
"Sinn schützt nicht vor dem Leid der Welt. Aber wer Sinn im eigenen Leben und Handeln sieht, kann anders mit dem Leid umgehen." Zum neuen Jahr möchte ich ein Sachbuch empfehlen, das ich zwischen den Jahren gelesen habe und mir ganz unverhofft sehr, sehr gut gefallen hat. "Sinn finden: Warum es gut ist, das Leben zu hinterfragen" von Tatjana Schnell und Kilian Trotier wurde mir vom Verlag unangefordert zugesendet, zunächst war ich skeptisch, weil ich Ratgeber nicht wirklich gerne lese und einen Text erwartet habe, der sich mit erhobenem Zeigefinger und platten Lebensweisheiten an mich richtet. Das Buch hat sich aber letztlich als wissenschaftlich fundiertes Sachbuch entpuppt, das bei mir gerade wegen der Mischung aus Fakten aus der Wissenschaft und erzählten Lebensmomenten punkten konnte. Tatjana Schnell ist Professorin für Existenzielle Psychologie an der MF Specialized University in Oslo und erforscht seit über 20 Jahren die Frage nach dem Sinn, Kilian Trotier arbeitet bei der Wochenzeitung "Die Zeit" und setzt sich dort journalistisch mit dem Sinn und den großen Fragen des Lebens auseinander. Ein perfektes Autor*innen-Duo für dieses Buch! Es geht in "Sinn finden: Warum es gut ist, das Leben zu hinterfragen" um Sinnquellen, Sinnkrisen und dem Weg zum eigenen Sinn im Leben, der ganz unterschiedlich und individuell ist, auch schmerzhaft sein, aber zu einem glücklicheren Leben führen kann. Das Buch hilft, sich selbst (besser) kennenzulernen, was den Grundstein dafür setzt, dass wir uns für andere und die Gemeinschaft einsetzen können. Tatjana Schnell und Kilian Trotier haben mir damit zum Ende meines Lesejahrs einen Überraschungs-Leseerfolg geschenkt, den ich gerne empfehlen möchte, vor allem als tollen Start in 2025!

