Tiefgründige Trilogie mit historischem Hintergrund
Zwar noch nicht ganz zu Ende gelesen, aber ich denke, ich kann die Rezension schon jetzt mit gutem Gewissen schreiben Kerr zeigt in der Trilogie, beginnend im Jahr 1936 nicht nur die Entwicklung seines Protagonisten Bernhard Gunther, sondern auch das Denken und Handeln der Deutschen vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg. Dazu entwickelt sich der Privatdetektiv auch weiter: ist er im ersten Teil noch etwas vorlauter und sicher, dass es keinen Krieg geben wird, findet man ihn im dritten Teil desillusioniert und härter vor. "[...]Das hat mir das Lager gebracht - dass ich nirgend wo mehr willkommen war " (Seite733) ...und man fühlt mit ihm, man merkt, wie er ein Stück gebrochener ist. Auch die Detektivgeschichten sind gut durchdacht, man weiß nicht schon nach ein paar gelesenen Seiten, wer der Täter ist und wie alles zusammen hängt. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung. Auch wenn die Trilogie mit 1066 Seiten etwas Sitzfleisch erfordert, merkt man kaum, wie die Zeit vergeht.
