Die Kinder der Luftbrücke von Juliana Weinberg Eine Liebesgeschichte in schweren Zeiten, die Tragik und Romantik vereint.
Die Geschichte setzt 1948 in Westberlin an, 3 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, die Stadt zerbombt, viele Männer/Väter gefallen oder noch vermisst, Lebensmittel und Dinge des täglichen Gebrauchs sind knapp und nur mit rationierten Lebensmittelmarken erhältlich und Familien leben beengt in reparaturfälligen Wohnungen. Als aufgrund der Währungsreform der westlichen Alliierten die sowjetischen Besatzer die Verkehrswege blockierten und die Stromzufuhr einstellten, war die Verzweiflung unter den Westberlinern groß sie sahen sich dem sicheren Hungertod geweiht. Doch Bürgermeister Ernst Reuter und die westlichen Alliierten wagten die hochkomplizierte, logistische Herausforderung einer Errichtung einer Luftbrücke. In diesem Szenario kämpft Nora, die Mutter zweier Kinder, deren Mann seit 5 Jahren als vermisst gilt und sich mit ihrer Mutter und Schwester eine Wohnung teilt, um ihrer aller Überleben. Glücklicherweise findet sie im Flughafen Tempelhof bei der Air Force eine Stelle als Übersetzerin. Dort lernt sie auch den Piloten Matthew kennen und verliebt sich in ihn. Aber kann sie diese Liebe zulassen, obwohl sie noch als verheiratet gilt und ihre Tochter eine neue Liebe für die Mutter strikt ablehnt? Die Autorin hat durch das Zusammenfließen der fiktiven Liebesgeschichte mit geschichtlichen Hintergründen einen tollen, interessant und informativen Roman erschaffen, der mich selbst immer wieder googeln ließ, um tiefere Informationen zu Personen oder Ereignissen zu bekommen. Richtig toll fand ich, dass ich auch einiges erfahren habe, das man zwar kennt aber nicht weiß weshalb es so heißt, wie z.B. der Rosinenbomber. Außerdem war mir auch nicht bewusst, dass die Luftbrücke fast ein Jahr Bestand hatte. Ich fand das Buch wirklich spannend, emotional, teilweise aufwühlend aber durch die Romantik nie wirklich bedrückend. Eine toller Roman, der gelesen werden will. Auch um die Schrecken und deren Konsequenz nicht zu vergessen.


















