Schöne Geschichte, aber handwerklich ausbaufähig
Die Thematik hat mich sehr interessiert, da ich bisher noch nicht viel über die Geschichte des Kibbuz gelesen hatte. Auch die Idee des Buches gefiel mir - Es wird die Familiengeschichte einer ungarisch-jüdischen Familie in den Jahren 1946 bis 2009 in Israel gezeigt. Allerdings haben die handwerklichen Fehler des Buches den Lesegenuss sehr eingetrübt. Die Geschichte startet in der „Gegenwart“ und ich habe mich auf den ersten gut 100 Seiten die ganze Zeit gefragt, worum es überhaupt geht. Kurz zusammengefasst: Es wird jemand ermordet….das hätte auch deutlich kürzer gefasst werden können. Erst ganz am Ende des Buches nach weiteren 300 Seiten!!! wird die Erzählung vom Anfang wieder aufgegriffen. In dem Teil dazwischen findet die Erzählung in der „Vergangenheit“ statt. Dieser Teil ist zwar deutlich spannender. Dennoch trifft die Bezeichnung „Thriller“ aus meiner Sicht nicht zu. Es handelt sich eher um einen Roman/Familienepos. Die deutsche Übersetzung führte leider außerdem an vielen Stellen zu Wortfehlern, wie Zeitfehler und Verwechselung von Namen. So etwas finde ich sehr schade, da es der Leistung der Autorin / des Autors nicht gerecht wird. Aus meiner Sicht, also keine uneingeschränkte Leseempfehlung, aber mach dir auf jeden Fall ein eigenes Bild 😉







