Irgendwie mag ich die früheren Romane von Isabel Allende lieber als ihre neueren. Als sie noch über ihre Familie, über Chile und/oder über die Militärdiktatur schrieb, hatte ich noch das Gefühl, sie habe etwas zu erzählen. Die neueren Romane, so auch dieser wirken auf mich dagegen, als würde sie nur eine ganze Menge Exotik mit ein paar historischen Fakten vermengen und das Ganze in eine irgendwie beliebige Geschichte packen. Bei diesem Buch fand ich die ersten paar Kapitel eigentlich richtig gut, wo Valmoraines Ankunft in der Karibik beschrieben wird und wie er langsam seine aufklärerischen Ideale verliert. Leider zerfasert danach alles in unzählige Handlungsstränge, von denen mich keiner so wirklich packen konnte. Über weite Strecken habe ich mich ziemlich gelangweilt. Es gab einige Nebenfiguren, die ich sehr mochte, Violette, Sancho und Doktor Parmentier, aber leider blieben diese zu sehr im Hintergrund. Bei den Hauptpersonen dagegen blieb mir ihr Innenleben zu undurchschaubar, als dass ich ihnen viel Interesse entgegen gebracht hätte.
18. Sept.Sep 18, 2024
Die Insel unter dem Meerby Isabel AllendeSuhrkamp
