Die persönlich reingebrachten Geschichten vor allem bei dem Thema Schwangerschaft hat mir persönlich total gut gefallen. Habe richtig mit gelitten 😮💨🥺😔.
Es ist sehr Sachlich und mit vielen Informationen und Studien wie auch Internetseiten Hinweisen versehen. Das gefällt mir zwar gut doch es sind mir persönlich etwas zu viele. Es ist deutlich zu merken wie viel Recherche und Hintergrund Arbeit drin gesteckt. Was ich bemerkenswert finde ❤️🙏.
Das Ende war mir persönlich zu lanartmig. Mit der Wut hätte ich etwas davor positioniert und dann mit dem Thema Zwischen Angst und Selbstermächtigung aufgehört.
Wut noch so in den Epilog zu packen fand ich nicht so gut hätte es mit ins Buch als Festes Thema gepackt nicht so weit weg.
Ein ziemlich gutes Buch, das die Scham von Frauen und weiblich gelesenen Menschen in ausführlicher Weise erklärt und auch auf die grundlegenden Probleme des Patriarchats aufmerksam macht. Allerdings hatte ich bei dem Titel gehofft, noch mehr über die im Klappentext erwähnten Entschuldigungen zu lesen. Zudem fand ich ein, zwei Kapitel deutlich zu lang. Deshalb bin ich nur bei vier Sternen.
Sehr persönliches und befreiendes Buch, das aus eigenen Erfahrungen auf gesellschaftliche Verhältnisse zurückschließt und benennt, dass Scham oft gar nicht so individuell ist, sondern häufig mit dem Patriarchat zusammenhängt. Punktet mit großem Facettenreichtum. Besonders gut für Einsteiger:innen geeignet, die nach ähnlichen Lebensrealitäten suchen.
Ein Must-Read für alle, eigentlich vor allem für Männer, um zu verstehen, warum sie oft das Problem sind ;)
Liest sich sehr gut, zugänglich und ist erhellend.
SUB Abbbau Challenge 5/36
Das Buch hat mich aufgrund des Schamthemas angesprochen. Es lässt sich leicht lesen, da die Kapitel selbst auch noch oft unterteilt sind - so kann man das Buch häppchenweise lesen.
Wenn man sich noch gar nicht mit Feminismus & dem Patriachart auseinander gesetzt hat, ist das auf jeden Fall ein netter Einstieg.
Ich hatte mir ehrlicherweise einen etwas tieferen Blick in die weibliche Scham was ihre Sexualität angeht, gewünscht. Das wird auch angerissen, aber eben mehr doch nicht und so gibt es Themenbereiche wie z.b. reality TV, die mich nicht so interessiert haben.
Aber definitiv ein gutes Buch zu den verschiedensten Themen des Feminismus und ein guter Einstieg.
Ich habe lange auf Anika Landsteiners neuen Essayband gewartet - auch weil ich das Thema einfach sehr spannend fand. Ich kenne diese Situationen selbst gut genug, in denen ich mich für alles mögliche entschuldige, mich selbst zurücknehme und demütig zeige. In mehreren Kapiteln beleuchtet Anika Landsteiner in "Sorry not sorry" die weibliche Scham. Erklärt, was sie mit unserer Sozialisierung zu tun hat, wie sie sich auf das Körperbild der Frauen auswirkt, auf die Arbeitswelt. Klar, nicht alle Erkenntnisse, die Landsteiner zusammengetragen hat, sind vollkommen neu, dennoch fand ich gerade die Kapitel zu Reality-TV oder auch Heirat sehr spannend - vor allem wegen der persönlichen Bezüge. Eine Eigenschaft des Buches, die es auf jeden Fall sehr viel nahbarer macht, als ein rein faktenbasiertes Sachbuch. Ich empfehle "Sorry not sorry" allen, die sich mit ihrer eigenen Scham auseinandersetzen und vielleicht Verhaltensmuster erkennen wollen. Aber auch Männer, die sich vielleicht in erster Linie nicht als Rezipienten sehen, können bestimmt einige Einblicke gewinnen. Eine große Leseempfehlung!
„So lange es Macht gibt, gibt es Unterdrückung. Und um dieses Ungleichgewicht zu festigen benötigt es Werkzeuge. So eben auch die Scham.“
Dieses Buch greift sehr viele wichtige Themen auf, u.a. Armut, Gewalt, Körperbild, Ehe, Verhütung, und Reality-TV und liefert auch eine Menge historischer Fakten/Ursprünge.
Die weibliche Wut wird systematisch stigmatisiert, dabei treibt uns Wut an, Scham bremst uns hingegen aus.
Ein Buch, das Wut und Mut macht. Wut über bestehende Systeme, Mut, sich damit auseinander zu setzen, zu wissen "Du bist nicht allein!" Und ein Anstoß, verinnerlichte Denkweisen zu reflektieren. Danke, Frau Landsteiner!
Es ist ein sehr gut geschriebenes Buch!
