Nach "Night School" habe ich mich wahnsinnig auf diesen Thriller von Daugherty gefreut. Doch meine Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt. Zuerst einmal: Es handelt sich hier um ein solides Buch, das man absolut lesen kann. In den Figuren erkennt man die Autorin wieder, ebenso in ihrem faszinierenden Stil. Auch das Setting überzeugt mit Bildhaftigkeit. Nur leider gleicht das Werk im Ganzen viel eher einem Kriminalroman als einem Thriller, was natürlich nicht ganz meiner Erwartung entsprach. Dazu kommt, dass ich persönlich nach den ersten hundert Seiten sagen konnte, um wen es sich bei dem gesuchten Täter handelt. Natürlich ist es faszinierend zu lesen, wie sich die Protagonistin in ihre Theorien verstrickt und auf der vollkommen falschen Spur wandelt, ein bisschen mehr Spannung hätte einem deklarierten Thriller aber nicht schlecht getan. Kurz zusammengefasst: Ich hätte von dem Buch einfach mehr erwartet. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind zwar toll ausgearbeitet, aber das ist in einem Thriller/Kriminalroman eben nicht alles.
Der Schreibstil war gut, nur leider wurde mir Harper im Verlauf des Buches immer unsympathischer und das Ende war für mich alles andere als ne Überraschung.
Überraschendes Ende das leider offen ist..
Etwas langwierige Geschichte, hat mich nicht 100% gecatcht. Das Ende war überraschend und blieb leider offen.
Ich mag in einem Thriller einfach keine aufgeblähten, seitenlangen Beschreibungen von Orten und Personen die für die Handlung keine Relevanz haben. Das Buch ist voll davon - z. B. ein Türsteher, der beschrieben wird, inkl. kurzer Hintergrundinfo führt einen kurzen, nichtssagenden Dialog mit der Prota und taucht dann nie wieder auf. Der Twist bzw der Täter bekommt man ohne großes Nachdenken relativ früh raus. Danach hab ich nur queer gelesen. 1,5 Sterne für ein bißchen Atmosphäre und die Hauptprota. Keine Reihe, die ich weiter verfolgen werde.



