
Mein lieber Scholli
Was hat mir der irische Schriftsteller und Nobelpreisträger mit diesem Theaterstück bloss angetan. 😂 Im Guten wie im Schlechten. So, wie die beiden Protagonisten Estragon und Wladimir auf ihren Erlöser Godot gewartet haben, hoffte ich auf eine Auflösung, die sich wie Godot letztendlich nicht zeigen wollte. Selbst Beckett ließ stets offen, um was es sich bei Godot genau handelt und überliess seinem Publikum die alleinige Deutungshoheit dieses Klassikers. Das Theaterstück lässt dich schnell in die trostlose Szenerie eintauchen und du fühlst dich hautnah an den Protagonisten dran. Obwohl die Uraufführung im Jahr 1953 stattfand, wirkt das Werk unglaublich zeitlos und unterhaltsam. Wie bei Ulysses von James Joyce musste ich auch bei diesem „Jahrhundertwerk“ einen zweiten Anlauf starten. Irgendwie habe ich bei irischen Autoren wohl meine Startschwierigkeiten. Wenn der Motor aber warmgelaufen ist, schnurrt er wie ein Kätzchen. Kurzum: du musst für dieses Werk sehr offen sein und wenn du es lieber konkret magst vielleicht nach einem anderen Buch greifen.







