Ich stehe dem Buch sehr zwiegespalten gegenüber. Auf der einen Seite fand ich es spannend und wollte immer weiterlesen. Andererseits haben mich die Logikfehler und das Verhalten der Protagonisten zum Verzweifeln gebracht. Auch das Verhalten der Mutter des Täters machte mich echt aggressiv. Alles in allem war es aber ein unterhaltsames Buch.

Spannender Thriller um schwierige Familienverhältnisse
Oh man! Das war ja ein spannender Thriller. Wenn man einfach nicht den Anspruch hat, dass alles ganz real passiert sein kann. Natürlich sind die Figuren manchmal naiv dargestellt, die Handlung nicht immer stringend und überlegt, das Setting an sich schon speziell. Und doch schafft es, die Autorin sehr viel Spannung zu erzeugen und das von der ersten Seite an. Das Neben-Thema „ falsche Mutterliebe“ und ihre Folgen wurde besonders gut ausgearbeitet. Da konnte man sich schon vorstellen, dass sowas durchaus passieren kann, wenn eine Mutter die Augen vor der Realität verschließt und alles entschuldigt. Ich mochte auch sehr, dass die Geschichte immer wieder durch Einschübe aus der Vergangenheit oder anderen Perspektiven unterbrochen wurde und man so mit mehr Informationen auch tiefer in die Figuren hinein gefunden hat. Nur das Ende kam für mich viel zu plötzlich. Da hätten ein paar mehr Seiten nun auch nichts mehr ausgemacht und das Ende vielleicht noch spannender gemacht. Auf jeden Fall kann ich den Thriller für ein paar gute Lesestunden empfehlen.
Die Story fand ich unglaublich gut und fantastisch ausgearbeitet. Besonders die Hintergundgeschichte der Charaktere hat mir sehr gefallen. Der Schreibstil allerdings hat es für mich ein wenig kaputt gemacht. Auch die ( teilweise unrealistischen) Beschreibungen haben mich sehr gestört. Dennoch lesenswert.
"Night Falls" ist kein Highlight, bietet aber einige spannende und unterhalsame Lesestunden. Außerdem zeigt die Autorin auf sehr erschreckende Art, wohin blinde Mutterliebe führen kann. Jenny Milchmann lässt sehr interessante Charaktere auf ihre Leser los, einigen von ihnen möchte man lieber nicht begegnen.
Ja, das Buch war spannend, aber die Story war nichts neues. Sträflinge flüchten, besetzen ein Haus, versuchen alle Bewohner umzubringen. Spannend geschrieben, aber für den bekannten Plot nur drei Sterne.
Auf dieses Buch bin ich nur durch Zufall aufmerksam geworden, die meisten Stimmen waren positiv und es war sogar die Rede vom Thriller des Jahres. Das Cover überzeugte mich sofort, doch auch der Klappentext überzeugte mich völlig. Ich war gespannt was mich erwarten würde und stürzte mich ins Lesevergnügen. Ich habe diesen Thriller gerade beendet und musste mich einfach gleich an die Rezension setzten. Puh, was für ein Buch, noch immer schlägt mir das Herz bis zum Hals. Was die Autorin hier geschaffen hat ist wirklich einmalig und hat mich völlig geflasht. Endlich mal ein Thriller der völlig unvorhersehbar ist. Ich wusste nicht was mich auf der nächsten Seite erwarten würde und das macht dieses Buch so besonders. Sandy scheint das perfekte Leben zu haben, einen liebevollen Ehemann, eine wundervolle Tochter und ein Traumhaus, doch diese Fassade trügt. Denn Sandy versucht alles um ihre Vergangenheit geheim zu halten, fast wägt sie sich in Sicherheit. Doch dann schlägt die Vergangenheit erbarmungslos zu. Ihr Bruder dringt gewaltsam in ihr Haus ein und hat nur eins im Sinn, Sandys Leben zu zerstören und ihr alles zu nehmen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und flüssig zu lesen. