Wow. Hinterlässt mich sprachlos. Brutal ehrlich , nichts verschönend. Super geschrieben und in einem Rutsch durchgelesen.
Hat mich gut erwischt in einer bestimmten Lebensphase. Krasser neuer Ton. Kein anderes konnte für mich bisher so die Orientierungslosigkeit und den gleichzeitigen Willen von Millenials so einfangen wie Kathrin Weßling!
Super und dir ? WOW dieses Buch hat mich irgendwie getroffen weil es so ehrlich ist und es dadurch so persönlich macht.
Dieses Buch hat mich so getroffen und passt so zu der aktuellen Zeit. Mach aus Facebook Instagram und es könnte heute spielen… Marlene ist Anfang 30 und von außen läuft alles perfekt, sie teilt es und postet es und mit ein paar Likes glaubt man es auch fast… Doch in Wirklichkeit kämpft sie mit ihrer Biographie und den gesellschaftlichen Druck.. alles muss super sein. Bis hier hin, konnte ich jeden Gedanken und jedes Gefühl nachempfinden. Marlene nutzt Drogen um mit dem Druck umzugehen und sich auch gut zu fühlen, man schreit sie geradezu an Hilfe zu rufen sich zu öffnen und ehrlich zu sein….
Nerv der heutigen Zeit..
Dieses Buch trifft den Nerv der heutigen Zeit. Die Schnelllebigkeit, den Druck der auf uns Menschen ausgeübt wird, den Druck den wir uns selbst machen, die Einsamkeit. Das Buch zeigt auf wie sehr wir uns selbst manchmal missachten, weil man einfach immer weiter macht. Wie sehr wir uns selbst manchmal belügen, weil eben nicht alles okay ist. Hinzu kommen die sozialen Netzwerke die oftmals eine Welt aufzeigen, die es so nicht gibt. Da ist Perfektion und Schönheit aber vor allem Schönwetter. Aber es ist nicht immer nur Sonnenschein. Sondern auch mal Gewitter und Sturm. Und wir sollten auch mal nach außen tragen, wenn eben nicht alles nur super ist. Auch wenn die wenigsten damit umgehen können. Aber vielleicht.. vielleicht gerade deswegen, weil es immer unterdrückt wird. Weil es tabuisiert wird zu sagen: „hey, mir geht’s echt scheisse!“ Leseempfehlung!❤️
Fand es eigentlich gut aber das Ende?!!
Am Anfang konnt ich direkt neurodivergenz erkennen. Fand das an sich auch spannend. Aber irgendwie... Fehlte es an tiefe. Es drehte sich im Kreis. Es kam nicht mehr viel neues & dann das Ende.. wtf So offen, kein Abschluss. Das hat mich echt genervt..
Sehr lesenswert!
Sehr lesenswert: Die Geschichte der jungen Marlene Beckmann und ihrem tollen Leben, das sich im Laufe der Zeit ins Gegenteil verkehrt. Als Social Media Managerin arbeitet sie 50, 60, 70 Stunden pro Woche, ständig am Limit, volles Tempo, voll aus Speed. Wie schnell ein Leben aus den Fugen geraten kann. Sie fordert Raum (ein Zimmer) und finanzielle Unabhängigkeit (500 Pfund im Jahr), damit Frauen ihr intellektuelles und kreatives Potenzial ungestört entfalten können: In «A Room of One‘s Own» kritisiert Virgina Woolf in ihrem bald hundertjährigen Must Read die gesellschaftlichen und familiären Ketten, in denen die Frauen liegen. Ein absolut lesenswertes Meisterwerk, das interessanterweise klarstellt: «Die Geschichte des Widerstands der Männer gegen die Emanzipation der Frauen ist vielleicht interessanter als die Geschichte dieser Emanzipation selbst.» Oder auch (über Jane Austen und Emily Brontë): «Sie schrieben, wie Frauen schreiben, nicht wie Männer es tun.» Kathrin Wessling schreibt in «Super, und dir?» wie eine Frau schreibt - und zwar über eine Frau, die ihr Potenzial ausschöpfen kann. Die Geschichte der jungen Marlene Beckmann und ihrem tollen Leben, das sich im Laufe der Zeit ins Gegenteil verkehrt. Als Social Media Managerin arbeitet sie 50, 60, 70 Stunden pro Woche, ständig am Limit, volles Tempo, voll auf Speed. Wie schnell ein Leben aus den Fugen geraten kann, wenn es nicht um Fesseln liegt: gnadenlos. Alles ist messbar und Frauen werden ersetzbar. Zwei Bücher, ein Kontrast: absolut lesenswert, beides, unmittelbar nacheinander. 👍👍👍👍👍
Geschichte über Drogenmissbrauch mit Luft nach oben
Marlene Beckmann ist Social-Media-Managerin. Ihr Leben ist super-oder? Toller Job, Partys, viele Freunde (oder doch nur Follower?) und alles ist total toll. Nur dass die Grenzen zwischen Job und Privatem immer mehr verschwimmen, die Beziehung darunter leidet, die Partydrogen immer mehr in den Alltag gleiten und Marlene sich immer ausgehöhlter fühlt. Die Story fand ich an sich sehr gut, allerdings oberflächlich und bei Marlene hätte ich mir eine größere Chatakterentwicklung gewünscht. So blieb vieles nur an der Oberfläche. Schade!
