
Magisches Chaos mit ganz viel Herz
Magische Schulflure, kleine Katastrophen und eine Heldin, die erst lernen muss, dass Anderssein kein Fehler ist, haben mich bei diesem Buch sofort abgeholt. Gemeinsam mit meiner Nichte gelesen und vorgelesen, hatte die Geschichte genau diesen Zauber, den Kinderfantasy für mich haben darf. Vin ist keine perfekte Heldin, sondern wild, unsicher, eigensinnig und manchmal herrlich chaotisch. Gerade deshalb mochte ich sie so gern. Man spürt schnell, wie viel in ihr brodelt und wie sehr sie sich nach einem Ort sehnt, an dem sie nicht ständig das Problem ist. Das Internat für magische Talente fühlt sich an wie ein sicherer Zufluchtsort für alle, die sonst nirgends richtig reinpassen. Die Freundschaften entwickeln sich schön, der Schulalltag ist lebendig beschrieben und die magischen Elemente sind kindgerecht, aber nicht zu einfach. Beim Vorlesen gab es immer wieder Stellen, an denen meine Nichte neugierig nachgefragt hat, und genau das macht für mich ein gutes Kinderbuch aus. Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Humor, Gefühl und Spannung. Es ist nicht düster überladen, aber trotzdem geheimnisvoll genug, um dranzubleiben. Einige Wendungen waren für mich recht vorhersehbar, doch für die Zielgruppe funktioniert das wunderbar. Ein liebevoller, fantasievoller Auftakt mit Herz, Chaos und ganz viel Magie.













