2. Mai
Was war das denn....😬
Rating:1★

Was war das denn....😬

"Spiel mit vom Tod" von Ivy Pochoda war leider mein Flop des Jahres... 🙃 Große Erwartungen, da toller Klappentext, jedoch inhaltlich zĂ€h und ein Schreibstil, der mir ĂŒberhaupt nicht gefallen hat. â˜č Man könnte meinen, die Autorin will mit dieser Art zu erzĂ€hlen ĂŒberzeugen, einfach weil sie anders ist... fĂŒr mich war das nix. Die Handlung zieht sich und ist wirr, die Motivation der Charaktere nicht nachvollziehbar. Ein belangloses Ende krönt die Geschichte und setzt glĂŒcklicherweise bereits nach 328 Seiten den Deckel drauf.

Sing mir vom Tod
Sing mir vom Todby Ivy PochodaSuhrkamp
26. Juni
Rating:3★

Das Buch hat erstmal ein sehr einfaches Cover und der Titel hat was von "Spiel mir das Lied vom Tod". Aber es ist gabz anders, als ich es erwartet hatte. Hier wird aus 4 Sichten die Geschichte erzĂ€hlt, die aber eigendlich mehr als 4 Geschichten hat. Sie beginnt in einem FrauengefĂ€ngnis und endet in Los Angeles. Florida lĂ€uft nicht nur vor Dios und der Polizei weg, sondern auch vor der Verantwortung fĂŒr ihre Taten. Dios ist eindeutig eine Psychopathin. Sie verfolgt Florida und tötet sogar ihre Mutter nur um Florida dazu zu zwingen so zu sein wie sie. Kace hört die Stimmen ihres Opfers aber auch der Opfer der anderen Frauen. Sie erzĂ€hlen ihr ihre Geschichten und die der TĂ€terinnen. Lobby ist Polizistin und kommt aus einer gewalttĂ€tigen Ehe und hat selber immer wieder Gewaltphantasien. Alle 4 Hauptcharaktere sind ĂŒbelst gefĂ€hrlich. Ich fand die Art und Weise wie die Geschichte geschrieben ist sehr gut und die Geschichte selbst eigendlich auch. Aber mir gibt es teilweise echt auf die Nerven, das vieles mehrfach wiederholt wurde.

Sing mir vom Tod
Sing mir vom Todby Ivy PochodaSuhrkamp
6. Feb.
Frauenknast, Corona und der Gedanke an die Freiheit!
Rating:3★

Frauenknast, Corona und der Gedanke an die Freiheit!

