Charaktere in dem Roman - Charlie mit ihren tollen Freunden Ophelia und Eddy, ihre Vorgesetzte Cecile, Charlies Familie, Finn etc. Und natürlich empfand ich große Abneigung Richard gegenüber.
Dieses Buch ist bitter, es bewertet zwar nicht, aber es erzählt, zeigt auf und tut weh.
Es beschönigt nicht, sondern lässt auch das Hässliche zu.
Auf der anderen Seite ist es süß, da es auch von schönen Momenten, wertvollen Freundschaften und unerwarteter Unterstützung voller Verständnis erzählt.
Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung, ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen.
Die junge Charlie (23Jahre) arbeitet in einem bekannten Verlag und lernt den erfolgreichen Autor Richard Aveling (53 Jahre) kennen. Es beginnt harmlos und endet in einer hinreißenden Affäre. Die Beziehung der beiden gestaltet sich eher toxisch, ist ist und bleibt die Affäre, er der erfolgreiche, bekannte, verheiratete Mann.
Wir durchleben mit Charlie eine wilde Zeit voller Hingabe, Heimlichkeiten und traurigen Abenden. Wir erleben eine junge Frau, die vieles über sich ergehen lässt und sich selbst noch gar nicht kennt. Sie kann weder eigene Grenzen abstecken, noch gut für sich sorgen. Zudem ist die depressiv, auch diese Krankheut spielt immer wieder eine Rolle. An vielen Stellen hatte ich das Gefühl Charlie schütteln zu wollen, ich war häufig wütend und erschrocken, wie wenig sie für sich einstehen kann. Das Ende fand ich hingegen eher etwas kitschig, ich hätte mir ein anderes gewünscht. Dennoch tut es dem Buch nichts ab: es bleibt ein ganz besonderes Debüt voller Emotionen und Gefühl! Lesenswert!
Charlie ist eine 24-jährige Assistentin in einem Verlag. Eines Tages lernt sie ihr Idol Richard kennen. Richard ist Autor und Mitte fünfzig. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Affäre mit fatalen Folgen.
„Bitter süß“ war für mich keine Liebe auf den ersten Blick. Die ersten Kapitel haben sich sehr gezogen und die Rückblicke in Charlies Vergangenheit fand ich persönlich etwas ermüdend. Dann jedoch kam Richard ins Spiel.
Man sagt ja immer, eine Autorin/ein Autor ist talentiert, wenn sie/er es schafft, Charaktere zu zeichnen, die man wirklich aus tiefsten Herzen hasst. Und meine Güte, mit jeder Seite habe ich Richard mehr gehasst. Es ging schon sehr früh damit los, als er Charlies Idee als seine eigene ausgab und es ging weiter und wurde schlimmer. Besonders als er Charlie erklärte, dass ein anderer Mann sie damals sexuell missbraucht hätte. Richard tut das selbst am laufenden Band. Und es war zeitweise wirklich schwer zu ertragen, wie er Charlie manipuliert, die blind in ihr verderben rennt. Charlie hat mich zum Ende hin allerdings auch wahnsinnig gemacht. Sie ist 24. Keine 16. Trotzdem verhält sie sich so unfassbar naiv und hat mehr als nur die rosarote Brille auf.
Ich habe bis zum Ende gehofft, dass sie sich von ihm los löst. Aber das tut sie eigentlich nie. Denn hätte sie seine letzte Mail rechtzeitig gelesen, wäre sie wieder bei ihm angekrochen gekommen!
Also das Buch ist definitiv hoch emotional. Es behandelt Themen wie sexuellen Missbrauch, Depressionen und Suizidgedanken, was man beim Lesen beachten sollte.
Der Schreibstil war sehr gut. Inhaltlich hat mich der Roman sehr an „Meine dunkle Vanessa“ erinnert. Im Vergleich fand ich den anderen Roman noch etwas besser als diesen.
Dennoch eine Leseempfehlung! (Für beide Romane ;-) )
Der Roman von Hattie Williams schafft es knapp 400 Seiten lang unangenehm, düster und frauenfeindlich zu sein. Man darf das jetzt aber auf gar keinen Fall falsch verstehen, der Transport dieser Gefühle ist unheimlich wichtig für die Charakterentwicklung unserer Hauptprotagonistin und die gelungene Auflösung der Geschichte.
Wir begleiten Charlie in einem recht jungen Lebensabschnitt, sie ist, wie mit Sicherheit viele junge Frauen auch heute noch, leicht zu manipulieren. Es benötigt lediglich einen Blender, der es schafft sie genug zu gaslighten. Ehrlich, ich hätte Charlie so gerne, so oft geschüttelt, damit sie aufwacht. Selten habe ich einen männlichen Protagonisten so wenig ausstehen können wie in diesem Fall. Aber all dies ist richtig und wichtig für die Entwicklung der Story.
Das Buch ist keine leichte Kost und man sollte sich durchaus bewusst sein, dass hier mehrere harte Themen verarbeitet werden. Ich mochte die Auseinandersetzung mit eben diesen zu großen Teilen. Unsere Prota war mir allerdings über weite Teile schon etwas zu naiv. Aber auch diese Entwicklung gehört zum Erwachsenwerden.
Ich habe das Buch fast in einer Sitzung gelesen, der Schreibstil ist toll, an manchen Stellen malerisch, an anderen fühlte man sich in einem ewigen Monolog gefangen. Alles in allem ein gutes Buch, dass noch eine Weile nachhallt.