In dem Kapitel zur Endo habe ich durchgehend geweint, weil die Autorin so genau beschreibt, wie ich mich fühle und gleichzeitig freue ich mich für Sie, dass sie einen guten Umgang mit ihr gefunden hat!
Für alle die ihre Female Rage entfachen oder wieder auflodern lassen wollen. Mir hat das Buch nicht so viele neue Aspekte gegebe, aber gut zur Wiederauffrischung oder als Einstieg in die Themen Feminismus und strukturelle Diskriminierung.
Anika Landsteiner beschäftigt sich im Rahmen mehrerer Essays mit weiblicher Scham - und ihren vielseitigen Facetten.
Den Stil fand ich sehr angenehm und gut zu verstehen. Es war eine gute Mischung aus persönlich und sachlich und ein großes Lob an die Autorin für ihren Mut und ihre Offenheit!
Inhaltlich - muss ich zugeben - hat mir das Buch wenige Neuerkenntnisse gegeben, was ich sehr schade fand. Ich fand viele persönliche Erfahrungen und Perspektiven sehr interessant, aber insgesamt hatte ich nicht das Gefühl viel Neues zu lernen. Oft hatte ich das Gefühl, dass ich die Dinge zwar noch nicht von dieser Seite aus betrachtet hatte, aber aus dem Gesamtschluss konnte ich wenig ziehen.
Der Blick ins Quellenverzeichnis hat mich auch nicht unbedingt überzeugt. Es waren keine unprofessionellen Quellen, aber sehr viele Websiten und aktuelle Ereignisse und weniger wissenschaftliche Beiträge. Eine starke wissenschaftliche Fundierung hat mir insgesamt auch gefehlt.
Die Gestaltung des Buches finde ich recht seltsam. Das Cover gefällt mir von den Farben nicht allzu gut und die Verarbeitung wirkt unfertig und billig.
Das Buch ist meiner Meinung nach etwas für Menschen, die sich bisher wenig mit Feminismus beschäftigt haben, aber wer sich einigermaßen mit der Materie auskennt wird nach dem Lesen auch nicht viel schlauer. Dennoch präsentiert die Autorin viele komplexe und persönliche Aspekte, die durchaus interessant sind.
Die Scham ist weiblich
Ein sehr persönliches Sachbuch, von der Autorin selbst gelesen über die weibliche Scham. Anika Landsteiner zeigt unter anderem an Hand von Selbsterlebtem auf, was immer noch schief läuft in unserer ach so aufgeklärten Welt. Leider leben wir nach wie vor in einer „Mens World“ und das zeigt sich in allen Lebensbereichen.
Die Scham ist weiblich und bewusst anerzogen. Das kann nur wütend machen.
Ein Augen öffnendes Sachbuch,trotzdem sehr unterhaltsam geschrieben , dass ich nur jedem ans Herz legen kann.
Ein sehr wichtiges und persönliches Buch der Autorin Anika Landsteiner, die ansonsten als Schauspielerin und Romanautorin bekannt ist, zum Thema weibliche Scham. Das Hörbuch wurde von der Autorin selbst eingesprochen und ist sehr angenehm zu hören.
"Solange es Macht gibt, gibt es Unterdrückung, und um dieses Ungleichgewicht zu festigen, benötigt es Werkzeuge - so eben auch die Scham."
Die ersten Menschen, die sich schämten waren - wie kann's anders sein: Adam und Eva. Das Feigenblatt ist bis heute, zumindest im Sprachgebrauch, geblieben. Eva gilt seit ihrer Vertreibung aus dem Paradies als die Mutter aller Schuld und Scham.
Stellt euch mal vor, Eva hat Augenringe und Pickel. 🫣 Eva hat ihre Tage und bittet lautstark um einen Tampon. 🫣🫣 Eva wird ungewollt schwanger (war bestimmt so), sucht die Schwangerschaftsberatung auf und entscheidet sich für einen Abbruch. 🫣🫣🫣
Zumeist weiblich konnotiert hat das Schämen eine lange "Tradition", vielfältige Gründe und wurde stets gefestigt von Kirche, Staat und Patriarchat. Scham entsteht, wenn wir Erwartungen nicht erfüllen und nicht der Norm entsprechen. Doch sie basiert auch auf Unterdrückung. Frauen schämen sich häufig für Dinge, die ihnen passieren, für die sie nichts können. Ihr Selbstwert wird seit jeher kleingehalten - auch der finanzielle: Gender-Pay-Gap. Dieser entsteht u. a. durch unbezahlte Care-Arbeit: Gender-Care-Gap. Wodurch insgesamt später die Altersarmut droht: Gender-Wealth-Gap. Sollten sie dieses Alter nicht erreichen, liegt das möglicherweise daran, dass Frauen auch in der (medizinischen) Forschung quasi nicht vorkommen. Nicht erkannter Herzinfarkt: Gender-Data-Gap. Der Buchtitel könnte also auch lauten: Mind the Gap!
