27. Dez.
Rating:3

Eigentlich habe ich dieses Buch schon seit einer gefühlten Ewigkeit fertig gelesen. Genauer gesagt seit Sonntag. Aber bisher hat mir einfach die Zeit und die Motivation gefehlt, mich hinzusetzen und einfach mal zu schreiben. Also nütze ich doch einfach den momentanen Motivationsschub, den ich jetzt gerade habe und schreibe! Also: Los gehts!! Vom Start war ich total begeistert. Die ersten hundert Seiten las ich in einem Rutsch durch. Besonders spannend fand ich, dass der erste Tag so lange dauerte. Ich bekam sogar die Hoffnung, dass die Autorin es schaffen könnte, die Handlung eines ganzen Krimis, innerhalb eines Tages unterzubringen. War dann leider doch nicht so, aber die Überlegung ist doch wohl spannend! Wenn ein Autor oder eine Autorin, die das gewagt hat, das liest: Könntest du mir bitte ein Rezensionsexemplar davon anbieten? Bitte? Ich will wissen, ob das möglich ist! Ups, und schon bin ich weg vom Thema! Also, zurück zum Buch. Toni war mir ganz sympathisch. Sie war nicht die coolste oder spannendste Kommisarin, die ich je kennenlernen durfte, aber sie war...solide. Sie war einfach eine Hauptkommisarin, wie sie im Buche steht. Das Einzige, das ich für wirklich bemerkenswert hielt, war ihre Beziehung zu ihrem Freund Tom. Heißt der so? Ja, tut er, ich habe nachgeschaut. Die Beziehung war wirklich süß! Normalerweise habe ich oft das Gefühl, dass Beziehungen in Krimis nur Lückenfüller sind, aber hier war dem nicht so. Den Preis für die Figur mit dem besten Namen, geht übrigens an dieses Buch: Contutto. Dieser Name hat mich echt zum Lachen gebracht. Contutto, benannt nach seiner Lieblingspizza "mit allem", war Gott sei Dank eine der Hauptfiguren. Ich kam also alle paar Seiten in Genuss seines großartigen Namens. Mit der Handlung war ich nicht komplett zufrieden. Wie gesagt: Der Beginn war toll! Und der Mordfall war total spannend. Die Beweise deuteten so in eine Richtung, dass ich total Spaß dabei hatte, mitzufiebern. Und dann ermittelt die Kommissarin in eine komplett andere Richtung, weil ihr der nächstbeste Verschwörungstheoretiker einen Floh ins Ohr setzt. Das versetzte mir doch eher einen Stich. Lieber wären mir handfeste Beweise gewesen. Klar, am Ende ergibt alles Sinn und alles klärt sich auf, aber trotzdem. Ich hätte lieber klare Beweise gehabt, als ewige Alleingänge der Protagonistin, die die meiste Zeit ja dann doch nichts, außer Theorien hatte. Total schade! Mein Fazit? Einmal lesen schadet nicht. Ist ganz in Ordnung. Aber leider nicht mein nächstes Lieblingsbuch.

Gegen deinen Willen (Ein Toni-Stieglitz-Krimi 3)
Gegen deinen Willen (Ein Toni-Stieglitz-Krimi 3)by Manuela ObermeierUllstein Taschenbuch Verlag