Ich finde es krass, wie Ernaux es mit wenigen Sätzen schafft, Gefühle so schonungslos ehrlich auf den Punkt zu bringen.
Zitate, die ich mochte: „Zu dem Zeitpunkt fragte ich mich nicht, ob mein Verhalten oder meine Wünsche richtig oder falsch waren, genauso wenig, wie ich es mich hier beim Schreiben frage. Manchmal denke ich, dass man durch diesen Verzicht am sichersten zur Wahrheit vordringt.“, S.34 „Schreiben ist für mich eine Möglichkeit gewesen, das zu retten, was schon nicht mehr meine Realität ist, keine Empfindung mehr, die mich auf der Straße überfällt und von Kopf bis Fuß erfasst, sondern nur noch >die Besessenheit<, ein klar umrissener Zeitraum der Vergangenheit.“, S.64

