Eine klare und eindeutige Rezension fällt mir hier etwas schwer.
Auf der einen Seite habe ich diese alten Männer und ihre Art allein im Wald zu leben und allen anderen den Rücken zu kehren gefeiert und geliebt. Ganz großartig hat mir der Erzählstrang gefallen, wie eine alte Frau, die ihr Leben lang grundlos eingesperrt war, dazustösst und eine Zartheit in der Wildnis entsteht.
Es wird so besonders beschrieben, und es entsteht eine Wut, wie ein Leben fast zerstört worden ist. Habe ihr ein langes und friedliches Leben in der Natur gewünscht und für sie mitgefiebert.
Was mir leider gar nicht gut gefallen hat, war der Umgang mit Tieren. Insbesondere der Schluss und den Teil, der die Hunde einbezogen hat, hat mich sehr wütend zurückgelassen. Schade, denn es hat mir so ziemlich die positive Emotion, die das Buch begleitet hat, zersemmelt. Ist aber mit Sicherheit etwas sehr persönliches, von daher würde ich es trotzdem empfehlen.
Eine Hommage an die Freiheit.
Zwischen 3,5 und 4 Sternen 🌟
Der Schreibstil ist toll. So schöne Sätze.
An sich mochte ich die Geschichte rund um die ältern Männer, die sich in die kanadischen Wälder zurück gezogen haben und frei über Leben und auch ihren Tod bestimmen konnten.
Die Leichtigkeit zwischen Leben und Tod in diesem Roman ist auch gelungen.
Die Figuren konnten mich persönlich leider nicht überzeugen und blieben für mich ziemlich oberflächlich.
Trotzdem ein lebensbejahendes Buch, das ich empfehlen kann. 🤗📚
Entspanntes, berührendes Buch über Selbstbestimmung im Alter
Drei alte Männer leben in den Wäldern Kanadas das Kontrastprogramm zum Lebensabend im Pflegeheim.
Selbstbestimmt leben + altern und ebenso selbstbestimmt sterben, wenn der "richtige" Zeitpunkt gekommen ist - das ist ihr Credo.
Für den 'Ernstfall' verfügen alle drei Männer über eine Dose Strichnin.
Durch die Ankunft der Fotografin ( im Verlauf der Geschichte Ange-Aimée genannt), die zu den Jahrzehnte zurückliegenden, verheerenden Waldbränden im Norden Kanadas recherchiert und letzte Überlebende sucht und schließlich durch das Eintreffen der ( im Übrigen wunderbar geschilderten) kleinen alten Dame Marie -Desneiges, verändert sich das Leben des Männer Trios in der Einsiedelei.
Charlie und Marie -Desneige, wie sie sich selbst nennt, erleben eine späte zarte Liebe, die mich sehr gerührt hat - das Schicksal der wie ein zerbrechlicher Vogel wirkenden alten Dame ist todtraurig und so versöhnt das Ende der beiden Liebenden ein wenig.
Das abrupte Ableben Toms und die Schilderung dessen fand ich etwas abstrus.
Auch wenn mir die Geschichte manchmal ein wenig "realitätsfern" erschien, ist sie eine wunderbar hoffnungsvolle Idee eines alternativen Lebens im Alter, ohne Ärzte, Sozialarbeiter und Pflegepersonal.
Ich habe es gerne gelesen.
Wunderschöner Originaltitel "Il pleuvait des oiseaux" - wobei ich das Cover der deutschen Ausgabe passender finde.
Ein wirklich tolles Buch, das die Menschlichkeit großartig herausgearbeitet hat.
Dieses Buch habe ich beim stöbern in der Buchhandlung entdeckt. Es war mit einer Empfehlung versehen, "HERZENSBUCH" stand darauf, da konnte ich nicht wiederstehen.
Und was soll ich sagen, es war ein wirklich wunderschönes Buch! Der Schreibstil hat mich vom ersten Satz an mitgenommen und bis zum letzten Wort nicht losgelassen.