Wir starten im Frauenknast von Arizona, wo wir Kace, Dios und Florida kennenlernen. Die drei Frauen haben eine seltsame Beziehung zueinander, die sich mir bis zum Ende hin nicht wirklich erklĂ€rt hat. Kace ist mehr die Beobachtende an der Seite mit einer dermaßen cholerischen Art, das es schon unpassend wirkte. Dios und Florida verbindet eine Hassbeziehung, die ich von Anfang schon nicht begriffen habe. Auch als beide frĂŒhzeitig das GefĂ€ngnis verlassen dĂŒrfen und scheinbar getrennte Wege gehen, entsteht eine Co-AbhĂ€ngigkeit, die ich nur noch nervig und toxisch empfand. Ich habe weder die GrĂŒnde noch die Motivation dahinter verstanden. Dios strahlt fĂŒr mich von Beginn an eine ganz unangenehme AggressivitĂ€t aus und ihre Art Dinge zu regeln, finde ich mehr als bedenklich. Wir schlĂŒpfen in dem Buch in 4 verschiedene Perspektiven. Kace, Dios, Florida und Lobos erzĂ€hlen uns in der Ich-Perspektive ihren Standpunkt und das ohne weitere Kapiteleinteilung darunter. Das bedeutet, dass es manchmal doch ein wenig zu lange Kapitel mit wenigen AbsĂ€tzen sind und so etwas demotiviert mich immer beim Lesen. Dazu kommt noch ein sehr statischer Schreibstil mit kurzen und prĂ€gnanten SĂ€tzen. Stellenweise von Vorteil, weil es die brutalen Handlungen auch stilistisch unterstreicht, aber meist hinderlich, weil ich keiner Person eine Bindung aufgebaut habe. Also nicht so richtig ein ausfĂŒhrlicher, ausschweifender Schreibstil, dafĂŒr umso ausfĂŒhrlicher in der ErzĂ€hlung. Das wurde schnell eintönig und zog sich stellenweise wie Gummi, da viele dieser Informationen nicht zur Geschichte beigetragen haben. Auch diverse LogiklĂŒcken, was Essen oder ZusammenhĂ€nge betrifft, ließen mich stutzen oder innehalten. Ich habe viel mehr in die Sache hinein interpretiert und spekuliert, wie es schlussendlich gedacht war. Die Geschichte wĂŒrde sich sehr gut fĂŒr eine Verfilmung eignen. Die Bilder, die das Buch im inneren Auge entstehen lĂ€sst, wĂ€re ideal fĂŒr das Kino mit Breitbild und Zeitlupe als ideale Stilmittel. Leider in der Buchform etwas zĂ€h und stellenweise zu wenig Informationen, also ausreichend fĂŒr den Film, zur Serie reicht es nicht. In Endeffekt wird viel erzĂ€hlt, aber nichts passiert, was die Handlung vorantreibt. FĂŒr mich ist das auch kein Thriller, nur weil ein paar blutige und brutale Momente auftauchen. Es hat keine Elemente, die die Spannung hochtreiben und dahalten. Ab der HĂ€lfte erscheint dann Lobos, wie eine Art LĂŒckenfĂŒller auf dem Schirm und da wird eine gewisse Grundspannung erzeugt, aber fĂŒr mehr leider nicht ausreichend. Mit dem Thema Corona komme ich immer noch nicht klar und bin nach wie vor genervt davon. Hier ist es recht passend, denn wer weiß, mit wie vielen Opfern die beiden sonst noch den Weg gepflastert hĂ€tten. Im Großen und Ganzen erscheint das Buch wie ein moderner Western, wo sich ein Duell dem anderen anknĂŒpft. Auch das Cover ist mit dem Gelb-Orange und den Palmen in diesem Sinne gestaltet und strahlt schon eine gewisse Einsamkeit und AggressivitĂ€t aus. Der Spannungsbogen und auch der Inhalt haben mich wenig ĂŒberzeugt, aber die Grundidee war nicht schlecht.

Sing mir vom Tod
Sing mir vom Todby Ivy PochodaSuhrkamp
4. Feb.
Rating:5★

Ein Buch das mich umgehauen hat. Ein Highlight!

Dieses Buch hat mich so aus dem Hinterhalt gepackt und mich positiv ĂŒberrascht. Das Buch ist laut, dĂŒster und mysteriös. Der Schreibstil ist so poetisch, dass ich am liebsten alle Zeilen anmarkieren wollte, weil die Worte etwas mit mit gemacht haben. Die Geschichte ĂŒber Florence "Florida" Baum und ihre Zellengenossin Diana Dismary "Dios" Sandoval ist so anders und dennoch genial. Beide werden nach einer Haftstrafe entlassen und finden sich inmitten einer Pandemie inkl. Ausgangssperre wieder. Nichts lĂ€uft ihren gewohnten Gang und so wird es zu einem Jagd und einem Versuch von Florida sich aus den FĂ€ngen von Dios zu befreien. Der Versuch der beiden Frei zu sein. Diese Geschichte ist bestimmt nicht fĂŒr jeden etwas. Wer aber mal raus aus seiner Komfortzone möchte und das probieren möchte. Dann los geht's. FĂŒr mich definitiv ein Highlight, weil ich es am liebsten an einem StĂŒck lesen wollte. Die AtmosphĂ€re so spannungsgeladen war und mich der Schreibstil fasziniert hat. Empfehlung, Empfehlung und wenn ich es noch nicht gesagt habe, Empfehlung!

Sing mir vom Tod
Sing mir vom Todby Ivy PochodaSuhrkamp
2. Feb.
"Sie kommen immer zurĂŒck."
Rating:2★

"Sie kommen immer zurĂŒck."

