
Tolle Geschichte, aber leider schlecht gealtert 🙈
- Bücherschrankfund & Re-read - "Fliegender Stern" war eins meiner Lieblingsbücher als Kind in der Grundschule. Jetzt beim Re-read ist mir leider aufgefallen wie schlecht das Buch gealtert ist 😓 Das Buch ist leider ganz im damaligen Zeitgeist geschrieben: sehr stark normalisierter Sexismus, denn Mädchen spielen hier keine Rolle, Abenteuer sind für Jungs und Männer vorbehalten. Außerdem sind die amerikanischen Eingeborenen sehr stark vereinfacht und mit falschen Rollenbildern dargestellt, eben wie die europäische Fantasie sie gern gehabt hätte (Frauen sammeln Beeren und Wurzeln, machen Kleidung und hüten das Haus und Männer gehen raus jagen und erleben Abenteuer). Ich finde diese Darstellung wirklich sehr problematisch. Was mir hier trotzdem sehr gut gefallen hat sind Themen wie Abenteuer, Freundschaft, Selbstfindung, Naturverbundenheit, Brüderlichkeit, Lernen mit einander zu leben und die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner (nur die Teile die korrekt erzählt wurden). Deshalb hat mich dieser Re-read mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Ich mag die Geschichte an sich sehr, auch viele Werte die vermittelt werden. Dann wiederum gibt es andere Werte, sehr konservative Werte, die nicht mehr zeitgetreu sind. Fazit: Ich denke das Buch kann immer noch gelesen werden, auch von Kindern. Es muss allerdings viel reflektiert werden, damit sich gewisse Glaubenssätze nicht verfestigen. ✍️ Lieblingszitat: "Leise sagte er: Sie denken immer nur an sich selbst, wie kleine Kinder sind sie. Und wie kleine Kinder wollen sie alles haben und immer nur haben."




