In diesem Buch geht es um Fortschritt, den nicht jeder Mensch nutzen kann. Dies führt zu Diskriminierung und Vorurteilen.
Jarra gehört zu der Minderheit, die diesen Fortschritt, Portalreisen außerhalb der Erde, nicht nutzen kann. Sie will von den Exos, den Norms, genauso normal wahrgenommen werden, wie alle anderen. Also nutzt sie eine Gelegenheit, um ihren Mitstudenten vorzugaukeln, sie wäre auch ein Norm.
Das Buch ist sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Freue mich schon auf die weiteren Teile der Reihe.
2.5/5.0
Der Klappentext und die Idee sind wirklich interessant. Leider hat es an der Umsetzung gehapert. Die Informationen über die Welt sind so dürftig, dass mich diese zu keiner Zeit wirklich bildlich vorstellen konnte.
Die Handlung ist eher simple gehalten und ohne richtige spannenden Höhepunkte. Es fehlt der Handlung definitiv an Tiefe.
Die Charaktere sind weder sonderlich sympathisch noch unsympathisch. Richtig mitfiebern konnte ich mit Jarra leider gar nicht.
Ich werde die Reihe trotz Enttäuschung wohl weiterlesen, da ich noch Hoffnung habe, dass sich die Reihe noch positiv entwickeln wird.
Am Anfang der Geschichte erklärt Jarra, wie ihr Leben abläuft und was es von dem der anderen unterscheidet. Man wird also nicht vollkommen ahnungslos in die Geschichte geworfen, sondern erfährt die wichtigsten Dinge. Danach fängt Jarra an, von den Ereignissen zu berichten. Dabei erfährt man immer mehr über die Welt im Buch.
In diesem Buch sind die Menschen dazu in der Lage, sich von einem Planeten auf den anderen zu teleportieren, ganz wie sie Lust haben. Alles wurde in mehrere Sektoren aufgeteilt und jedem gehören einige Planeten an. Jeder dieser Sektoren hat seine eigenen Regeln und Verhaltensweisen, was das Zusammentreffen beim Studium ziemlich kompliziert gestaltet. Da die Geschichtskurse alle auf der Erde abgehalten werden, damit alte Ausgrabungsstätten besucht werden können, war es für Jarra egal, für welche Universität sie sich entscheidet. Um nicht sofort als „Affenmensch“ erkannt und beleidigt zu werden, erfand sie die Identität von Jarra, der Militärstochter. Alles hat sie sich genau überlegt und versetzt sich so gut in ihre Rolle hinein, dass niemandem auffällt, dass sie lügt.
Alles wird super erklärt, sodass man das meiste auf Anhieb versteht. Informationen über die Welt werden in die Dialoge eingebracht oder sind Teil des Geschichtsunterricht, sodass es einem selten wie Info-Dumping vorkommt und man nicht ständig von Details überrumpelt wird.
Die Handlung an sich hat mir sehr gefallen. Das Setting wirkte auf mich überzeugend und gut ausgebaut und bietet einen guten Standpunkt für die Geschichte. Die Charaktere sind klasse und auch die Handlungsteile an der Ausgrabungsstätte haben mir gefallen, auch wenn diese stellenweise etwas langatmig waren. Das Buch konnte mich völlig mitreißen und ich freue mich darauf, die Reihe nun direkt weiterlesen zu können.
Charaktere:
Jarra ist behindert, d.h. sie kann sich nicht auf andere Planeten teleportieren. Nach einer Weile denkt und handelt sie immer mehr entsprechend ihrer ausgedachten Identität. Jarra weiß genau was sie will und für gewöhnlich kann sie ihren Willen auch durchsetzen. Sehr gefallen hat mir, dass sie nicht dumm und hilflos ist, sondern sich besser auskennt als jeder andere und auch dazu steht und ihr Können zeigt. Das macht sie für mich zu einer starken Protagonistin, auch wenn sie ihre wirkliche Identität dafür zunächst geheimhalten muss.
Ohne zu verraten wer es ist, kann ich sagen dass ich auch den Love-Interest sehr mag. Er ist ruhig und intelligent, dabei wirklich lieb und bringt überhaupt keine der typischen Klischees mit. Vor allem überlässt er meist Jarra das Ruder, weil er weiß und respektiert, sie mehr Ahnung hat.
Fazit:
Das Buch ist spannend und mitreißend. Handlung, Weltenentwurf und Charaktere konnten mich allesamt überzeugen. Große Empfehlung!