Sam Pivnik Der letzte Überlebende Theiss Autor: 1926 geboren, wächst Sam im schönen oberschlesischen Städtchen Bedzin auf. Am 1. September 1939, Sams 13. Geburtstag, überfallen die Deutschen Polen. Über das, was dann geschah, hat Sam Pivnik lange geschwiegen. Er lebt heute in einem Seniorenheim in London. (Quelle: Theiss) Sam lebt mit seiner Familie in Bedzin. An seinem Geburtstag 1939 spielt er mit seinen Freunden Fußball, als plötzlich der Trubel beginnt. Von einer Menschenmenge umringt setzen die Soldaten sich in Bewegung, denn der Einmarsch der Deutschen hat begonnen. Das Buch hat 16 Kapitel, die alle eine Kapitelziffer und einen Titel tragen. Der erste Buchstabe eines neuen Kapitels ist jeweils auch immer großgeschrieben bzw. geht über 2 Zeilen. Außerdem steht auf jeder Seite Links und Recht das jeweilige Kapitel nochmals. Dies hilft besonders, wenn man das Buch einige Zeit weglegt und weiterliest, da man so immer direkt sieht, wo man sich gerade im Buch befindet. Wie man schon auf dem Cover sehen kann, handelt es sich bei der Geschichte um eine wahre Begebenheit und der Autor ist gleichzeitig auch der Zeitzeuge. Da verwundert es wenig, dass sich das Buch wie eine Erzählung liest. Die Orte, Personen und auch Handlungen sind sehr detailliert beschrieben, was einem oftmals einen Schauer den Rücken runterlaufen lässt. Allgemein kommt man beim Lesen an einige Stellen, an denen man schlucken muss. Neben dem direkten Einblick in das damalige Leben erfährt der Leser auch einige geschichtliche Informationen. Viele der Informationen werden durch Bilder und/oder Dokumente bestätigt. Dabei befinden sich besonders in der Mitte des Buches, einige Seite, die nur Fotos zeigen. Was dem Leser außerdem hilft beim Lesen und Verständnis ist die Tatsache, dass die Namen der Städte in Klammern so stehen, wie man sie ausspricht. Cover: Auf der Vorderseite ist das Cover sehr dunkel und düster gehalten. Auf der Rückseite jedoch haben wir sehr helle Farben (Weiß und Blau). Wir sehen auf der Vorderseite einen Jungen in gestreifter Kleidung (die Kleidung der Inhaftierten eines Konzentrationslagers). Dieser Junge steht inmitten von Bahngleisen. Im Hintergrund erkennt man einige Baracken. Damit nimmt das Cover einen direkten Bezug zum Inhalt des Buches, denn dieses spielt die meiste Zeit in Arbeitslagern bzw. Konzentrationslagern. Was außerdem sofort ins Auge fällt, ist der rote Kreis indem geschrieben steht “Eine wahre Geschichte”. Fazit: Sicherlich gibt es schon genug Bücher, die genau dieses Thema behandeln. Trotzdem schafft es das Buch voll zu überzeugen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass man einen sehr genauen Einblick in die damalige Zeit bekommt, die nicht verschöntwird, sondern so erzählt wird, wie sie damals erlebt wurde. Von mir bekommt das Buch 5/5 Sterne. Klappentext: Sam Pivnik war gerade mal 13 Jahre alt, als die Wehrmacht in Polen einmarschierte. Mit der Familie lebte er in einem oberschlesischen Städtchen, der Vater war Schneider und stopfte den Leuten die Hosen. Da wurde aus dem Städtchen ein Ghetto, und Sam, der damals noch »Szlamek« hieß, war mittendrin. Er überlebte - auch das Grauen von Auschwitz, die Selektion durch Mengele, die Zwangsarbeit, den Todesmarsch, den Schiffbruch der Cap Arcona. Unzählige Male entging er dem Tod. All das erlebte Sam in den kurzen Jahren seiner Kindheit und Jugend. Der Krieg ließ keine Möglichkeit, an ein Morgen zu denken. Und wen interessierte nach dem Krieg das Gestern? Am Ende seines unglaublichen Lebens gelingt es Pivnik, einem der letzten Überlebenden von Auschwitz, über seine Erlebnisse zu sprechen. (Quelle: Theiss) Autor: Sam Pivnik Titel: Der letzte Überlebende Verlag: Theiss Genre: Roman Seiten: 296 Preis: 19,45 ISBN: 9783806234787 http://wurm200.blogspot.de/
