„ (…) Das Schicksal lässt sich nicht betrügen, es lenkt uns, und wir alle sind seine Sklaven.“
Auch Band 3 hat mich wieder direkt gepackt und in das neunten Jahrhundert, brutale Schlachten und schwierige Entscheidungen, entführt. Uhtred wird in die turbulenten Machtkämpfe im Norden verwickelt. Es ist eine Geschichte von Verrat, der Suche nach Rache und der unentrinnbaren Last des Erbes. Uhtreds militärisches Geschick ist unbestreitbar, doch seine Arroganz und sein Trotz stellen ihn immer wieder vor große Prüfungen, besonders in seiner schwierigen Beziehung zu König Alfred. Und dennoch mag ich Uthred sehr. Seine Leidenschaft und sein Pragmatismus sind einzigartig. Wie auch die vorherigen Bände ist das Buch wahnsinnig gut geschrieben. Man spürt die Kälte, man hat das Gefühl den Geruch von Rauch und Blut selbst in der Nase zu haben. Die Schlachtszenen sind authentisch, packend und von einer Klarheit, die einen direkt ins Zentrum der Schildwall-Formation versetzt. Er macht die Gefahren und die Taktik dieser frühen Kriege greifbar. Fazit: Für mich ein tolles Buch mit einem immer wiederkehrenden Kern: Uhtred mag die besten Pläne schmieden, doch letztlich scheint eine höhere Gewalt seine Laufbahn zu bestimmen – ein düsterer Faden, der sich durch die Geschichte zieht: „ (…) Das Schicksal lässt sich nicht betrügen, es lenkt uns, und wir alle sind seine Sklaven.“ Wer historische Romane mag, die ehrlich, blutig und packend sind, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Ein echtes Highlight!


