Blutflecken schrubben, Detektiv spielen und dann auch noch heiraten?
An sich hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Der historische Faden war überzeugend und bot einiges an Schwierigkeiten sowohl für unsere Hauptdarstellerin Cecilie als auch für politische Gegner des Systems und auch teilweise für die Polizei. Die Sprache fand ich toll! Dafür war der Stil, innerhalb eines Kapitels mehrfach von einer Perspektive zur nächsten zu springen, nicht nur gewöhnungsbedürftig sondern auch manchmal anstrengend. Ich habe mich in den ersten Kapiteln geistig besonders ranhalten müssen, nur durch eine Leerzeile, die beim Seitenwechsel oft nicht groß auffällt, den Perspektivenumsprung auf die Schnelle zu verarbeiten. Meine Erwartungen hatten sich nicht ganz erfüllt, ich hatte gehofft, es gibt mehr aus der Mörderperspektive. Stattdessen gab es viel Politisches, das mich persönlich weniger interessierte, aber auch einige schöne Momente zwischen Verliebten, was mich freute. Und jedes Mal, wenn Cecilie irgendeinen dummen Fehler beging, zog sich mein Herz zusammen, vor Scham und selten auch vor Mitleid. xD Sonst ist Cecilie nämlich eigentlich ein recht kluger Charakter. Die hinteren Kapitel, vielleicht das letzte Viertel oder doch sogar Drittel, in denen die große Verbrechenskette aufgelöst wird, sind dann sogar mal ziemlich spannend – bis dahin gibt es nicht viel Spannung im Verlauf. Das Ende führt so ziemlich alle losen Enden zusammen, manche ganz zufriedenstellend, andere weniger. Ich selbst finde es recht passend für diesen Roman. Was das über das Werk aussagt, dürft ihr selbst entscheiden! ;)