@anikalandsteiner geht in ihrem Essay "Sorry not sorry" nicht nur der verhaltensbiologischen Funktion von Scham auf den Grund, sondern entlarvt sowohl die eigentlichen Verursacher als auch ihre Profiteure.
Es ist kein Ratgeber und dennoch meine ich, einen Ansatz erkannt zu haben, wie wir aus der Rechtfertigungsschleife rauskommen und das ewige Schamgefühl loswerden können. Der natürliche Feind der Scham ist die Empathie. Also sollten wir emotionale Verletzungen nicht wegschließen, sondern drüber sprechen und die Stufen planieren.
„Sorry Not Sorry“ von Anika Landsteiner ist ein fesselndes und erfrischendes Buch, das sich mutig mit den Themen Selbstfindung, Unabhängigkeit und den Herausforderungen der modernen Gesellschaft auseinandersetzt.
Landsteiner nimmt ihre Leser*innen mit auf eine Reise durch die Höhen und Tiefen des Lebens, wobei sie auf humorvolle und doch tiefgründige Weise die Hürden beschreibt, die Frauen in einer von Erwartungen geprägten Welt überwinden müssen.
Die Erzählweise ist ehrlich und direkt, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Die Autorin spricht viele alltägliche und oft unangenehme Themen an – von gesellschaftlichem Druck bis hin zu persönlichen Unsicherheiten – und schafft es, diese auf eine Art und Weise zu vermitteln, die nicht nur unterhaltsam, sondern auch zum Nachdenken anregend ist. Besonders beeindruckend ist, wie Landsteiner ihre persönliche Perspektive in eine universelle Botschaft überträgt, die viele Leser*innen anspricht und in ihrer eigenen Lebensrealität widerspiegelt.
Die Mischung aus Emotionalität und der klaren Botschaft der Selbstakzeptanz macht „Sorry Not Sorry“ zu einem Werk, das sowohl aufrüttelt als auch inspiriert. Es fordert dazu auf, die eigenen Fehler und Schwächen zu akzeptieren und sich von gesellschaftlichen Normen nicht unterkriegen zu lassen. Landsteiner zeigt auf, dass es okay ist, sich selbst treu zu bleiben, auch wenn man dabei nicht immer den Erwartungen anderer entspricht.
Ein absolut lesenswertes Buch, das nicht nur die feministische Bewegung unterstützt, sondern auch jedemr Leserin Mut macht, sich selbst zu lieben und sich nicht für die eigene Existenz zu entschuldigen.
Ich muss sagen es gibt 2 Sterne, weil hier doch 1 oder 2 Sachen meiner Meinung entsprachen und der Rest war einfach nur nervig übertrieben. Es wird vieles dermaßen überzogen dargestellt, daß ich mich frage, was der Dame alles passiert sein muss, das sie so einen Groll entwickelt hat. Ja, auch ich habe eine starke Persönlichkeit, die sich nicht viel gefallen lässt, aber deshalb rege ich mich nicht über alles so auf... Sorry, Not sorry... 🤣
Und das gegendere hat massiv genervt. Der Lesefluss wird komplett gestört, passt aber zum Rest. War eigentlich ein Abbruchkandidat, aber als Hörbuch kann man es schon beenden... 🤷🏻♀️
Jeder egal ob Frau oder Mann sollte das Buch lesen. Zwischendurch ist es etwas träge zum lesen. Aber wie viele Situationen wurden beschrieben, die ich 1:1 nachvollziehen kann, bei denen mir aber bis jetzt nicht bewusst war, dass das Gefühl was ich fühlt Scham war.
Absolute Empfehlung - hinter jedem zweiten Satz ein dickes: YES GIRL!
Sollte man lesen. Habe mich häufig wiedergefunden und gedacht: yes! Genauso ist es! Sicherlich die Welt nicht neu erfunden, aber bringt Themen zurück ins Bewusstsein, die manchmal in den Hintergrund rücken.
An sich ist das hier ein gutes Buch für alle, die sich grundlegend mit dem Thema Feminismus beschäftigen möchten. Wenn man schon tiefer in der Materie drin ist, ist es mir an manchen Stellen etwas zu oberflächlich.
Ich hätte gerne tiefergehende Informationen über weibliche Scham bekommen. So habe ich kaum etwas Neues gelernt, aber konnte viele Dinge nochmal auffrischen und bin jetzt natürlich wieder richtig sauer. Würde mir wünschen, dass Männer dieses Buch lesen.
Lest oder hört dieses Buch unbedingt. Absolut wertvoll, bestärkend und einfach großartig.
Bestärkend. Kraftvoll. Beeindruckend. Lese-/ Hörerlebnis:
"Sorry not sorry - über weibliche Scham" von Anika Landsteiner habe ich zunächst gehört. Das Buch ist in 10 Essays eingeteilt, die auch unabhängig gelesen werden können, aber in der Reihenfolge mehr Wirkung erzielen. Die Texte wurden von der Autorin selbst eingesprochen.
