17. Mai
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"Gedichte sind wie Seelen, jene glauben nicht an sie, die nichts verloren haben in diesem Leben, die denken, Zeit sei etwas Erstarrtes." Serhij Zhadan aus Charkiw wollte nur wieder Gedichte schreiben. Über die Natur, über die Sprache, über das Leben. Und dann kam der 24. Februar 2022. Es folgte eine Zeit der Sprachlosigkeit, aber die Sprache staut sich auf und will hinaus. Und so entstand ein Gedichtband in zwei Teilen. Gedichte vor dem Krieg und Gedichte aus dem Krieg. "Denn das Wort 'Tod' und das Wort 'Liebe' haben keinen gemeinsamen Laut, und beide müssen wir weiter damit leben."

Chronik des eigenen Atems
Chronik des eigenen Atemsby Serhij ZhadanSuhrkamp