Ich muss sagen, dass mich das Buch wirklich von der ersten Minute, von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Dadurch, dass Buch ein Tatsachenbericht ist, konnte ich mich viel besser in die Geschehnise hineinversetzen. Manchmal fast schon zu gut. Sam beschreibt sein Leben, wie es am dem 13. Lebensjahr verlaufen ist. Dieses Leben, wie man es nicht mal seinem schlimmsten Feind wünscht. Gerade, weil mein eigener Sohn auch in diesem Alter ist, habe ich nicht nur einmal geschluckt. Ich wollte und kann mir auch heute noch nicht vorstellen, wie es wäre, wenn meinem Kind so etwas zustoßen würde. Sam, der seine persönliche Lebensgeschichte erzählt, beschreibt bis ins kleinste Detail, was er damals erlebt hat. Er beschreibt Dinge, die wir uns selbst vermutlich nicht mal mehr vorstellen können. Nuicht nur einmal entging er dem Tod. nicht nur einmal, hat er sich selbst nach diesem gesehnt. Das Buch hat es wirklich geschafft, Emotionen in mir hervorzurufen, die ich schon lange nicht mehr gespürt habe. Genauer gesagt seit "Wir waren doch noch jung" ... obwohl dieses Buch schon wirklich nicht einfach war, war es bei diesem Werk noch ... intensiver. Dadurch, dass es sich nicht ausschließlich um Fiktion handelt, sondern um einen Tatsachenbericht, hat das Buch einen noch emotionaleren Wert. Ich habe an mancher Stelle wirklich meine Vorstellungskraft verflucht und wollte sie am liebsten loswerden. Sam Pivnik beschreibt in seinem Buch nicht nur seine eigene Geschichte, sondern die Geschichte zur Vernichtung der Juden in Europa. Gerade diese Handlungsstränge haben mich nicht nur einmal schlucken lassen. Gefolgt von aufkommendem Respekt für einen Mann, der sich nie hat brechen lassen. Er hat stehts versucht, seine Würde zu behalten. Obwohl ich ihn nicht persönlich kenne, hatte ich den Eindruck, dass er genau das geschafft hat. Nach der Befreiung aus den Lagern, fand er wirklich zu sich selbst. Er wanderte nach Israel aus, schilderte seine Lebensabende nach all diesen Erlebnissen. Und eines ist nicht nur ihm klar, sondern auch mir als Leser: Vergessen können, wird man diese Zeit nie, auch wenn man sie nicht selbst erlebt hat.
Ein sehr wichtiges Buch!
„Der letzte Überlebende“ – Sam Pivnik Der Junge, der vierzehn Mal dem Tod entkam Sam war 13 Jahre alt, als die Deutschen kamen. Seine Familie lebte in einem oberschlesischen Städtchen. Da brach die Hölle über die herein. Auschwitz, die Todesmärsche, die Bombardierung der Cap Arcona – Unzählige Male entkam der Junge dem Tod. Der Schreibstil war für mich nicht so leicht zu lesen, wie andere Bücher die über die Ereignisse berichten. Der Schreibstil ist zum einen sehr kindlich unschuldig und bedrückend und zum anderen wird die Handlung sehr stark in den geschichtlichen Kontext gesetzt. Die persönlichen Erlebnisse werden sehr stark in den Kontext von Daten und Ereignissen der Geschichte gesetzt. Das hat mich manchmal ein wenig aus dem Lesefluss rausgebracht. Dennoch fand ich es eine spannende Herangehensweise und auch sehr gut. Ich habe nur lange gebraucht, um damit warm zu werden. Der Kontrast ist aber sehr spannend. Als Leserin wurde ich komplett mit auf die Reise genommen wie die Welt von Sam auf den Kopf gestellt wurde und er immer wieder dem Tod entkommen ist. Auch hier ist es nur schwer zu begreifen, dass einem Menschen so viel Leid erfahren kann. Insbesondere der Gegensatz von Kapitel 1 zu späteren Kapiteln ist sehr drastisch – von der heilen Welt in eine Welt voller Hass und Zerstörung. 4/5✨ - schockierend, radikal und echt #derletzteüberlebende #sampivnik #theissverlag #bookstagram #sub #bücher #books #bookish #lesen #reading #buchliebe #bookworm #bookblog #geschichtensammeln #leseempfehlung #lesenmachtglücklich #ilovereading
Erinnerungen die erschüttern und betroffen machen
Leider verspricht der Buchtitel mehr als es wirklich im Buch dargestellt wird. Ich musste das Buch nach der Hälfte abbrechen weil es mich einfach nicht mehr gepackt hat.