Ich konnte kam aufhören ihren Worten zu lauschen, habe konstant mit dem Kopf geknickt, oder "oh mein Gott, ja!" gedacht. Zudem merkte ich, dass der Drang mir Stellen zu markieren stetig zunahm, so dass wenige Tage nachdem ich das Hörbuch beendet hatte, das Print einziehen musste.
Für mich gibt es kein Buch, in dem ich mich je mehr gehört und gesehen gefühlt habe. Alle Essays sind unheimlich gut geschrieben, voller fundierter Recherche und gleichzeitig unheimlich nah.
Wahrscheinlich werden dieses Buch hauptsächlich Frauen lesen, dabei wäre es so viel sinnvoller, wenn es die Männer täten und zwar mit offenen Augen und Herzen.
Ich habe so unheimlich viel aus diesem Buch gelernt und für mich mitgenommen. Inzwischen habe ich es zum vierten Mal gelesen und es wird sicherlich nicht das letzte Mal sein.
Fazit:
Lest oder hört dieses Buch unbedingt. Absolut wertvoll, bestärkend und einfach großartig.
Anika Landsteiner berichtet von der Scham, die uns unser ganzes Leben lang begleitet.
Vor allem Frauen wird schon lange beigebracht, sich zu schämen oder sich für die normalsten Dinge auf der Welt zu entschuldigen.
Landsteiner denkt dabei über ihre eigenen Erfahrungen mit der Scham nach, ist selbstkritisch aber auch sanft mit sich.
Neu waren für mich die Gedanken zu Scham im Reality-TV - ein sehr kontroverses Thema, über das ich jedoch noch nie so intensiv nachgedacht oder gelesen habe.
Landsteiner spricht jedoch auch vielfältige andere Themen an und schreibt dabei modern und ein bisschen frech - was ich aber als sehr erfrischend empfand.
Die Autorin schlägt damit in die Kerbe zahlreicher Texte, die im Moment (zurecht und zum Glück) veröffentlicht werden. Das führt aber auch dazu, dass die meisten Beobachtungen eher Wiederholungen als neue Erkenntnisse darstellen.
Ein Buch das wirklich jede und jeder lesen sollte.
Dieses Buch ist ein Appell sich als Frau nicht mehr zu schämen und der Wut mehr Raum zu geben. »Gegen das System muss angeschrien werden. Nichts verleiht mehr Kraft als Wut, die zur richtigen Zeit gezündet wird. Sie sprengt alle Grenzen, die es nie hätte geben sollen.« Schreibt die Autorin zum Schluss. Eine der vielen Überschriften ihrer Essays ist: Die Scham ist ein Werkzeug patriarchaler Unterdrückung.
Anika schreibt in ihrem Buch über Endometriose, über das Älterwerden als Frau, über Reality-TV, Schwangerschaft und Abtreibung, und vor allem über weiblichen Selbstwert und männliche Grenzüberschreitungen! Das allumfassende Gefühl, das all diese Themen miteinander verbindet, ist eben diese (weibliche) Scham und wie sie weiblich geschriebene Personen ein Leben lang ausbremst, verunsichert, beleidigt, verletzt, entblößt und klein hält.
Nicht sooo viel Neues, wenn man sich viel mit Feminismus beschäftigt. Aber Anika Landsteiner hat die verschiedenen Themen sehr gut aufbereitet, alles vor dem Hintergrund der weiblichen Scham und mit vielen persönlichen Beispielen. Sehr empfehlenswert ist auch das Hörbuch, von der Autorin selbst eingelesen.
Augenöffnende, emotionale und authentische Auseinandersetzung zur weiblichen Scham.
| 𝖬𝖤𝖨𝖭𝖤 𝖫𝖤𝖲𝖤𝖤𝖨𝖭𝖣𝖱𝖴̈𝖢𝖪𝖤
Anika Landsteiner eröffnet in ihrem Buch offen und ehrlich in Kapiteln unterschiedliche Themenkomplexe, nicht nur über weibliche Scham, sondern auch zu gesellschaftlichen Themen, wie diese weiterhin geprägt sind.
Die Autorin reflektiert über ihr Leben, ihre Erfahrungen mit gesellschaftlichen Erwartungen und den ständigen Druck. Sie schafft dabei einen gelungenen Mix aus eigenen Kämpfen und Erkenntnissen und bietet gleichzeitig Raum für Reflexion und Identifikation.
Oft las ich das Buch mit zustimmendem Kopfnicken und großem Respekt, da sie Themen offen anspricht, für die ich mich teilweise noch heute schäme. Das Lesen war für mich sehr emotional, aber auch eine dankbare Erkenntnis, nicht allein zu sein und meine Empfindungen auf etwas zurückzuführen sind.
| 𝖥𝖠𝖹𝖨𝖳
Augenöffnende, emotionale und authentische Auseinandersetzung zur weiblichen Scham.
| 𝖡𝖤𝖶𝖤𝖱𝖳𝖴𝖭𝖦 4,5 | 5 ⭐️
Buchige Grüße 📚📖,
Jeanette.