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch verschlungen. Wenn man einmal mit dem lesen begonnen hat kann man nicht mehr aufhören, absolute Suchtgefahr. Erzählt wird das Buch aus verschiedenen Perspektiven die für ordentlich Spannung sorgten. Auch gab es immer wieder Rückblenden, so konnte ich Sandys als auch Nicks Vergangenheit unglaublich gut nachvollziehen. Was mir dabei ziemlich zu schaffen machte war Barbara, die Mutter von Nick, ich hätte sie am liebsten aus dem Buch gezerrt und einmal kräftig durchgeschüttelt. Ich meine wie kann eine Erwachsene Frau derart engstirnig sein und ihr Leben einzig und allein nach ihren Sohn richten? Egal was Nick tut er bekommt die stets Lob von ihr. Egal wie schlimm er reagiert sie steht ihn bei und tröstet ihn auch noch. Das aus diesem Jungen der keine Grenzen kennt nichts gutes werden kann bestätigt sich schon bald. Die Spannung baut sich langsam auf, zu Beginn lernte ich Sandy und ihr Familienleben kennen. Auch lernte ich Nick kennen der im Gefängnis sitzt. Wie die beiden miteinander verknüpft sind ahnte ich da noch nicht. Die Charaktere sind authentisch und vielschichtig gezeichnet. Die Handlung ist erschreckend, spannungsgeladen und nervenaufreibend. Puh, selten konnte mich ein Thriller derart an die Seiten fesselnd. Noch immer bin ich völlig geflasht. Dieses Buch wird zu recht als Thriller des Jahres betitelt. Spannungsgeladen von der ersten bis zur letzten Seite, nervenaufreibende Wendungen sorgten für zusätzliche Spannung. Ich für meinen Teil bin völlig begeistert. Und kann dieses Buch völlig uneingeschränkt Empfehlen. Gerade Leser des Genres werden mit diesem Buch bestens bedient! Fazit: Mit "Night Falls - Du kannst dich nicht verstecken" ist der Autorin ein spannungsgeladener und atemberaubender Thriller voller Nervenkitzel gelungen der mich bestens unterhalten konnte. Natürlich bekommt ein solches Buch die volle Punktzahl von mir!
3 Sterne aufgerundet, mehr ist für mich nicht drin. Das größte Problem waren wohl die Figuren, mit denen ich einfach nicht warm werden konnte. Sogar Sandy und Ivy, die ja die diejenigen waren, für die man Sympathie empfinden sollte, konnten mich nicht wirklich erreichen ... Einziges Highlight waren für mich die Kapitel aus der Vergangenheit, die ein wenig den Hintergrund beleuchteten. Die Bezeichnung "Thriller" verdienen eigentlich nur sie, denn mit dem Wissen, was in der Gegenwart passieren wird, hatte ich permanent das Gefühl, dass die Mutter es kommen sehen hätte können, wenn sie bloß nicht so verbohrt gewesen wäre. Fazit: Ein Buch, was man lesen kann, aber nicht muss. Dafür, dass dieses Buch seinerzeit so gelobt wurde, löst es in meinen Augen nicht ein, was es verspricht. Um es ganz direkt zu sagen: Es gibt deutlich bessere Thriller als dieses Buch ...