Ich möchte dieses Buch nicht großartig bewerten. Ich möchte das Leben von niemandem in Sterne bewerten müssen. Trotzdessen bekommt das Buch fünf Sterne. Wieso? Ich möchte, dass jeder einzelne von euch sich dieses Buch kauft & es liest. Ich hatte beim Lesen zum Teil Tränen in den Augen. Mehr als einpaar Seiten konnte ich nicht am Stück lesen. Ich musste das Buch zur Seite legen, über die gesagten Worte nachdenken & sie verdauen. Ich musste mich ablenken bevor ich ins Bett ging, denn sonst konnte ich nicht schlafen. Das Schlimmste an der Sache ist, dass dieses Buch keine Fantasy eines Autors ist. Es ist genau so passiert & es ist schrecklich. Es ist schrecklich zu wissen, dass Menschen so viel Leid ertragen mussten & das nur, weil andere Menschen anscheinend zu dumm waren/sind, um ihr eigenes Gehirn auf Arbeitsmodus zu setzen. Ich möchte hier nicht mehr dazu sagen. Ich muss es nun verdauen & eventuell wird in den nächsten Tagen etwas dazu auf meinem Blog kommen.. schrecklich. grausam. herzlos.
In "Der letzte Überlebende" erzählt Sam Pivnik auf eindrückliche Art und Weise seine Geschichte. Wie er in Bedzin aufgewachsen ist, seine Kindheit und Jugend, bis sich sein Leben veränderte und er schließlich in Auschwitz landete. In meinem Leben habe ich viel über den Holocaust gelesen, gehört und gesehen. In der Schule ist ein wichtiges Thema im Geschichtsunterricht (und das sollte es auch bleiben), in Büchern und in Filmen sowie der Besuch eines Konzentrationslager in Neuengamme. Auch nach 20 Jahre habe ich diesen Besuch nicht vergessen und vieles immer noch genau vor Augen. Ich weiß immer noch wie ich mich fühlte zwischen endlos langen Planen, auf denen die Namen der Toten standen. Trotz all dieser Eindrücke ist man doch immer wieder aufs Neue entsetzt und erschüttert, was diese Menschen ertragen mussten, aber auch was für unglaubliche Kräfte ein Mensch in solch einer Situation entwickeln kann. So auch Sam Pivnik...es ist unfassbar was er in seiner Jugend erleben und durchstehen musste. Dass er seinen Lebenswillen nicht aufgegeben hat, erhält meinen vollen Respekt. Genauso ist man immer wieder entsetzt zu was Menschen anderen gegenüber fähig sind und diesen antun können. Das Wichtigste am Ganzen ist, dass wir die Menschen, die durch diese Monster gestorben sind, NIEMALS vergessen dürfen. Dabei leisten Zeitzeugenberichte wie diese eine wichtige Arbeit. So beeindruckend und erschütternd dieser Bericht auch ist, muss ich auch sagen, dass es an mancher Stelle sehr langatmig geschrieben war und manches für diesen Bericht nicht unbedingt notwendig war, dies betrifft vor allem das letzte Drittel des Buches.







