5. Jan.
Rating:4

Klappentext: Die alleinerziehende Janie ist ratlos. Ihr vierjähriger Sohn Noah hat Albträume und erzählt von grausigen Dingen. Immer wieder jammert er, dass er zu seiner Mama will. Aber ist er das nicht? Nachdem die verzweifelte Mutter verschiedene Ärzte konsultiert hat, stößt sie beim Stöbern im Internet auf die Seite von Jerome Anderson, einem Psychologieprofessor, der das Phänomen der Wiedergeburt erforscht. In ihrer Not nimmt sie Kontakt zu ihm auf. Kann er Noah helfen? Und so machen sie sich mit nur wenigen Anhaltspunkten detektivisch auf die Suche nach dem Ort, dem Haus, der Familie, der Mutter, nach der Noah sich so sehr sehnt – und werden fündig. Meine Meinung: Die Buchidee ist groß klasse – ich glaube, jedes Kind in diesem Alter fängt an, über „andere Familien“ und von „dort war ich, bevor ich auf die Welt gekommen bin“ an zu sprechen. Bei meinem Sohn ging das mit knapp Jahren los, allerdings ohne Angst und die Behauptungen kann ich auch nicht überprüfen, sind doch die gegebenen Informationen zu vage. Jedenfalls ist die Geschichte um Janie und Noah sehr gut konstruiert. Die Kontaktaufnahme zu Jerome Anderson kann ich als Mutter gut nachvollziehen und als Naturwissenschaftlerin auch dessen Interesse am Fall. Als Leserin langweilen mich jedoch die eingestreuten Fälle des Professors, die mit der aktuellen Handlung gar nichts zu tun haben. Nach dem zweiten Fall habe ich übersprungen, den zweiten habe ich schon nur mehr quer gelesen. Für mich war dieses Element in der Geschichte sehr störend. Auch ein paar Stränge der Nebenhandlung hätte man weglassen können, um das Buch noch knackiger zu schreiben. Den Schreibstil finde ich sehr flüssig, die Sätze sind gut konstruiert um schnell lesen zu können und natürlich ist auch das „Kopfkino“ bei mir bereits nach wenigen Seiten angesprungen. Ich war mitten drin in der Geschichte. Bei der Bewertung des Buches bin ich hin und hergerissen, denn auch die Aufklärung und das Ende waren ganz großartig geschrieben und es blieb mir lange nach dem Lesen noch in Erinnerung. In Summe würde ich daher sagen: ziemlich gut, aber leider nicht top!

Noah will nach Hause
Noah will nach Hauseby Sharon GuskinUllstein Taschenbuch Verlag
1. Jan.
Rating:4

"Noah will nach Hause" behandelt ein spannendes und interessantes Thema – Wiedergeburt beziehungsweise Reinkarnation – , das Sharon Guskin emotional und mitreißend präsentiert. Ich war anfangs ein wenig skeptisch, ob mir das Buch gefallen würde, da Wiedergeburt in meinem Glauben nicht wirklich eine Rolle spielt, doch trotzdem hat es mich sehr nachdenklich gemacht. Wäre es nicht wunderschön, noch einmal Kontakt mit jemandem aufnehmen zu können, den man liebt? Einfach noch ein Mal sagen: Ich liebe und vermisse dich. Du warst ein wunderbarer Mensch, der mein Leben bereichert hat. Ich werde dich vermissen. Sharon Guskin hat die Geschichte einfach genial umgesetzt, da sie von vorne bis hinten mit den Gefühlen des Lesers spielt: Noahs herzzeißende Rufe nach seiner richtigen Mama, Janies Kampf, ob sie an all das glauben kann und inwieweit es sie und Noah verändern wird und Noahs "richtige" Mama Denise, die anfangs sehr ungläubig und verwirrt reagiert, sich aber dann doch nichts sehnlicher wünscht, als noch einmal mit ihrem Sohn sprechen und somit auch endlich die Ungewissheit loslassen zu können. Der Plot ist so tragisch und so mitreißend – eine perfekte und packende Geschichte über Trauer und Schmerz, aber auch Liebe und Glaube. Alle Seiten leiden und ich wusste auch gar nicht so recht, mit wem ich mehr mitfühlen sollte. Ich mochte auch deswegen die Charaktere sehr gerne, alle hin und her gerissen zwischen Trauer und Unglaube und auch einer Art von ... Erleichterung. Ich habe mich gefühlt wie in einer Geschichte, in der ich ebenfalls eine Rolle spiele, alles greifbar und so real. Noah, der nicht so wirklich weiß, wo er hingehört und den ich selbst gerne in den Arm genommen hätte, Janie, die so gerne helfen würde, der ich aber auch keinen Rat hätte geben können, Denise, die ihren Sohn Tommy in Noah wieder erkennt, Charlie (Noahs "Bruder"), der endlich Frieden mit sich selbst schließen kann und dann auch letzlich Anderson; das Bindeglied zwischen allem. Der, der ein Buch über Wiedergeburt schreibt und die Brücke zwischen den beiden Familien baut. Anderson blieb mir während des ganzen Buches ein wenig suspekt. Ich hatte mir von seiner Geschichte ein wenig mehr versprochen – ebenso von der Geschichte um Noahs Vater Jeff. Dessen Auftauchen wird im Prolog so betont und ausgearbeitet, dass ich an dieser Stelle einfach mehr erwartet habe. Was ist aus Jeff geworden? Was hätte er zu Noah gesagt? Wie hätte er Janie helfen können? Er kam mir schlicht und einfach zu kurz vor, war nicht präsent genug und für mich als Figur daher vollkommen überflüssig. Der Schreibstil macht "Noah will nach Hause" zu einem absoluten Pageturner. Ich konnte das Buch schnell durchlesen, einfach, weil Sharon Guskin sehr packend schreibt, mich emotional berührt und bewegt hat. Ich wollte so unbedingt wissen, wie es weitergeht und ob der kleine Noah seinen Frieden finden wird. Das Cover hat mich erst auf die Geschichte aufmerksam gemacht. Ich finde es wunderschön gestaltet; sehr süß und harmonisch. Fazit "Noah will nach Hause" ist eine packende und berührende Geschichte. Eine, in der jeder leidet, keiner weiß, was richtig und falsch ist. Eine, die von den Charakteren lebt und für mindestens eine Partei auch kein Happy End verspricht. Ein absolut empfehlenswertes Buch!

