
,,Die Frauen, die er kannte“ ist ein spannender Thriller mit kleinen Längen.
In Stockholm wird erneut eine Frau ermordet. Sie ist schon das dritte Opfer. Alles deutet darauf hin, dass der bekannte Serienmörder Edward Hinde hinter den Taten steckt. Das Problem ist jedoch: Hinde sitzt seit Jahren im Hochsicherheitsgefängnis. Deshalb holt Kommissar Höglund den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman zurück ins Team. Sebastian hatte Hinde damals gefasst und ins Gefängnis gebracht. Doch für das Team ist er mit seiner arroganten Art schwer zu ertragen. Für Sebastian selbst wird der Fall schnell zu einem Albtraum, denn er kennt den Namen des nächsten möglichen Opfers. Mit Sebastian Bergman bin ich wieder schnell warm geworden, ich mag ihn, weil er einfach nicht ,,der Norm“ entspricht. Er ist ein Charakter, den man gleichzeitig faszinierend und anstrengend findet. Sebastian ist arrogant, oft egoistisch und macht viele Fehler, aber genau das macht ihn so interessant. Besonders gefallen hat mir, dass man im Laufe der Geschichte immer mehr merkt, wie sehr ihn dieser Fall belastet. Seine Gedanken und inneren Konflikte wirkten authentisch und haben dafür gesorgt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Seine Entwicklung hat mir in diesem Buch auch sehr gut gefallen. Auch das Ermittlerteam mochte ich wieder sehr gerne. Die Dynamik zwischen den Charakteren sorgt dafür, dass die Geschichte lebendig bleibt. Jeder bringt etwas anderes in die Ermittlungen ein und gerade die Spannungen innerhalb des Teams haben mir gefallen. Dadurch wirkte vieles realistischer und nicht zu perfekt dargestellt. Ich mochte es sehr, dass jeder immer er selbst geblieben ist und sich nicht für irgendwen verstellt hat. Der Schreibstil von Michael Hjorth war für mich nicht neu, da ich bereits den ersten Band der Reihe gelesen habe. Die Schreibweise von dem Autoren war spannend, flüssig und angenehm zu lesen. Die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel haben dafür gesorgt, dass man immer weiterlesen wollte. Besonders die Atmosphäre und die psychologischen Elemente haben mir gut gefallen. Die Autoren schaffen es, Spannung aufzubauen und gleichzeitig die Charaktere weiterzuentwickeln. Auch der Lesefluss wurde hierbei in keiner Weise gestört, sondern durch den tollen Schreibstil positiv unterstützt. Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es war spannend und psychologisch interessant, auch wenn es zwischendurch kleine Längen hatte. Manche Szenen hätten für mich etwas kürzer sein können und an einigen Stellen zog sich die Handlung ein wenig. Dadurch hat sich das Buch zwischendurch langsamer angefühlt, als ich es erwartet hätte. Trotzdem blieb die Geschichte spannend genug, dass ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt und wollte weiterlesen. Ich freue mich sehr auf den dritten Band der Reihe.


















