Worum geht es? Drei Männer hat es in die nordkanadischen Wälder gezogen. Weit weg von ihrer Vergangenheit und an einen Ort, wo sie frei sind. Frei so zu leben wie es ihnen gefällt, frei so zu sterben, wie es ihnen beliebt.
Bald schon gesellen sich eine Fotografin und eine ältere Dame zu ihnen und Durchbrechen damit die Einsiedelei der drei Alten.
Das Buch liest sich wirklich richtig schön. Man kann sich das Einsiedlerleben wunderbar vor dem eigenen geistigen Auge ausmalen. Nur zwei der alten haben sich in meinem Kopf zunächst immer als recht jung manifestiert, keine Ahnung woran das lag. Vielleicht weil sie nicht über Leiden sprechen und auch sonst ihre ganz eigene Art haben, mit Situationen umzugehen.
Ausnahmslos alle Charaktere waren mir aber von Beginn an angenehm sympathisch, jeder auf seine Art.
Zwischen den einzelnen Kapiteln wechselt Jocelyne Saucier zu kürzeren Passagen, die in einer anderen Erzählweise eine Brücke zu den Kapiteln bauen. Diese Passagen haben einen eher beobachtenden Charakter, und fungieren als gelungene Verbindung.
Ein wirklich tolles Buch, das die Menschlichkeit großartig herausgearbeitet hat. Für mich war diese Buchempfehlung genau richtig und auch ich kann euch "Ein Leben mehr" nur sehr ans herz legen.
"Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in den Wald zurückgezogen haben. Drei Männern, die die Freiheit lieben."
"Man ist frei, wenn man sich aussuchen kann, wie man lebt.
Und wie man stirbt."
"Ich glaube, deine Zeit kommt nie, alter Freund. Du bist viel zu stur, um zu sterben."
"Weil man die Wahl hat. Wenn man die Freiheit hat, zu gehen, wann man will, entscheidet man sich leichter für das Leben."
Drei alte Männer haben sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen, sie leben ein einfaches Leben, jeder einzelne aus einem anderen Grund. Aber diese eingeschworene Männer-Gemeinschaft wird überraschend durch eine Fotografin und einer alten Dame, die jahrzehntelang in einer psychiatrischen Einrichtung weggesperrt war, ergänzt.
Ein berührendes Buch über die Freundschaft, die Liebe, die Verarbeitung von Traumata und über ein selbstbestimmtes Leben und Sterben.
Ich habe jede einzelne Seite dieses Buches genossen und die bewegende Sprache und die Naturbeschreibungen geliebt.
Eine ganz klare Leseempfehlung für dieses Herzensbuch ❤️
Eine wunderschöne Geschichte über selbstbestimmtes Leben im Alter. Ein Leben ohne Pflegeheim bedeutet auch, dass man über den Zeitpunkt seines Todes selbst entscheidet... Sehr spannend erzählt.
Liebe, Hoffnung und Freiheitsdrang kennen kein Alter
Eine zu Herzen gehende Geschichte, die allen Hoffnung gibt, insbesondere denjenigen, die schon etwas älter sind. Auch jenseits der siebzig, achtzig, neunzig Jahre kann im Leben noch alles passieren. Der Tod kann warten, er kommt schon noch zu seinem Recht.
Eigentlich eine sehr schöne Geschichte. Aber leider laß ich sie Grad in meiner Leseflaute. Trotzdem konnte ich den Zauber spüren.
Ich finde den Schreibstil sehr schön und irgendwie ist es eine entspannte Melancholie dieses Buch zu lesen.
Es geht um Freiheit, Liebe, Tod, Selbstbestimmtheit, Selbstfindung und vieles mehr.
In den kurzen Seiten ist viel rein gepackt und trotzdem so viel Gefühl.
Klare Leseempfehlung
Lebenskluger Kurzroman über Freundschaft, Freiheit, selbstbestimmtes Sterben und späte Liebe in den Wäldern Kanadas. Nebenbei erfährt man etwas über die Großen Brände, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Ontario wüteten und erhält Einblicke in die psychiatrische Praxis der damaligen Zeit.
Manchmal hat man das Glück und hält ein Buch in den Händen, in welches man nach dem Lesen hineinkriechen möchte. Welches man noch ewig ans Herz drücken möchte und welches man nochmal zum ersten Lesen will.
