
Ein Buch was jeder lesen sollte. Es ist kein Einzelfall. Ehrenmörder passieren mitten in Deutschland !
M „Mein Schmerz trägt deinen Namen – Ein Ehrenmord in Deutschland“ von Hanife Gashi ist kein Buch, das man einfach liest und wieder weglegt. Es bleibt. Es tut weh. Und genau deshalb ist es so wichtig. Dieses Buch erinnert mich daran, warum ich Feministin bin – und warum ich es immer sein werde. Ich komme aus derselben Kultur wie Hanife Gashi. Und obwohl wir im Jahr 2026 leben und ich 25 Jahre alt bin, begegnen mir noch immer Denkweisen, die sich anfühlen, als wären sie Jahrhunderte alt. Besonders für junge Albanerinnen in Deutschland, die in sehr traditionellen Haushalten aufwachsen, ist Freiheit oft kein selbstverständliches Recht, sondern ein täglicher Kampf. Ich hatte Glück. Mein Vater war modern, reflektiert und fair. Er hat uns nie Dinge verboten, die er selbst getan hat. Rausgehen, Jungs treffen, Tattoos, Piercings – für ihn war klar: Das ist menschlich. Das gehört zu dieser Zeit. Und dieses Glück ist mir erst durch solche Geschichten wirklich bewusst geworden. Denn Hanifes Geschichte ist kein Einzelfall. Ehrenmorde sind keine „Geschichten von früher“ und kein Problem, das weit weg passiert. Sie passieren hier. Mitten in Deutschland. Und sie entstehen aus einem Ehrbegriff, der Kontrolle über Frauen stellt und Gewalt mit Tradition verwechselt. Was ich an diesem Buch besonders stark finde: Hanife Gashi zeigt die albanische Kultur differenziert. Sie macht deutlich, dass Kultur nichts Starres ist. Dass sie sich entwickelt. Dass sie in jedem Haushalt anders gelebt wird. Und dass Tradition niemals als Rechtfertigung für Unterdrückung oder Gewalt dienen darf. Dieses Buch hat mich traurig gemacht. Wütend. Nachdenklich. Aber auch dankbar – für meine Familie, für meine Freiheit. Und es hat mich darin bestärkt, meine Stimme zu erheben. Für die Frauen, die es nicht können. Lest dieses Buch. Wirklich. Es geht uns alle an. 🤍


