Schöne Illustrationen und gute Ansätze, aber insgesamt zu wenig Spannung
Ich habe das Buch gemeinsam mit einigen Kindern aus Klasse 3 und 4 gelesen und unsere Meinungen dazu waren insgesamt eher gemischt. Obwohl viele Pferde mögen, konnte die Geschichte die Gruppe leider nicht dauerhaft fesseln. Dabei klang die Grundidee eigentlich spannend: verschwundene Ponys, die geheimnisvolle Schattenhexe und Emilia, die sich verdächtig verhält. Diese Elemente wurden auch immer wieder aufgegriffen und sorgten zwischendurch dafür, dass man dachte, jetzt würde die Geschichte richtig an Spannung gewinnen. Wirklich spannend wurde es für unser Gefühl allerdings erst ganz am Ende und auch dort leider nur recht kurz. Interessant war für die Kinder vor allem Emilia. Anfangs wurde sie eher als typische „Zicke“ wahrgenommen, im Verlauf konnten viele Kinder ihr Verhalten aber besser nachvollziehen und sie deutlich mehr verstehen. Weniger gut angekommen sind die vielen Wortneuschöpfungen wie „oberknallschön“. Sowohl ich als auch die Kinder fanden das teilweise eher anstrengend als lustig. Sehr positiv hervorheben möchte ich allerdings die Illustrationen. Diese sind wirklich schön gestaltet und haben das Lesen angenehm unterstützt. Auch das Rezept am Ende kam richtig gut an und werden wir definitiv nachbacken. Insgesamt war das Buch für unsere Gruppe eher eine ruhige Pferdegeschichte mit einzelnen spannenden Ansätzen, die aber nicht ganz ausgeschöpft wurden. Für die Schulbibliothek eignet es sich trotzdem gut – vermutlich besonders für Kinder, die ruhigere Pferdegeschichten mögen.


