Den Frieden sichern und ein Akt der Liebe
Mit Band 4 der Ramses-Reihe von Christian Jacq stehe ich nun an einem bittersüßen Punkt: Nur noch ein einziger Band trennt mich vom Ende dieser grandiosen Reise – und ehrlich gesagt, habe ich davor richtig Angst. Denn diese Reihe hat mich vom ersten Moment an mitgerissen, begeistert und emotional tief berührt. Sie hat einfach alles, was eine gute Buchreihe braucht: Liebe, Machtkämpfe, Intrigen – und diese besondere, geheimnisvolle Aura, die nur ein Buch über das alte Ägypten entfalten kann. Im vierten Band geht es wieder ordentlich zur Sache. Die Sicherung des Friedens mit den Hethitern verlangt von Ramses absolutes Fingerspitzengefühl – und ich finde, Christian Jacq bringt das auf eine unglaublich eindrucksvolle Art und Weise rüber. Man spürt förmlich die Spannung der diplomatischen Verhandlungen, die politischen Fallstricke, die jeden Schritt begleiten. Gleichzeitig verschmilzt er historische Fakten mit fiktionalen Elementen so nahtlos, dass man gar nicht merkt, wo das eine endet und das andere beginnt. Es ist eine Kunst – und dieser Band ist ein echtes Meisterwerk. Natürlich fehlen auch die Intrigen am Hof nicht. Sein fiktiver Bruder Schenar (dieser intrigante Mistkerl!) versucht wieder alles, um Ramses zu stürzen. Ob er es schafft? Das bleibt die große Frage – und genau das hält uns als Leser in Atem. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Und dann ist da wieder diese Atmosphäre, diese Aura... Ich habe fast körperlich gespürt, wie der Sand durch meine Finger rinnt, wie die sengende Sonne auf meiner Haut brennt – ich war mit jeder Faser in Ägypten. Diese Reihe hat mich nicht nur unterhalten, sie hat mich mitgenommen, berührt und verzaubert. Von Herzen kann ich Die Herrin von Abu Simbel – und die gesamte Ramses-Reihe – nur empfehlen. Wer sich nach einer Geschichte sehnt, die Herz, Geschichte und Magie verbindet, wird hier ganz sicher fündig. Und ich? Ich lese jetzt Band 5 – mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
