
Wie immer großartig abgeliefert...
Wir haben am Anfang viele Wiederholungen der vorherigen Bände und Einstellungen der Beteiligten, was gut ist, wenn man eine große Pause zwischen den Bänden hat. Da wir recht zügig weitergelesen haben, war es etwas ermüdend immer wieder das Gleiche zu lesen, aber das legte sich glücklicherweise mit den nächsten Abschnitten. Wie auch in den Vorgängern habe ich auch hier wieder diese kleinen verwöhnten Gören, die nie genug bekommen können und Cecily hat hier die Position mit ihrer Gehässigkeit und losen Zunge eingenommen. Auch Elizabeth hat für mich anfänglich nicht viele Sympathiepunkte zu erwarten, mausert sich aber als vernünftige und doch recht strapazierfähige Persönlichkeit. Damit hat das Buch große Pluspunkte bei mir gesammelt, da man den Eindruck bekommt, dass Philippa Gregory mehr ins emotionale Detail geht und gewisse Situationen mit einem richtig guten Feingefühl rüberbringt. Auch die Annäherungen von Elizabeth zu Henry passieren sehr langsam, aber dafür umso natürlicher und ich hatte Freude daran zu lesen, dass beide endlich mal zu dem Punkt des Glückes finden, wo sie hingehören. Nur leider ist bis zum Schluss hin ein großes Vertrauensproblem zwischen den beiden und Henry ist der unsicherste und verängstigte König, von dem ich je gelesen habe. Das war allerdings für mich das Beste an dem Buch. Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet und uns vermittelt, damit wir trotz der wenigen Informationen über diese Zeit ein rundes und ausformuliertes Bild bekommen.