Dies ist so ein Buch.
Drei alte Männer, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben und dort ihren Lebensabend mit Gesprächen über das Leben und den Tod, Angeln, Jagen, vor allem aber in Freiheit verbringen. Fernab jeglichen Trubels, Lärm und der Zivilisation. Mit dieser Idylle und Ruhe ist es jedoch vorbei, als einer stirbt, und kurz darauf, unabhängig voneinander, eine etwas sonderbare 82 jährige Dame sowie eine Fotografin auftauchen. Letztere sucht für Porträts Überlebende der großen Brände, die Anfang des 20. Jahrhunderts wüteten. Besonders ein legendärer Boychuck, der das große Feuer von Matheson im Jahr 1916 überlebte und um den sich viele Mythen ranken, hat es ihr angetan, “Der Junge, der durch die rauchenden Trümmer irrte,...” S.73. Aber wer ist dieser Boychuck?
Eine stille, zarte, sehr berührende und leicht melancholische Geschichte über das Altern, Freundschaft, Liebe, die Natur, allem voran aber über ein selbstbestimmtes Leben und Sterben.
“Wenn man die Freiheit hat, zu gehen, wann man will, entscheidet man sich leichter für das Leben” (S.106).
Für mich ein Highlight!
Themen wie selbstbestimmtes Leben und selbstbestimmter Tod, Freundschaft und Liebe werden sehr einfühlsam und leise dargestellt.
Es ist eine sehr schöne, besondere Geschichte. Teilweise sehr traurig. Vor allem auch weil es um die Großen Brände in Kanada Anfang des 20. Jahrhunderts geht, die es wirklich gab.
Trotz all dieser positiven Seiten, fand ich die Figuren teilweise etwas zu blass. Ich hätte mir gewünscht, mehr von ihnen zu erfahren.
Ein kleines Buch und so feines Buch. Eine Überraschung von meiner Buchhändlerin, sonst wäre ich darauf wohl nicht unbedingt aufmerksam geworden. So viel Geschichte in so wenigen Seiten. So viel Emotionen ohne große Spannungshighlights. Ein ruhiges Buch, ein intensives Buch. 3 Männer ziehen sich aus der Gesellschaft zurück um selbstbestimmt leben ( und sterben dürfen) zu können. Die Ankunft zweier Frauen verändert das Gefüge untereinander. Ich bin den Personen unglaublich nah gekommen, die Hintergrundstory über die großen Brände in den Wäldern Kanadas 1916 ist dramatisch und die Figuren sind so liebevoll gezeichnet mit vielen Ecken und Kanten. Hier ist nichts perfekt, nichts poliert, sondern es wirkt so echt. Es gab eine Szene, die ich schlecht ertragen konnte aber ansonsten habe ich das Buch unglaublich gerne gelesen. Gerne wäre ich noch tiefer in die Story eingestiegen, gerne hätte ich mehr erfahren. Leider war nach 192 Seiten schon Schluss
Diese Geschichte hatte ich schon einmal gelesen, konnte mich aber nicht mehr so richtig daran erinnern.
Jetzt passte es irgendwie besser und ich bin absolut begeistert von diesem Roman.
Er handelt vom Alt werden, Erinnerungen Träume, Liebe, Zukunft und noch viel mehr. Die Geschichte ist so schön geschrieben, dass ich etwas wehmütig bin, dass sie schon vorbei ist.
Ich kann sie guten Gewissens weiterempfehlen.
Es gefiel mir. Das auf jeden Fall. Die Autorin erzählt hier auf zarte Weise durch mehrere Figuren eine Geschichte die durchaus berühren kann, die Tiefe hat, die auch unangenehme Fragen stellt und die zeigt dass es auch immer passieren kann dass man "ein weiteres Leben" geschenkt bekommt. Ein Leben mehr. An dieser Stelle sehr lobend zu erwähnen ist hier die Arbeit des Verlags. Ich weiß nicht ob es im Original auch so ist, aber hier ist das Cover, der Titel und der Klappentext einfach perfekt zur Geschichte passend umgesetzt. Applaus!
