Eine Geschichte, die erschüttert.

Heftig, fesselnd
Eine Kindesentführung im Mai 1980. Vom Kindesvater. Erzählt aus der Perspektive von Ilaria, der entführten Tochter. Klingt interessant habe ich mir gedacht. Es war.... erschütternd. Die ruhige, sehr nüchterne Schreibweise macht es einerseits so fesselnd und andererseits hielt ich es kaum aus, aus Angst vor dem Ende. Ich kann gar nicht beschreiben wie ich mich beim lesen fühlte. Total gepackt und immer betroffener. Ilaras Seelenqualen wurden immer schlimmer, das war für mich als Leserin, die Mutter ist, kaum zu ertragen. Diese Geschichte wird mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben und mich beschäftigen. Eigentlich sollte es eine Trigger-Warnung geben- NIX für schwache Nerven!!!

163 Seiten, die mir das Herz zugeschnürt haben
Ilaria von Gabriella Zalapi erzählt die Geschichte der achtjährigen Ilaria, die eines Tages von ihrem Vater von der Schule abgeholt wird – angeblich nur für einen kleinen Ausflug. Doch aus diesem Ausflug wird eine jahrelange Reise quer durch Italien, weg von ihrer Mutter, ihrem Zuhause und allem, was einem Kind Sicherheit gibt. Erzählt aus Ilarias Perspektive, wirkt der Roman besonders eindringlich. Sie spürt genau, wenn etwas nicht stimmt, versteht aber vieles noch nicht vollständig. Gerade diese Mischung aus kindlicher Wahrnehmung und Unwissenheit macht die Geschichte so schmerzhaft. Man erlebt ihre Zerrissenheit: die Liebe und Loyalität zu ihrem Vater – aber auch die ständige Angst vor seinen unberechenbaren Stimmungen. Der Schreibstil ist ruhig, klar und sehr feinfühlig. Vieles bleibt zwischen den Zeilen – und trifft gerade deshalb umso stärker. Ein bewegender und wichtiger Roman darüber, wie Kinder in Konflikte zwischen Erwachsenen geraten und welche Last sie oft viel zu früh tragen müssen. | unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar |


