
Tiere - Gefangen im Keller eines verstörten Mannes
„Tiere“ von Simon Beckett ist ein ungewöhnlicher Thriller, der sich stark von den bekannten Büchern rund um David Hunter unterscheidet. Statt Spannung und Handlung steht hier fast nur die Gedankenwelt des Täters im Mittelpunkt – und genau das macht das Buch schwierig. Die Geschichte folgt Nigel, der isoliert im alten Pub seiner Eltern lebt und im Keller Menschen gefangen hält. Alles wird aus seiner Sicht erzählt, wodurch man tief in seine Vergangenheit und seine verstörten Gedanken eintaucht. Die Idee dahinter ist interessant und sorgt für eine düstere, unangenehme Atmosphäre. Allerdings überwiegen klar die Schwächen. Die ständigen Gedanken von Nigel sind auf Dauer eintönig und machen das Lesen anstrengend. Es fehlt an Abwechslung, Spannung und echten Entwicklungen in der Handlung. Vieles zieht sich, ohne dass wirklich etwas passiert. Dadurch macht das Buch oft keinen Spaß, obwohl das Thema eigentlich spannend sein könnte. Auch der Schreibstil wirkt teilweise recht schlicht und weniger ausgearbeitet. Insgesamt bleibt „Tiere“ eine interessante Grundidee, die aber zu einseitig und zäh umgesetzt ist. Von mir daher 5 von 10 P. (abgeschlossen 30.04.2026)
























