Absolute Leseempfehlung, das Buch fühlt sich an wie ein sehr gutes Gespräch mit einer Freundin, aus dem man total bestärkt hervor geht! Ich habe es als Hörbuch gehört, von Anika Landsteiner selbst sehr gut eingesprochen, werde mir aber die Printausgabe auch nochmal schnappen, um einige Textstellen zu markieren. Egal ob Körper, Geld, Reality-TV, Schwangerschaft, Ehe oder sexualisierte Gewalt - Anika Landsteiner lässt kein Thema unberührt, das weibliche Scham berührt. Ein Sachbuch für alle 💜
Ich schäme mich für vieles, was auf den folgenden Seiten steht. Und ich schäme mich sogar für die Scham. Doch nichts empfinde ich als mutiger als Verletzlichkeit. Denn sie kann Türen öffnen, welche die Scham verschlossen hat. - Buchzitat (S. 17)
In "Sorry not sorry" nimmt uns Annika Landsteiner mit auf eine Reise durch ihr Leben und die alltäglichen Kämpfe und Herausforderungen, denen Frauen oft begegnen. Der Fokus liegt auf Themen wie Selbstwert, gesellschaftlicher Druck und die vielen Gründe, warum Frauen sich oft entschuldigen. Annika Landsteiner, bekannt für ihre scharfsinnigen Beobachtungen und ehrlichen Darstellungen, ist Autorin, Journalistin und Podcasterin. Mit einem Hintergrund in Schauspielerei und jahrelanger Erfahrung in der Redaktion, bringt sie eine einzigartige Perspektive in ihre Arbeiten ein.
Das Buch beleuchtet, warum Frauen sich häufig für ihre Existenz und Entscheidungen entschuldigen. Landsteiner reflektiert über ihr Leben, ihre Erfahrungen mit gesellschaftlichen Erwartungen und den ständigen Druck, sich zu entschuldigen. Sie teilt ihre eigenen Kämpfe und Erkenntnisse und bietet gleichzeitig Raum für Reflexion und Identifikation.
Ich mochte schon ihren Roman "Nachts erzähl ich dir alles" sehr gerne. Mit "Sorry not sorry" hat Annika Landsteiner nun auch ein Sachbuch geschrieben, das mir sehr gut gefallen hat. Nicht alles war neu, aber bei vielen Kapiteln durfte ich neue und andere Perspektiven kennenlernen. Themen wie sexualisierte Gewalt, Abtreibung bzw. Verhütung, Periode/Endometriose, Schwangerschaft, Wut, Heiraten, Altern, Single-Sein, Schönheitsideale und Guilty Pleasures wie Reality TV werden eindringlich behandelt. In Annika Landsteiners Essays kann man eintauchen und sich selbst wiederfinden. Bei ganz vielen Themen musste ich an mich selbst denken und wie es mir einfach 1:1 genauso geht. Die Autorin gibt in diesem Buch sehr viele persönliche Einblicke. Es fühlt sich an, als würde man mit einer guten Freundin reden. Dabei schreibt sie sehr reflektiert und ehrlich.
"Sorry not sorry" ist ein aufrüttelndes und tiefgehendes Buch, das viele Aspekte des "Frauseins" beleuchtet. Annika Landsteiner schafft es, mit ihren persönlichen Geschichten und scharfsinnigen Beobachtungen die Leser:innen zu berühren und zum Nachdenken anzuregen. Dieses Buch hat mich auf vielen Ebenen angesprochen und verdient deshalb 5 von 5 Sternen.
Der Akt, den eigenen Körper lieben zu lernen, ist ein Akt der Revolution gegen ein System, das ungefragt in ihn eindringen möchte. Wer dieses Vorgehen entlarvt, hat zumindest die Chance, Nein zu sagen und ein Stück weit selbstbestimmter zu leben, frei von Bedingungen und Ansprüchen anderer. - Buchzitat (S. 41)
"Sorry, Not Sorry" von Annika Landsteiner spricht ein unheimlich wichtiges Thema an, mit dem man sich unbedingt auseinandersetzen sollte, egal ob man feministisch eingestellt ist oder nicht: die weibliche Scham.
In 9 großen Kapiteln beleuchtet die Autorin mitunter in sehr persönlichen Einblicken die verschiedensten Varianten, in denen wir uns schämen. Und allzu oft habe ich mich immer wieder selber in den Zeilen wiedergefunden. Sei es z. B. The,men, wie Realty TV, Geld oder das Thema Altern, um nur ein paar zu nennen, überall ist das Thema präsent. Sprachlich spricht das Buch seine Leser und Leserinnen auch direkt an, in klaren Sätzen und ohne reißerisch zu wirken, kommen besonders die persönlichen Passagen richtig stark an, machen es manchmal sehr unbequem, weiterzulesen und sind doch so wichtig, alle Bereiche zu erfassen. Annika Landsteiner nimmt ihre Leser und Leserinnen mit und sorgt dafür, dass man sich selber anfängt zu reflektierten. Mir hat gefallen zu lesen, dass man nicht alleine ist mit seiner persönlichen Scham, in welchen Bereichen mich eine anerzogene Scham beeinflusst hat und mich zum Nachdenken gebracht hat, an welchen Punkten ich daran arbeiten kann, um etwas zu ändern.
