"Wenn man weiß, daß Peter Handke sich vor Vergleichen geradezu ekelt, weil Vergleiche einer Sache, einem Menschen, einer Handlung ihre Eigenart zugunsten eines Klischees absprechen -- dann mag es boshaft oder gedankenlos oder unsensibel sein, zur Beschreibung seiner neuen Erzählung, der "Stunde der wahren Empfindung", nach einem Vergleich zu greifen." *Spiegel - Worte für Gefühle von gestern*Doch nicht nur der Vergleich zu Kafkas "Verwandlung", sondern auch zu Sartres "Der Ekel" zwängt sich für mich auf. Allerdings ist das Buch inhaltlich vollkommen unspektakulär und liest sich für mich wie eine schlechte Kopie von "Der Ekel". Sprachlich interessant, dennoch kein weltbewegendes Werk. Bisher hat mich Handke nicht überzeugen können.
9. MaiMay 9, 2026
Die Stunde der wahren Empfindungby Peter HandkeSuhrkamp
