15. Juli
Rating:5

Trostlosigkeit ohne einen Funken Hoffnung verpackt in einer außergewöhnlichen Schreibweise

Wie bei allen Büchern von Cormac McCarthy bin ich mir auch bei diesem Buch über seine Wirkung auf mich erst im Nachhinein bewusst geworden. Seine Schreibweise trägt mich immer durch das Geschehen und erst später kommen meine Gedanken und Emotionen darüber zum Vorschein. Bei diesem Buch war es ganz genauso. Diese Geschichte ist an Trostlosigkeit kaum zu überbieten, der Protagonist ist sicherlich kein guter Mensch, jedoch im Endeffekt einfach eine "arme Sau". Alles was er besitzt verliert er nach und nach, genau wie seinen Verstand. Und auch wenn er schlimme Taten durchführt, hat mir jeder Schlag der ihn getroffen hat nicht losgelassen. Die letzten Abschnitte kommen in ihrer nüchternen Sachlichkeit nach allem was passiert ist so herzlos und auch grausam rüber, wie es für meinen Geschmack nur McCarthy bei mir schaffen kann.

Ein Kind Gottes
Ein Kind Gottesby Cormac McCarthyROWOHLT Taschenbuch