Noah will nach Hause
Noah will nach Hauseby Sharon GuskinUllstein Taschenbuch Verlag
3. Dez.
Rating:4

Spannende Geschichte

Ich fand die Geschichte insgesamt sehr interessant. Sie wurde mittendrin auch richtig spannend, sodass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Leider waren Stellen dabei, die das Buch unnötig in die Länge zogen, was es etwas schwierig gemacht hat weiterzulesen. Vor allem der Schluss wurde sehr in die Länge gezogen.

Noah will nach Hause
Noah will nach Hauseby Sharon GuskinUllstein Taschenbuch Verlag
28. Aug.
Rating:3

3,5 ⭐️ Eigentlich total interessantes Thema (auch wenn ich nicht daran glaube), aber irgendwie unauthentisch. Abgesehen davon, dass das Kind total nervig war, war die Reaktion der Familie fast nicht vorhanden. Da kommt wer und weiß Dinge, kann alles beweisen und die flippen nicht aus?? Idk

Noah will nach Hause
Noah will nach Hauseby Sharon GuskinUllstein Taschenbuch Verlag
7. Sept.
Rating:4

Ich glaube selbst nicht direkt an Wiedergeburt, aber ich finde das Thema unglaublich faszinierend und es können daraus sehr spannende Geschichten entstehen. Bei diesem Buch hatte ich ein wenig Angst, dass es zu religiös oder zu überzogen dargestellt wird, aber ich kann hier jeden, der ähnliche Ängste hat, beruhigen. Das Thema wird in "Noah will nach Hause" sehr interessant in die Geschichte verpackt und versucht dabei den Leser auch nicht zu belehren. Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven dargestellt und diese werden auf eine spannende Art und Weise verknüpft. Dabei ist natürlich die Geschichte von Janie und Noah am emotionalsten. Man fragt sie wie man selbst in so einer Situation reagieren würde und es schwirren einem unzählige Fragen durch den Kopf: wie soll man auf das Kind reagieren? Soll man es bestärken oder versuchen es ihm auszureden? Janie's schwierige Situation wird sehr gut und überzeugend dargestellt und ich mochte ihre Handlungsweise. Es gab für mich allerdings auch ein paar Längen und manchmal hätte ich mir ein wenig mehr Emotionen gewünscht. Vieles hatte trotz der sensiblen Thematik eine sehr sachliche Atmosphäre. Besonders interessant fand ich außerdem die realen Fälle, die immer wieder mal wieder eingestreut wurden. Das Thema ist einfach unglaublich faszinierend. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich hab das Buch an einem Tag gelesen.

Noah will nach Hause
Noah will nach Hauseby Sharon GuskinUllstein Taschenbuch Verlag