Unglaublich schöne Sprache.
5 ⭐️; ich hab wortwörtlich jeden Satz im Buch geliebt. Ich fand den Text reine Poesie. Auch die Geschichte ist für mich einzigartig. Ich freue mich auf den Re-Read. Eines der wenigen dauerhaften Bücher in meinem Regal.
Ungewöhnlich auf ganzer Linie
Frida lebt mit Robert zusammen, in dem sie einen Ruhepol gefunden hat, jedoch eine alltägliche Beziehung lebt, die sie langweilt. Von Beruf ist sie Geräuschemacherin und bekommt von einem jungen Regisseur den Auftrag für seinen in Japan gedrehten, apokalyptischen Film, dessen Tonspur abhandengekommen ist, alle Geräusche zu rekonstruieren. Um die authentischen Geräusche zu finden, reist sie nach Kyoto und trifft dort auf den jungen Takeshi, der ihre innere Welt zum Beben bringt. Doch auch in der äußeren Welt ereignet sich ein schweres Beben, das in Kettenreaktion erst einen Tsunami und dadurch dann die atomare Fukushima – Katastrophe auslöst. Lucy Frickes Schreibstil ist so direkt und entblößend, als wäre sie selbst Geräuschemacherin und ich erfasse als Leserin die Worte mit Vertonung. Die Apokalypse des Films spiegelt sich in den realen apokalyptischen Ereignissen, das ist beklemmend, zumal die Protagonistin Frida oft Antworten schuldig bleibt und in Sprachlosigkeit feststeckt. Die ruhige Sprache im Kontrast zu dem belastenden Thema ist wunderbar. Die Beziehungsprobleme waren mir zu verworren und insgesamt die Probleme irgendwo tief zwischen den Zeilen vergraben und nicht aufgedeckt, lediglich durch Symbolik offenbart. Fazit: Thema und Sprache sehr gut, die Sprachlosigkeit und fehlenden Entscheidungen der Protagonistin teilweise nicht nachvollziehbar.
Lucy Fricke kommt von der Geräuschemacherin Friday in ihrer eigenen,abgekapselten Welt über einen Job nach Japan zur Fukushimatragödie. Ich hätte sowohl das Berufsthema als auch Japan spannend gefunden, aber leider versinkt alles in unglaubwürdigen konstruierten Beziehungsthemen. Schade Zuwenig rausgeholt.

Ein Buch, das ganz merkwürdige Emotionen freisetzt
Mein erstes Buch von Lucy Fricke und irgendwie hat es mich gleich von den Füßen geholt. Die Protagonistin ist Geräuschemacherin und fliegt aus beruflichen Gründen nach Japan - einen Tag vor der Atomkatastroohe von Fukushima... Dass das ein intensives Leseerlebnis wird, hätte mir schon beim Lesen des "Waschzettels" klar sein können, dass ihre persönlichen Erlebnisse mich so weit im Innersten anrühren (ohne dass ich etwas offensichtliches mit der Protagonistin gemein habe) kam unerwartet. Ich habe das Buch atemlos und getrieben gelesen. Das Ende lässt mich sehr bewegt zurück - sollte man lesen!








