2.5⭐️; der Klappentext klang SO gut… und dann hab ich mich ernsthaft gefragt, ob im umschlag das falsche Buch drin war?! 😅 Religiöser Wahn, sehr langweilig und ungreifbar geschrieben.
Leider durchwachsen
Kleine Sterne Korrektur nach zwei Tagen, aus den 2,5 Sternen sind 3,5 geworden Im Vergleich zu anderen Büchern erschien es mir nicht ganz fair, nur 2,5 zu geben. Zwar war ich vom Ende und einigen vagen Erzählsträngen enttäuscht, nichts desto trotz ist der Schreibstil einfach richtig gut und die Charaktere sehr gelungen, sowohl die liebenswerten als auch die fragwürdigen. Leider kann ich nur 2,5 Sterne geben Der Schreibstil war richtig gut, fesselnd, atmosphärisch, tolle, greifbare Charaktere, interessante Themen.... ABER Irgendwie zu viel auf einmal und zu wenig in sich abgeschlossen Ich musste sogar googeln, was das Ende bedeuten kann, weil ich das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben. Die Brüder sind so gut und liebenswert dargestellt, die streng katholische Mutter ebenso, der alte Priester mit seinen noch älteren Ansichten zum davonlaufen ekelhaft, der neue Priester mit seinen weltoffeneren Ansichten und seinem Humor sehr sympathisch.... Und doch alles in allem leider ein enttäuschtes Gefühl beim Beenden des Buches. Da wäre definitiv mehr drin gewesen. Manche Stränge blieben einfach recht offen, was gut sein kann, aber hier war es zu viel. Für meinen Geschmack. Was leider am bildlichsten und bedrückendsten hängen geblieben ist, sind zwei Szenen, in denen Tiere zu Schaden kommen. Sowas kann ich gar nicht gut vertragen. In einer Rezension habe ich gelesen, dass besonders die Beschreibung der Waschung und Totenwache des alten Priesters sehr gelungen und beeindruckend ist, dem kann ich nur zustimmen. Aus dieser Szene habe ich mir auch ein Zitat notiert: "Denn es war nun tatsächlich ein Leichnam und ganz und gar nicht mehr Father Wilfred. Der Tod war ein schlechter Zeichner, und sein Porträt war ihm ein wenig schief geraten, so dass es beinahe wie jemand Vertrautes aussah, während ihm doch das gewisse Etwas fehlte, das diese Person ausmachte. Wahrscheinlich wie bei einer Wachsfigur." (S284) Diese Szene habe ich gleich mehrmals hintereinander gelesen, weil sie mich sehr angesprochen hat. Egal wie gut eine Wachsfigur auch ist, es fehlt immer etwas. Das Menschliche. Das Echte. Die Seele? Als gläubiger Mensch könnte man das durchaus so erklären. Wer schon einmal einen toten Menschen gesehen hat, kann das auch bestätigen. Etwas fehlt. Möge es die Seele sein. Das wäre tröstlich. Auch für einen ungläubigen Menschen wie mich.