193 Seiten hat dieses Buch und man muss vorher auch gar nicht mehr wissen als den Klappentext, der reicht. Mir gefiel es gut, wenngleich ich darauf gehofft hatte dass es mich emotional mehr packt. Da fehlte mir letztlich doch noch ein wenig.
Eine interessante Erzähweise: eine Erzählerin, die über allem schwebt und hier und da doch in die verschiedenen Protagonisten schlüpft. Wenig wörtlich Rede, dafür ganz viel Erzählen. Die Kulisse mit den Hütten im Wald am See hat mir supergut gefallen und über das Thema "Alt sein" habe noch sehr selten gelesen. Eine Szene gegen Ende hat mir doch ziemlich zu schaffen gemacht, aber so richtig nah bin ich leider niemandem gekommen. Bin trotzdem froh, es gelesen zu haben.
Um ehrlich zu sein, bereue ich es sehr, das Buch nicht früher gelesen zu haben. Mein Bruder hat es geschenkt bekommen, gelesen und es mir weiterverschenkt. Und da er kein großer Leser ist, musste das was heißen, was das Buch angeht. Tatsächlich ist es einfach wunderbar. Von Fassungslosigkeit bis Tränen, war bei mir jede Gefühlsregung dabei. Sagt euch der große Brand von Matheson 1916 was? Mir nicht, so konnte mich das Buch noch was Neues lehren. Übrigens basieren die Ereignisse des Buches auf wahren Begebenheiten, nur mit geänderten Namen. Mein Herz hat das Buch sehr berührt, es zeigt, dass es gar nicht viel braucht, um glücklich zu sein. Und dass es immer ein Leben mehr geben kann, denn wir entscheiden, ab wann unser Leben neu beginnt. Jedoch spielt der Tod auch eine große Rolle in der Story. Für mich ist das Buch ein absolutes Highlight und kriegt 10+/10 ⭐ und eine unbedingte Leseempfehlung 🙏🏻.
Ein Buch über das Leben, das Sterben und das Glück, welches man im Alter noch findet.
"Der Tod ist ein alter Freund. Sie sprechen häufig von ihm. Er begleitet sie schon so lange, dass sie seine Nähe zu spüren meinen. Er belauert sie. Tagsüber zeigt er sich nicht, aber nachts kommt er aus seinem Versteck. Ihre morgendlichen Gespräche dienen auch dazu, ihn auf Abstand zu halten. Sobald sie seinen Namen aussprechen, ist er da, er mischt sich in das Gespräch ein, haut auf den Tisch, will alle Aufmerksamkeit, aber sie weisen ihn ab, verwöhnen ihn, manchmal beleidigen sie ihn sogar, sie schicken ihn fort, und er trollt sich wie ein Hund in die Ecke und kaut auf seinem Knochen herum. Er hat alle Zeit der Welt."
In "Ein Leben mehr" erzählt Jocelyne Saucier die Geschichte von drei alten Männern, die sich an einen See inmitten die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Jeder von ihnen hat sein altes Leben zurückgelassen und gemeinsam haben sie einen Pakt geschlossen. Als eines Tages eine neugierige Fotografin und wenig später auch noch eine alte Dame, zierlich und zerbrechlich wie ein kleines Vögelchen, auftauchen, ist es mit der Stille und Abgeschiedenheit vorbei.
Saucier erzählt die Geschichte zwischen diesen Menschen sehr ruhig und leise, mit einer Zartheit, die mich zum Teil sehr überrascht hat, dreht sich doch vieles um den Tod und die wilde Freiheit, die das Leben in den Wäldern mit sich bringt. Wir lernen Menschen kennen, die sich mit dem Tod arrangiert haben und Menschen, die in stiller Hoffnung und Liebe leben (wollen).
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, jedoch ist es meiner Meinung nach mit seinen gerade mal 200 Seiten viel zu dünn für diese Geschichte. Sie ist ruhig und zart, was ihr aber fehlt ist etwas mehr Kraft zum Ende hin.