Nicht ganz einfach, um nicht zu sagen: "Schwere Kost"
Fake it till you make it - or die tryin'.
Marlene kann nicht mehr und Marlene will auch nicht mehr. Aber nach außen gibt sie sich lässig, ihr geht es immer "super, und dir?". Vollkommen ausgebrannt, innerlich leer, nur noch am Funktionieren, im ständigen Versuch, den Erwartungen anderer gerecht zu werden und vergangenes Trauma zu verarbeiten - Burnout und Lebenskrise mit Anfang 30. Der Traumjob doch nur das Portal zum Wahnsinn. Alle Träume sind geplatzt. "Ich lasse nicht zu, dass du in tausend Stücke zerspringst, ich halte dich zusammen mit meinen beiden Armen, ich passe auf, dass du nicht einfach auseinander fällst." (S. 162) Genau diesen emotionalen Superkleber bräuchte Marlene, die Protagonistin und Ich-Erzählerin. Sie findet ihn allerdings weder in Familie und Partnerschaft noch im Freundeskreis. Ihr Superkleber ist der Drogencocktail und das ständige Lügenkonstrukt: alles ist super, ich hab alles im Griff. Sex, drugs and rock and roll. Für jedes Problem gibt's den entsprechenden Rausch. Dass das nicht auf Dauer gut gehen kann, ist klar. Beim Lesen will man ihr zurufen, "Marlene, wach auf! Hol dir Hilfe! Lass dir nicht alles gefallen! Such dir neue, echte Freunde!" Und der große Knall kommt. Und dann kommt er richtig und Marlene realisiert, es ist Schluss mit "super". Das Ende lädt zum Nachdenken ein. Mit den zahlreichen, teils immer gleichen, Drogenexzessen konnte ich eher wenig anfangen und empfand sie als zu überzogen. Die Zeitsprünge in der Erzählung erschwerten manchnal den Lesefluss. Trotzdem insgesamt eine Leseempfehlung und Anleitung zum Nicht-Nachmachen für alle ehrgeizigen Millenials und solche die es werden wollten.
Düsterer als erwartet, das Ende lässt für mich zu viel offen. Es ist aber mal was anderes und lesenswert 😊
„Ich weiß immer noch nicht, wann sich jeder Tag plötzlich nicht mehr wie jeder Tag, sondern plötzlich so kompliziert angefühlt hat. Ich weiß nicht, wann das angefangen hat, dass sich überhaupt alles so furchtbar kompliziert anfühlt und Jahre wie verschwunden und Tage wie Ewigkeiten geworden sind.“
20-something-"Literatur".
Dieses Buch tut weh.
Und das nicht zu wenig. Ich habe mich in gewisser Weise ertappt gefühlt - und das gefällt mir gar nicht. Wir, die Millenials, müssen uns immerzu beweisen und gehen dabei in Flammen auf. Hier erlebt die Leserschaft eine Achterbahnfahrt nach unten, immer weiter hinab mit ungewissem Ausgang. Und vor allem ohne Erlösung. Vor jeder neuen Seite hofft man auf Besserung und wird enttäuscht. Die Fallhöhe ist hoch und das erlebt man hier ungeschont und unbeschönt. Dieses Buch tut weh und das muss es auch.
Richtig gut
Krass. Gut geschrieben… lässt mich jetzt aber etwas überrumpelt zurück…
3,5* Ich habe etwas ganz anderes von diesem Buch erwartet. Da wurde ich etwas enttäuscht. Es waren ein paar Gesellschaftskritische Aspekte dabei gewesen aber für meinen Geschmack zu wenige. Es ging dann zu sehr um andere Dinge, die mir etwas den Spaß genommen haben. Aber an sich ein recht gutes Buch, was man gut nebenher mal lesen kann.
