Nicht schlecht, aber einfach viel zu viele Zufälle.
Die stumme Zeugin war jetzt mein 3. Buch der Autorin und leider nicht ihr Bestes. Das es der 3. Teil einer Reihe ist, habe ich nicht bemerkt, aber man kann diese unabhängig voneinander lesen, da jeder Teil in sich abgeschlossen ist. Die Autorin lässt auch gleich zu Beginn prägnante Infos einfließen, die genügen, um sich ein Bild von Karin, ihrem Mann Mac und ihrem Polizisten-Freund Billy zu machen. Als Karin von Billy unbewusst in einem der Mordfälle hineingezogen wird, kann sie sich dem Sog um die Aufklärung des Prostituierten-Mörders kaum noch entziehen. Als dann auch noch ihr Kindermädchen Chali erstochen aufgefunden wird, beteiligen sich die beiden Ex-Polizisten, welche zwischenzeitlich beide als Privatdetektive arbeiten, aktiv an den Ermittlungen – zum Leidwesen ihrer Ex-Kollegen. Fazit: Die Autorin hat sich große Mühe gegeben, hier eine durchdachte und logische Geschichte zu konstruieren und diese zum Schluss hin sauber aufzulösen. Aber und jetzt kommt das aber: Dieses Buch lebt einfach von viel zu vielen Zufällen. Wer glaubt ernsthaft, dass Privatpersonen, auch wenn sie Privatermittler oder mit einem Polizisten befreundet sind, so mir nichts dir nichts an einem Tatort rumspazieren und Zugang zu allen Informationen erhalten? Leider fand ich auch die Protagonisten Karin unglaubwürdig. Was der Polizei in zwei Jahren nicht geglückt ist, schüttelt sie gefühlt in zwei Wochen locker aus dem Ärmel.