Wirklich sehr lesenswert.
Ein realistisches, düsteres und doch unterhaltsames Buch über die anerzogene und erwartete Scham der Frau und ihre Stellung in der Gesellschaft. Ich mag, wie viele Ebenen beleuchtet werden, finde aber zugleich, dass das Buch mehr wie ein einem Tagebuch ähnlichen Bericht wirkt (auch dadurch, dass es sehr persönlich ist) als ein differenziertes Diskurs-Buch. Dennoch fand ich auch die kleinen humoristischen Stellen genau da auflockernd, die in einem objektiveren Text womöglich gefehlt hätten.
Ein gutes Buch, um einmal einen umfassenden Blick auf die verschiedensten Themen rund um Benachteiligung, Unterdrückung der Frauen (bis heute aktuell) zu bekommen.
Anika Landsteiner ist hier eine tolle Mischung aud Sachbuch und der Schilderung sehr persönlicher Erlebnisse gelungen.
Am Beginn hätte sie mich beinah verloren, als die typische Mädchen rosa, Jungs blau - Thematik gebracht wurde. Auch das Kapitel zu Reality TV war für meinen Geschmack etwas zu lang.
Dich mit jedem Kapitel steigt sie tiefer in die Themen ein und ich war froh, am Anfang nicht abgebrochen zu haben. Sehr gut von der Autorin selbst gelesen.
Dreh- und Angelpunkt des Buches ist die Scham, die besonders oft von Frauen empfunden wird und zwar besonders häufig für nicht selbstverschuldete Ereignisse. Anika Landsteiner hat mit ihren Beobachtungen und fundierter Recherche bei mir einen Nerv getroffen, viele Situationen konnte ich direkt nachfühlen und bestätigen, ich war abwechselnd wütend, gefesselt, betroffen und wünsche mir sooo sehr, dass diese wichtigen darin behandelten Themen nicht nur von Frauen, sondern vor allem auch von Männern gelesen werden, denn vieles sind strukturelle Probleme, die in unser aller Bewusstsein kommen müssen, um Veränderung zu ermöglichen. In einigen Kapiteln trat das Hauptthema (weibliche) Scham etwas in den Hintergrund zugunsten feministischer Themen, doch schnell wird deutlich wie stark alles miteinander verwoben ist.
Ein mutiges erhellendes Buch, das durch die ehrliche und reflektierende Sicht auf die eigene Biografie sehr authentisch rüberkommt.
Unbedingte Leseempfehlung!
Mit 'Sorry not Sorry' spricht Anika Landsteiner viele Momente der Scham an. Der weibliche Scham, der unbegründeten Scham. Wie gut es doch tut zu lesen das es anderen Frauen oft ähnlich geht und wie wichtig es ist uns immer wieder vor Augen zu führen das wir uns nicht ständig für alles mögliche und unmögliche schämen sollten. Das Buch hat ein bisschen die Aufgabe einer guten Freundin übernommen die einem sagt:" Ist doch nicht schlimm. Du bist wundervoll so wie du bist. Völlig normal. Es ist nicht Deine Schuld".
Wenn man hin und wieder in die feministische Literatur eintaucht und sich damit beschäftigt ist einem natürlich nicht alles komplett neu, aber trotz dessen kann einiges nicht oft genug erwähnt werden.
Einige Aspekte haben aber doch rausgestochen. Zum Beispiel auf das unglaublich häufige weibliche Schamempfinden einzugehen, das Thema Trash- und Reality TV und vorallem das Thema Endometriose und Schwangerschaftsabbruch. Schön finde ich wie persönlich die Autorin uns das alles erzählt. Das macht vieles um einiges greifbarer.
So gerne wie ich die letzten zwei Romane von Anika Landsteiner gelesen habe, so gerne möchte ich Euch ihr neustes (Sach)buch ans Herz legen.
Es liest sich wirklich gut, ist nicht trocken geschrieben, spricht vieles offen an und wartet mit einigen Facts auf die man wissen sollte. Hoffentlich erreicht es ganz viele Menschen.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, an einigen Stellen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. An anderen Stellen hatte ich das Gefühl, dass sich hier etwas wiederholt. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin sich bemüht hat, einen möglichst intersektional Blick auf gesellschaftliche Probleme zu werfen. Trotzdem kratzt sie bei vielen Themen doch nur leicht an der Oberfläche und verliert zum Teil auch den Bezug zum Thema "Scham" etwas. Für meinen Geschmack wurde auch etwas zu viel von anderen populärwissenschaftlichen Autor*innen zitiert, ohne noch etwas mehr Inhalt zu dem Zitat zu liefern. Die persönlichen Erfahrungen der Autorin sind sehr interessant und sorgen natürlich für viele Gefühle, man hätte dies aber vielleicht noch mit mehr Fakten untermauern können für eine schlüssige Argumentation.