Das Buch gibt einen intensiven Einblick in eine Welt voller Schein, Perfektionismus und Fassade. Das Ende kam für mich abrupt. Einerseits lässt es so viel Raum für Fantasie andererseits lässt es ein Gefühl davon zurück, das Buch mitten drin beendet zu haben.
Starke Message!
Ich habe die ersten paar Seiten gelesen und mir gedacht WTF. Eine tragische sehr negative Story die aber wiederum sehr realitätsnah ist (traurigerweise). Mich hat Marlene echt genervt da sie so manches Mal einfach so dumme Sachen macht. Ein kleiner Teil von mir hat gehofft das sie es aus ihrem Strudel von zu vielen Gedanken und Arbeit herausschafft aber vergebens. Da mich das Buch dann so weit heruntergezogen hatte und ich auch kein Spaß mehr hatte es zu lesen, hab ich es im Endeffekt abgebrochen. Dennoch ist mir durch das Buch klar geworden, das man viel zu schnell sagt „super und dir?" oder „gut und dir?". Um ehrlich zu sich selbst zu sein es stimmt bevor man sagt hey mir gehts schlecht sagt man lieber „gut" um weiter fragen zu vermeiden oder weil man keinen zur Last fallen möchte mit seinen Problemen. Daher man Fazit: Kein Buch für meinen Geschmack aber dennoch mit einer Kräftigen Aussage. Wenn es euch nicht gut geht, sagt es und sagt nicht nur „super und dir?". Manchmal hilft es schon es einfach laut auszusprechen bevor man es in sich hineinfrisst und dann daran zugrunde geht.
Wow
Das war mal ein intensives Buch. Es thematisiert genau die Probleme der heutigen Gesellschaft, mit denen sich jeder irgendwo identifizieren kann. Der Zwang eines Studiums, der Druck das was man macht zu lieben und dabei erfolgreich und, insbesondere, immer glücklich zu sein. Doch was, wenn das Leben welches die Gesellschaft vorschreibt und anerkennt, einen nicht glücklich macht? Genau das, den Abgrund der sich so schnell auftun kann, beschreibt die Autorin sensationell. Trotz der schweren Thematik liest sich das Buch sehr gut. Zwischendurch werden große Zeitsprünge gemacht, die mich etwas irritiert und den Lesefluss gestört haben. Dennoch ein wirklich schönes Buch, welches ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann!
31 jährige Marlene Beckmann hat „alles“, ist trotzdem unzufrieden. nach außen, im job, beziehung, freundschaft& social media, stellt sie alles toll da, aber sie zerbricht an sucht und verzweiflung. realitätscheck!
Puh, ich weiß wirklich nicht, wie ich dieses Buch finden soll... Sehr intensiv! Marlene hat mich so genervt, dass ich mehrmals überlegt habe, das Buch abzubrechen. Aber vermutlich habe ich einfach gehofft, dass sie aus dem Strudel aus Drogen und zu viel Arbeit wieder herausfindet und es ein happy end gibt. Aber leider... Mehrmals wollt ich Marlene einfach nur schütteln, was sie da eigentlich so Dummes treibt und warum. Was aber nach der Lektüre bleibt: ich merke selbst, dass ich viel zu oft auf die Frage, wie es mir gehe, einfach nur mir "Super, und dir?" antworte, obwohl das gar nicht immer stimmt...
Den Anfang fand ich vielversprechend und die Hauptfigur Marlene direkt interessant. Leider hat mein Lesevergnügen im Laufe des Romans stark nachgelassen. Marlene wird 31, alle beglückwünschen sie, sie feiert mit Freunden, aber eigentlich hat sie ihr Leben überhaupt nicht im Griff. Kathrin Weßling gelingt es, eine nach Perfektion strebende, junge Frau darzustellen, die ihre Abgründe erfolgreich vor ihrem Umfeld verbirgt. Die ganze äußere Fassade ist meiner Meinung nach überzeugend abgebildet. Es ist schmerzhaft, wenn Marlene permanent nach außen hin versichert, wie gut es ihr doch gehe. Einfach weil es das muss und das die Erwartungshaltung der Gesellschaft ist. Allerdings konnten mich die Passagen, die Marlenes Abgründe zeigen, nicht wirklich überzeugen. Leider kann ich nicht ganz genau greifen, was mich gestört hat. Vielleicht dass hier Marlenes Emotionen weniger glaubhaft sind? Vielleicht dass es keine stilistische Variation gibt, sondern alles genauso nüchtern beschrieben wird? Jedenfalls fand ich den Roman inhaltlich interessant, aber packen konnte er mich nicht.