Ich kam erst etwas schwer rein. Der Schreibstil war mir etwas gewöhnungsbedürftig. Aber dann habe ich es in einem Rutsch durchgelesen und fand es toll. Daraus hätte man einen dicken Roman machen können. Aber so war es auch richtig gut.
Ich kann es empfehlen.
Dieses Buch gehört zu den schönsten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe! Es ist eine WUCHT!
In diesem kleinen aber sehr feinen Büchlein haben gewichtige Themen ihren Platz: Freiheit, Selbstbestimmung, Würde im Alter und die Liebe! Alles, was im Leben so wichtig ist und das Leben lebenswert macht.
Sehr poetisch und intensiv beschreibt Jocelyne Saucier das Leben einer Gruppe von drei älteren Männern, die sich zu einem sehr ursprünglichen Leben in den unberührten Wald, irgendwo in Kanada, zurückgezogen haben. Jeder hat eigene Beweggründe. Sie schätzen sich gegenseitig, schätzen ihre Privatspäre und die Wünsche sowie Abneigungen des anderen. Sie haben sich eine kleine Oase der Ruhe und Zurückgezogenheit geschaffen, in der sie glücklich sind.
"Es war der Geruch von Waldmenschen, der Mief von Männern, die seit Jahren keiner Dusche oder Badewanne nahe gekommen waren. Denn so etwas besaßen meine alten Freunde nicht." (S. 12, Taschenbuchausgabe)
">>Man ist frei, meine Schöne, wenn man sich aussuchen kann, wie man lebt.<>Und wie man stirbt.<<, ergänzte Charlie."
(S. 27, Taschenbuchausgabe)
Eine Geschichte, bei der man denkt, dass einen nichts überraschen kann, wird umso tiefer, wenn der Autor das Fingerspitzengefühl von Jocelyne Saucier besitzt, sie von Kapitel zu Kapitel interessanter und spannender zu machen und Wendungen einbindet, die das Buch zum Lesehighlight und Herzensbuch erstrahlen lassen.
Es ist nichts zu viel aber auch nichts zu wenig geschrieben! Eine gelungene Komposition, wie ich sie selten gelesen habe.
Erstaunt habe ich die Geschichte und das Leben von Ted erforscht, das die Fotografin zutage gebracht hat. Der Überlebende des Großen Brandes, der in der Sammlung der tragischen Liebesgeschichten einen besonderen Platz eingenommen hat. Berührt und zutiefst traurig war ich über die Vergangenheit von Marie-Desneige und dann sehr beglückt über ihre Zukunft, die sich so schön für sie gebildet hat! Ich freute mich für die alte Dame auf der Bank im Park, die den rosa Schein ihrer Jugend auch im Alter in ihren Augen bewahren konnte. Ich bewunderte die Zusammenstellung von Bildern, die die Geschichte eines Mannes und seiner unglücklichen Liebe darstellte, gedeutet durch eine sensible Seele, die in ihrem bisherigen Leben viel Schmerz und Leid hatte ertragen müssen. Und ich hoffe auf eine neue Liebe, ein weiteres Leben mehr, voller Liebe und einen Richard Löwenherz...
Ach, ich könnte weiter und weiter schwärmen, da so viele Kostbarkeiten dieses Buch füllen und ausmachen...
Dies ist mein Lieblingssatz aus dem Buch, denn er zeigt so deutlich wie schön Liebe sein kann und wie sie durch herausragende Sprache zur Poesie wird:
"Er pustet auf die Narbe, streichelt sie, küsst sie und lässt sie dann wieder in ihrer Falte verschwinden. Die Wunde ist nicht mehr zu sehen, die Vergangenheit darf ruhen." (S. 149, Taschenbuchausgabe)
Fazit:
Wer eine zarte und bezaubernde Liebesgeschichte lesen will und wissen möchte, warum diese eine Männergemeinschaft nicht stört, sondern sie auch noch sehr bereichert, ja, sogar ein Leben mehr schenkt, muss bei diesem Buch zugreifen, sich zurücklehnen und genießen! Absolute Leseempfehlung, absolutes Lesehighlight, absolutes Herzensbuch!