Im Grunde arbeitet sich das Buch viel an dem populärwissenschaftlichen feministischen Diskursthemen ab, die wir alle schon seit ein paar Jahren immer wieder lesen, bietet für Menschen, die sich viel mit diesen Diskursen beschäftigen also kaum neue Perspektiven.
Eine Kleinigkeit, die mich dann doch total gewurmt hat und die mich dann richtig aus dem Buch rausgerissen hat, war aber, dass die Autorin an einer Stelle von griechischer Mythologie spricht, dann aber den römischen Autor Ovid und die Namen von römischen Gottheiten durch die Gegend schmeißt. Auf wie vielen Ebenen das seltsam ist, kann ich hier gar nicht ausführen...
„Sorry not sorry“ ist ein Buch über das Kleinhalten von Frauen und die Scham, die die Gesellschaft ihnen für gewisse Umstände eingetrichtert hat. Die Autorin will aufzeigen, „dass das Patriarchat und der Kapitalismus mitsamt aller durch sie etablierter Diskriminierungsformen der perfekte Nährboden sind, um Scham erblühen zu lassen - und sie für sich zu nutzen.“
Es geht um die Darstellung der Frau in den Medien, um Klischeedenken und Verurteilung bei weiblichen „Problemen“, wie einer ungewollten Schwangerschaft. Es geht um eine patriarchale Gesellschaft, in der immer noch antiquierte Denkweisen vorherrschen, wenn man mal genau hinsieht. Dies tut die Autorin mit ihren Recherchen und anhand persönlicher Beispiele auf bewundernswerte Weise.
Natürlich ist dies nicht das erste Buch über Feminismus, aber es gibt dem Thema eine frische persönliche Stimme, die gehört werden sollte. Es rüttelt an einem überholten Weltbild und macht Frauen Mut, die Scham über ihre Weiblichkeit abzulegen.
Anika Landsteiner stellt sich hier mutig ihrer eigenen Scham und beschreibt Situationen, die ihr peinlich waren, in denen sie Scham empfunden hat, über die sie lange nicht gesprochen hat. Herausgekommen ist ein wunderbarer Essay zu unterschiedlichen Themen, die alle die weibliche Scham gemeinsam haben. So unfassbar viel Scham. Die Autorin arbeitet hier sehr schön die geschlechterspezifischen Unterschiede bei der Scham heraus.
Und es ist unglaublich wie uns Frauen systematisch die Scham anerzogen wurde. Wie wir uns in allen möglichen Situationen schämen, für Dinge, die wir getan oder nicht getan haben, für unser Aussehen, für das was wir sagen, aber auch, und das ist so entsetzlich, für Dinge, die uns angetan wurden. Diese Scham sorgt zudem dafür, dass die Täter unbehelligt weiterleben können. Denn die kennen keine Scham. Daher hier ein Aufruf, die Scham abzulegen und mutig darüber zu reden.
Ein sehr wichtiges und gutes Buch, bei dem ich mich in so vielen Situationen wiedergefunden habe. Bei dem ich zu jedem Kapitel eigene Beispiele im Kopf hatte. Einzig beim Kapitel Reality TV, bei dem es ums Fremdschämen ging, ist mir der geschlechtsspezifische Unterschied nicht ganz klar geworden. Fremdschämen und soziale Diskriminierung, ja, aber in Bezug auf die weibliche Scham war es an dieser einen Stelle nicht ganz rund für mich. Wenn ihr es gelesen habt, gebt mir gerne Rückmeldung ob ihr das anders seht.
Ein Buch, das beim Lesen viele Emotionen aufkommen lässt: Wut, Frustration, Hoffnung, Mut, Entschlossenheit und noch mehr Wut!
Lest es! Hört auf euch zu schämen!
»Negative Glaubenssätze sickern ins Unterbewusstsein und machen es sich dort bequem, Rollenbilder oder Klischees, seien sie auch noch so absurd, schleichen sich über Jahrzehnte hinweg in unsere Wahrnehmung hinein – und kreieren dort Empfindungen wie Angst und Scham« (S. 145/146).
Warum wird Scham als normal und geschlechtsneutrale Empfindung beschrieben und gleichzeitig ist sie ein weibliches Phänomen? Dieser Frage geht Anika Landsteiner in ihrem Buch »Sorry not sorry« auf den Grund. Um Antworten zu erhalten zeigt die Autorin sich von einer sehr vulnerablen Seite. Sie schreibt über persönliche Erfahrungen und führt durch Recherche auch Belege externer Quellen an, um ihre Aussagen zu untermauern. Anika Landsteiner beleuchtet weibliche Scham bezogen auf verschiedene Themenbereiche wie Körper, Geld, Beziehungsstatus, Reality-TV, Schwangerschaft, Altern, Periode/Endometriose, Heiraten und sexualisierte Gewalt.