Nun ja...
Marlene Beckmann ist mittendrin im Leben, wie das ihrer Generation entspricht. Erfolgreich im Social Media Marketing eines großen Unternehmen, liiert mit mit einem lieben Partner, 100 und einen Freund und 5 mal so viele Facebbok-Kontakte. Nur einen Sinn im Leben hat sie leider nicht und das quält sie. Und es quält auch den Leser weit über viele Maße. Es gab schon Sätze in diesem interessant geschriebenen Buch, die mir einen ganz eigenen Ouch-Moment beschert haben, aber insgesamt schien mir die Story irgendwie lapidar (definitiv sind Kindheitstrauma, Lebensleere, Depression und Drogensucht NICHT lapidar - aber mir fehlte Kontext um das zu fühlen). Vielleicht bin ich mit +10 Jahren auch zu weit von der beschriebenen Generation entfernt. Kann man lesen, macht aber nicht glücklich und auch nicht schlauer bezüglich dieser jungen, verlorenen Menschen. PS: Ein so verfassten Buch braucht meiner Meinung nach einen Triggerhinweis bezüglich Drogenkonsum. Das nicht mal der Waschzettel darauf verweist, dass es hier auch intensiv um Substanzenmissbrauch mit expliziten Anwendungsbeschreibungen geht, ist ein Versäumnis des Verlags, den ich ihm übelnehme.
That was intense!
Ich mochte den sehr besonderen aber dennoch subtilen Erzählstil richtig gern. Die Geschichte ist schon nicht ohne aber ich würde trotzdem empfehlen, es mit möglichst wenigen Unterbrechungen zu lesen, um sich der Sogwirkung voll hinzugeben.
Ich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite hat mich der Schreibstil absolut gepackt und das Buch habe ich verschlungen und werde mir die anderen Bücher der Autorin mal anschauen. Es gab außerdem so viele Momente, in denen ich mich / unsere Generation so gut erkannt habe, wie bisher sehr sehr selten. Auf der anderen Seite hätte ich gerne mehr alltägliche Gesellschaftskritik gehabt, weniger von der Drogenthematik (für die eine Triggerwarnung zu Beginn des Buches vermutlich auch ganz gut wäre...). Die Entwicklung hat dadurch eine vollkommen andere Wirkung und es kommt von ganz alleine die Frage auf, wie sehr sich die Umstände wie beeinflussen.
Der Klappentext weist leider gar nicht darauf hin, dass es neben Überforderung vor allem um Drogenmissbrauch geht. Für mich leider nur schwer relatable.
sehr negativ, auch realistisch aber da habe ich direkt kein bock mehr auf mein leben war leicht zu lesen und am ende wollte ich auch wissen, wie es ausgeht. also war gut, dass ich es zu ende gelesen habe
„Ich hasse all das, das ganze verfickte Erwachsenwerden, vom dem nicht mal jemand sagen kann, wann es eigentlich anfängt, weil mich mit achtzehn absolut niemand für erwachsen gehalten hat - zu Recht. Also entscheidet nicht das Gesetz, wer erwachsen ist, sondern man selbst- durch die Entscheidungen, die man trifft, und die Sätze, die man sagt. „
Wenn der SuB abgearbeitet werden muss.
Sommer 2022 gekauft & auf den Stapel gepackt. Und nun ausgelesen. Die Inhaltsangabe sprach mich an — Workaholic und Perfektionismus. Doch was ich nicht kommen sah — Triggerwarnung- Esstörung und Drogenmissbrauch. Und trotzdem war es eines der wenigen Bücher, die diese Themen ansprechen & mir trotzdessen gefiel.
Ganz aktuelles Thema - auch ich habe mich sofort angesprochen gefühlt. An einigen Stellen hatte ich dann aber leider das Gefühl die Autorin wollte zu viel auf einmal, das hat für mich dann wieder sehr viel Distanz zur Protagonistin, Marlene, gebracht. Trotz allem steckt ganz viel Wahrheit in dieser Geschichte und ganz viele Schicksale in Marlene. Ich bin dankbar, dass mal jemand mit dem Finger draufzeigt und es rausschreibt. Mir gehts manchmal nämlich auch einfach mal beschissen. Punkt.
Ich hab so mitgefühlt und gebangt und gehofft! Großartiger Schreibstil und absolut mitreißend erzählt. Wenn großartiges von einem erwartet wird und das einzige was man sein möchte -einfach nur glücklich- ist.
