Die beschriebene Situation verspricht gemütliche Leseabende voller Thrillerspannung: 1.) Ein einsam gelegenes Haus. durch einen Schneesturm noch unerbittlicher von der Außenwelt abgeschnitten. 2.) Zwei entflohene Strafgefangene, der eine ein tumber Riese, der andere ein eiskalter Psychopath. 3.) Vater, Mutter und Teenagertochter, die den beiden wehrlos ausgeliefert sind. Und die Lage spitzt sich von Minute zu Minute mehr zu.... Das klingt vielleicht nicht nach etwas weltbewegend Neuem, aber dennoch nach den perfekten Zutaten für einen soliden psychologischen Thriller. Tatsächlich bringt die Autorin auch durchaus spannende Ideen ein und legt von Anfang an ein gutes Tempo vor! Leider ging die Rechnung für mich trotzdem nicht vollständig auf, sondern hinterließ bei mir einen zarten Beigeschmack der Enttäuschung. Die Geschichte spielt sich auf zwei Zeitebenen ab: einerseits die albtraumhaften Geschehnisse in der Gegenwart, andererseits die Kindheit des Psychopathen Nick in den 70er Jahren. Gerade diese Rückblicke fand ich anfangs sehr interessant, denn ich war sehr gespannt darauf, wie die Autorin das zunehmend absurde Verhalten von Mutter und Sohn begründen würde - leider konnte mich die Erklärung dann jedoch nicht komplett überzeugen. Was mich schon nach wenigen Kapiteln immer mehr störte (auf beiden Zeitebenen), waren vor allem die in meinen Augen maßlosen Übertreibungen. Zum Beispiel wird Harlan, der dumme, aber gutmütige Sträfling, als geradezu grotesk riesig beschrieben: so wird an einer Stelle gesagt, dass die 15-jährige Ivy ihm nur bis zum Bauchnabel reicht! Die kann sich später im Buch übrigens an einer Hauswand festhalten, in dem sie ihre Fingernägel in die Holzfassade krallt. Es gibt außerdem Charaktere, die anscheinend literweise Blut verlieren können, ohne zu sterben - und vieles mehr. Auch das Verhalten der Hauptfiguren erschien mir oft unglaubwürdig. Ja, es ist eine Extremsituation, und in Extremsituationen tun Menschen unlogische Dinge, aber dennoch war es mir oft einfach zu weit hergeholt. (Leider kann ich hier kein Beispiel bringen, ohne schon zu viel zu verraten.) Dadurch fiel es mir auch immer schwerer, mit ihnen mitzufühlen und mitzufiebern, und das nahm mir wiederum viel der Spannung, obwohl das Buch wirklich sehr temporeich erzählt wird und auch viel Action zu bieten hat. Ja, ich habe mich von dem Buch durchaus irgendwie unterhalten gefühlt, und ich hatte es trotz aller Vorbehalte auch schnell durch. Man kann es meines Erachtens ganz gut lesen, aber es ist einfach kein Muss und ich vermute, dass es mir auch nicht lange im Gedächtnis bleiben wird. Das ist natürlich alles Geschmacksache, aber auf mich wirkte die Geschichte wie ein Actionfilm, bei dem man besser nicht zu genau darauf achten sollte, ob auch alles realistisch ist - und darauf lege ich bei einem Thriller einfach Wert. Die Charaktere fand ich von ihren Anlagen her an sich alle interessant. Sie haben viel Potential, bleiben aber meiner Meinung nach in ihrem Verhalten doch oft zu flach, um wirklich authentisch, lebendig und glaubhaft zu wirken. Das ist aber wirklich nur eine Gratwanderung: ich hatte oft das Gefühl, dass nur ein winzig kleiner Schritt fehlte, um aus einem interessanten Klischee einen echten Menschen zu machen. Auch der Schreibstil war für mich so eine Gratwanderung: er liest sich flüssig, er vermittelt gekonnt Atmosphäre und ein Gefühl der Dringlichkeit und Gefahr, aber die Metaphern und Bilder sind oft sehr weit hergeholt und rissen mich eher aus dem Lesefluss heraus. Ich habe nichts gegen detailverliebte Schreibstile, aber wenn die Details zu zahlreich werden und sich immer wieder überbieten, dann stumpft die Wirkung meines Empfindens irgendwann ab. Fazit: Von der Grundidee und den wichtigsten Charakteren her hätte "Night Falls" in meinen Augen das Potential für einen nervenzerfetzenden Thriller gehabt, wird diesem Potential aber leider nicht vollkommen gerecht. Viele Geschehnisse fand ich nicht glaubwürdig, und auch das Verhalten der Charaktere war für mich nicht immer schlüssig. Ich hatte oft das Gefühl, dass das Buch versucht, zu viel zu sein, immer noch schneller, noch grausamer, noch überraschender, und dass das gerade durch diese Übersteigerung irgendwann nicht mehr funktioniert.







