Leider sehr durchwachsen
Bereits vor einer halben Ewigkeit habe ich „Kiss of Nightmares“ gekauft, bin bisher allerdings nicht zum Lesen gekommen. Gerade bei deutschen Autor*innen tue ich mich mit schlechten Rezensionen immer etwas schwer, weil ich ja weiß, wie unendlich viel Mühe und Fleiß in einem Werk steckt, doch ich hoffe, dass Laura Nick ebenso erkennt, dass es zwischen Lesendem und Geschichte manchmal leider nicht passt. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Idee mit der Academy voller verschiedenster Wesen, ansässig in den wunderschönen Highlands, in Kombination mit den hochnäsigen Adelsfamilien und Minas totaler Unwissenheit, ihre guten Seiten hat. Und doch sind wir uns wohl alle einig, dass nichts davon wirklich neu oder originell ist. Und gerade, wenn der Inhalt zum Großteil bekannt vorkommt, müssen Charaktere, Setting und die Gefühle hundertprozentig überzeugen. Dem ist hier aber leider nicht so. Bedenkt bitte, dass es auch mir passieren kann, dass ich mir falsche Informationen merke, aber über einige Details bin ich leider nicht im positiven gestolpert. Beispielsweise bin ich der Meinung, dass erwähnt wird, dass Mina bereits 22 Jahre alt ist. Doch ihr Verhalten erinnert eher an eine pubertierende Jugendliche – was ebenfalls für durchweg alle anderen Schüler der Academy gilt. Und Oliver. Ich meine, Pferdemist im Zimmer seiner Nemesis zu verteilen, ernsthaft? Fand ich furchtbar kindisch und hat für mich nicht wirklich was mit starker Persönlichkeit zu tun. Genauso wie gestohlene Klamotten anderer Leute zu tragen. Für mich las sich Minas Verhalten manchmal echt etwas komisch und cringey, auch wenn es mir das Herz bricht, dass zugeben zu müssen. Ich glaube, ich hätte mit Mina und Oliver wesentlich mehr anfangen können, wenn ich emotional abgeholt worden wäre. Doch weder der Tod von Minas Eltern, von Olivers Vater und Bruder, weder die Freundschaften untereinander noch die Feindschaften – ob sinnig oder nicht – konnten mich irgendwie überzeugen. Insgesamt bleibt das Buch in meinen Augen leider sehr oberflächlich und vielleicht hätten 100 Seiten mehr dem Buch ganz gutgetan. Dazu kommt, dass nichts Überraschendes, nichts Überwältigendes, nichts erinnerungswürdiges passiert, an das ich mich nach Beenden noch erinnern kann. Gerade in der schnelllebigen Welt der Literatur, wo es Geschichten in Massen gibt, gerade was Academia Tropes und der Gleichen angeht, bin ich vermutlich einfach maximal übersättigt. Fazit Auch wenn die Idee bekannt vorkommt, hatte ich große Hoffnungen, dass der Rest überzeugt. Leider können weder Setting, Emotionen noch die Charaktere überzeugen. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.






























