Bisher hatte ich bei meinen Rezensionsexemplaren meist GlĂŒck und dadurch wahre SchĂ€tze und neue Autoren fĂŒr mich entdecken können. Das war bei diesem Buch leider nicht der Fall. Die Handlung, welche vermutlich in 50 Seiten erzĂ€hlt werden könnte, erstreckt sich ĂŒber 300 und wirkt dadurch langgezogen und baut keine Spannung auf. Im Gegenteil. Ich musste mich zunehmend durchquĂ€len und wĂ€re das Buch nicht so kurz, hĂ€tte ich es wahrscheinlich abgebrochen. Leider empfand ich auch den Schreibstil als eher anstrengend, was das Lesen nicht erleichterte. Bei den Figuren fehlte es mir deutlich an Tiefe. Ich habe kein Problem mit unsympathischen Figuren, auch das kann seinen Reiz haben, aber hier waren sie farblos und trotz des vielen inneren Erlebens wenig nachvollziehbar. Es fĂŒhlte sich an wie eine Gruppentherapie mit antisozialen Persönlichkeitsstörungen, in der aber lediglich ĂŒbers Wetter gesprochen wird. Der Showdown entsprach bildlich einem klassischen Western, was fast schon eine satirische Note hatte. Die Intension des Buches, dass auch Frauen zu Gewalt neigen können und damit "Böses" in sich tragen nicht schlecht, die Umsetzung hat mich persönlich nicht ĂŒberzeugt. Ich denke, dass das Buch seine Liebhaber finden kann, ich gehöre leider nicht dazu.

Sing mir vom Tod
Sing mir vom Todby Ivy PochodaSuhrkamp
2. Feb.
Dunkle Vergangenheiten
Rating:4★

Dunkle Vergangenheiten

Inhalt: Eine Geschichte von zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Im FrauengefĂ€ngnis in Arizona eingebuchtet. Warum? Wegen Mord oder Beihilfe zum Mord. Florance genannt "Florida" ist eine Tochter aus gutem Hause, sie behauptet unschuldig zu sein. Diosmary genannt "Dios" ihre Zellengenossin kommt aus schwierigen VerhĂ€ltnissen und glaubt ihr nicht ganz. Die beiden Frauen kommen auf BewĂ€hrung frei. Als wĂ€re dies nicht schon genug Umstellung, mĂŒssen sich beide Frauen ihren DĂ€monen das Leben stellen. Meine Meinung: Das Buchcover ist schön gemacht. Das gelb und rot sind ein Hingucker. Dann noch die Palmen im Vordergrund, gefĂ€llt mir. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr gut. Angenehm und flĂŒssig zu lesen. Die Autorin kann die Spannung aufrecht halten mit ihrem Schreibstil. Die Geschichte an sich ist spannend und manche Szenen grauenvoll. Die Autorin versteht es Spannung aufzubauen. Einige Szenen werden mir zu lang gezogen, zu ausfĂŒhrlich erzĂ€hlt. Jedoch ist es im gesamten ein wirklich guter Thriller. Fazit: Ein Thriller der anderen Art. Dunkel, mystisch und teilweise sehr brutal. Klare Leseempfehlung. 4 von 5 🌟

Sing mir vom Tod
Sing mir vom Todby Ivy PochodaSuhrkamp
28. Jan.
Rezensionsexemplar
Rating:4★

Rezensionsexemplar

Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe, war ich sehr beeindruckt von Schreibstil der Autorin, welcher sehr interessant und poetisch ist. Ebenfalls fand ich die Story von zwei StraftĂ€terinnen spannend und ihrer ungesunden Beziehung zueinander. Das Buch beschĂ€ftigt sich sehr mit gewalttĂ€tigen Frauen und ihren Motiven bzw. BeweggrĂŒnden, warum sie so sind wie sie sind. Ebenfalls wird Gewalt an Frauen thematisiert und wie diese von der Gesellschaft behandelt werden. An manchen Stellen musste ich innehalten, da Ivy Pochoda gezeigt hat, wie real und unfair es ist eine Frau auf dieser Welt zu sein. Dieses Buch ist wegen des Schreibstils und Handlung nicht fĂŒr jeden geeignet, was vollkommen ok ist. Ich wĂŒrde das Buch jedem empfehlen, der mal etwas anderes lesen möchte und aus der Komfortzone raus kommen will.

Sing mir vom Tod
Sing mir vom Todby Ivy PochodaSuhrkamp