An sich ganz gut, aber. Wie immer ein großes Aber, habe ich wohl momentan einfach zu viel Literatur in diese Richtung gelesen, dass es ab einem gewissen Punkt die Intensität verlor. Das Buch behandelt ein sehr ernstes und äußerst wichtiges Thema. Auch wenn der Thriller 2020 erschienen ist, könnte er nicht aktueller sein. Klimawandel oder wie es vor der Verharmlosung hieß: Klimakatastrophe. Genau auf solch ein beschriebenes Szenario könnten wir alle zusteuern. Das Buch hatte einen recht holprigen Start, fing sich in der Mitte recht gut ab, nur um mit einem Ende um die Ecke zu kommen, welches mir persönlich zu fahl war und unzufrieden zurückließ. Die Menge an Schauplätze und Personen waren überladen. Man hätte gut ein Drittel der Leute einfach weg lassen könne und wäre auf das gleiche Ergebnis gekommen. Der Perspektivenwechsel war an der ein oder anderen Stelle mehr störend als spannungserzeugend. Einige Handlungsstränge erschlossen sich mir nicht. Außerdem habe ich ab und an überlegt, ob der Autor ein auf George R. R. Martin tut. Uns wird vor Augen geführt, wie übelerregend Gierig ein kleiner Prozentsatz der Menschen ist. Ich könnte glatt kotzen, wenn man bedenkt, wie Realitätsnah die Handlungen unserer fiktiven Superreichen ist und wie skrupellos sie im echten Leben sind. Keiner schreckt davor zurück, mit möglichen Kollateralschäden zu rechnen. Nichtsdestotrotz wird man hier angeregt, sich gedanklich mehr mit der Thematik des Klimawandels auseinanderzusetzen und Leelas Beweggründe zu verstehen.
⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne
Ein wirklich gelungener Thriller mit wichtigen Themen rund um den Klimawandel. Anfangs hatte ich nicht erwartet, wie tiefgehend und vielschichtig die Geschichte sein würde. Der Autor präsentiert eine breite Palette von Perspektiven und Blickwinkeln. Die Charaktere handeln auf eine Weise, die erschreckend realistisch wirkt und das hat die Geschichte noch fesselnder gemacht. Die Geschichte regt in Bezug auf die drängenden Umweltprobleme unserer Zeit definitiv zum Nachdenken an.
Einfach fesselnd und krass.
"2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt" ist ein Buch, auf das ich schon lange sehnsüchtig gewartet habe und welches ich unbedingt lesen wollte. Daher habe ich direkt mit dem Buch begonnen, nachdem es bei mir eingezogen ist. Es ist das Jahr 2030 und überall auf der Welt häufen sich die Naturkatastophen, aber noch immer tun zu viele Regierungen und Großunternehmen nichts gegen den Klimawandel. Leela sagt diesen den Kampf an. Das Buch behandelt eine sehr spannende Thematik und die beschriebenen Naturkatastrophen sind sehr eindringlich und regen zum Nachdenken an. Dennoch wurde die Thematik leider nicht so spannend verpackt. Es gibt sehr viele Schauplätze und sehr viele Personen, auch wenn diese am Ende alle irgendwie zusammenlaufen, habe ich mich öfter gefragt, ob die eine oder andere Perspektive wirklich notwendig war. Für mich hat sich die Handlung dadurch leider sehr in die Länge gezogen und auch die Spannung wurde immer wieder ausgebremst. Zudem fehlte mir in der Geschichte oftmals ein roter Faden und ich habe mich oft gefragt, wo die Geschichte hin will und was sie mir erzählen will. Leela ist prinzipiell ein interessanter Charakter und ich konnte auch ihre Beweggründe verstehen, aber dennoch ist sie mir dennoch fremd geblieben und ich ich konnte nicht so richtig mit ihr mitfiebern. Die Thematik schafft es den Leser definitiv aufzurütteln und sich den einen oder anderen Gedanken über den Klimawandel zu machen, aber dennoch konnte mich die Geschichte nicht völlig überzeugen und meine Erwartungen an das Buch wurden leider nicht erfüllt.





