https://lesenundhoeren.wordpress.com/2015/07/20/buch-review-j-k-johanssons-lauras-letzte-party-1-palokaski-auftakt-zu-einer-krimi-trilogie/ Kritik: Cover: Pastelltöne. Düster. Eine Küste. Eine Fischerhütte. Hier wurden Motive aus dem Buch aufgegriffen. Außerdem verkörpert es eine düstere Stimmung, die zu einem Thriller passt. Doch irgendwie nicht zu diesem. Denn hier haben wir einen Thriller, aber so düster, wie das Bild es andeutet, ist er nicht. Ein eher unscheinbares Cover, das mich im Laden nicht angesprochen hätte. Eindrücke/Inhalt: Wir verfolgen Miia bei den Ermittlungen um Lauras Verschwinden. Die Aufklärung entwickelt sich dabei sehr langsam, die Auflösung hingegen kommt dann in wenigen Seiten dahingeschrieben. Im Nachhinein war die Geschichte um Nikke so konstruiert, das sie von Anfang an hätte durchschaut werden können. What the fuss? Fragt man sich. Denn am Ende ist man fast so schlau wie am Anfang. Noch immer weiß man nicht, was Laura wirklich zugestoßen ist. Charaktere: Hauptfigur ist Miia. Sie ist zurück an ihre Schule gegangen als Sonderpädagogin, nachdem sie vorher für die Polizei als Internetermittlerin gearbeitet hat. Mir blieb die ganze Zeit unklar, warum sie diesen Schritt gegangen ist. Insgesamt bleibt mir Miia relativ distanziert. Ich konnte mich nicht mit ihr identifizieren. Sie scheint von Mann zu Mann zu hüpfen. Was ihre Bettgeschichten mit den Ermittlungen um Lauras Verschwinden zu tun haben, ist mir auch ein Rätsel. Dann ist da noch ihr Bruder Nikke, der schließlich zum Hauptverdächtigen wird. Dieser Handlungsstrang wirkte manchmal so konstruiert, dass man als Leser schon ahnte, wie er ausgeht oder dass dahinter auf jeden Fall mehr steckt. Die Rolle von Antti wird in diesem Buch noch nicht geklärt, doch ich bin mir sicher auch er hat Dreck am Stecken. Insgesamt sind die Figuren nicht gerade die Stärke des Buches. Stil/Gliederung: Ich fand die Dialoge teilweise relativ plump. Ich kann nicht sagen, ob das an der Übersetzung liegt oder am Original. Mein Finnisch ist leider nicht so gut ;-). Das hat mich mitunter gestört. Außerdem entwickelt sich die Geschichte sehr langsam. Fazit: Nach der Leseprobe hatte ich mich mir mehr versprochen. Es war einfach zu langatmig manchmal. Die Entwicklung der Ermittlungen trat auf der Stelle. Die Geschichte war konstruiert und unglaubhaft, so dass man nach der letzten Seite irgendwie unzufrieden zurückbleibt. Nur weil ich jetzt wissen will, was wirklich geschah, werde ich die nächsten Teile noch lesen. Ingesamt bin ich aber enttäuscht.
20. MaiMay 20, 2024
Lauras letzte Partyby J. K. JohanssonSuhrkamp