Die Autorin beschreibt ihr Buch nicht nur als »eine persönliche und gesellschaftliche Spurensuche« (S.17), sondern auch als Hand, die sie ausstreckt, »um zu signalisieren: Du bist nicht allein mit dem Gefühl, allein zu sein« (ebd.).
Um ehrlich zu sein – ich habe nicht immer die ganze Hand gesehen, die ausgestreckt wurde. Bei den persönlichen Situationen, die Anika Landsteiner beschreibt, habe ich mich tatsächlich nicht mehr ganz so alleine gefühlt, da ich mir beispielsweise vor ein paar Jahren selbst wegen der 30 in die Bluse gemacht hab, obwohl ich mich aber doch gar nicht so alt fühle, gesellschaftlich gesehen womöglich als gescheiterte Existenz abgestempelt werde, die dann auch noch Falten hat. Anika Landsteiner schreibt offen und sehr reflektiert über ihre eigenen Erlebnisse – dies empfinde ich als unglaublich mutig.
»Mich zu schämen hat mich in meinem ganzen Leben immer wieder ausgebremst. Verunsichert. Beleidigt. Verletzt. Entblößt. Erst indem ich über die Emotionen geschrieben und sie nicht als lästig empfunden habe, kann ich sie als einen Schlüssel zur Selbstreflexion nutzen« (S. 241).
Bei den angegebenen Quellen handelt es sich, bis auf eine Ausnahme, in der auf eine Netflix-Serie verwiesen wird, auf Onlineliteratur. Somit ist die Lektüre sehr populärwissenschaftlich gehalten. Ich hatte andere Erwartungen, habe mir für den Rechercheteil mehr Tiefe und neue Erkenntnisse gewünscht. Im Vorwort werden Namen wie Franziska Schutzbach, Ann-Kristin Tlusty und Laurie Penny und deren literarische Werke genannt. Die Essays in »Sorry not sorry« greifen diese allerdings leider nicht mehr auf. Die Aussagen bleiben bei Anika Landsteiners Buch sehr an der Oberfläche, Altbekanntes wurde aufgegriffen und leichtverständlich wiedergegeben. Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte trotz der Kritik ein paar schöne Textstellen für mich herausfiltern.
»Der weibliche Körper wird im Korsett eines heteropatriarchalen Systems nicht nur beschämt und kategorisiert, er wird im Heranwachsen sexualisiert und schließlich von der Weltwirtschaft kapitalisiert« (S. 19).
“Sorry not sorry” von Anika Landsteiner ist ein Sachbuch über Scham, insbesondere die weiblich sozialisierter Menschen. Die Autorin wird dabei zum Teil sehr persönlich und erzählt aus ihrem Leben, wodurch das Buch inhaltlich wie sprachlich nach meinem Empfinden gut zugänglich wird. Sie gliedert die verschiedenen Aspekte in übergeordnete Punkte wie Körper, Finanzen, das Thema Beziehung, angefangen beim Single-Dasein bis zur Familienplanung, Selbstbestimmung und Gewalt und räumt dabei einige Vorurteile und gesellschaftliche Strukturen auf.
Das Buch ist durchgehend eine Kritik an dem Patriarchat und die fein abzweigenden Strukturen, die eng damit einhergehen. Die Absurdität mancher Denkweisen, die einige Menschen noch heute teilen, macht mich immer wieder fassungs- und hilflos. Deshalb bin ich sehr dankbar für das, was Anika Landsteiner hier geschaffen hat. Denn auch wenn viele der Punkte und Fakten mir bereits bekannt waren, habe ich auch neue Perspektiven und Wissen dazugewonnen. Der Fokus auf die Emotion Scham fand ich sehr gelungen und treffend. Ich habe mich selber in vielen Beschreibungen wiedergefunden und konnte diese nachempfinden. Ich denke, dass das Buch für viele Frauen heilsam sein könnte, da es einen sachlichen und erklärenden Blick auf die Emotion hat, die uns sonst so oft gefangen hält. Zum Schluss hält die Autorin ein Plädoyer für kontrollierte Wut, die sich aufgrund ihrer engen Verbundenheit zur Scham sehr häufig als gesündere und selbstwirksamere Wahl herausstellt. Auch das hat wieder einen persönlichen Nerv in mir getroffen, denn ich arbeite im Rahmen meiner Therapie gerade selber an meiner Wutkraft.
“Sorry not sorry” ist eine Mischung aus Fakten, persönlichen Anekdoten und einer guten Prise Sarkasmus, wodurch das Buch ebenso informativ wie unterhaltsam zu lesen und ein guter Einstieg in die Thematik ist. Ein unglaublich wichtiges Werk, von dem ich mir sehr wünschen würde, dass wirklich jede Person dieses Buch lesen und verinnerlichen würde.
Ein Essay über die weibliche Scham mit sehr persönlichen Bezügen
Als ich gelesen habe, dass Anika Landsteiner, deren Buch 'Nachts erzähle ich Dir alles' mich schon sehr begeistert hat, ein Buch über weibliche Scham herausbringt, war mir klar, dass ich es lesen werde.
Ich bin beeindruckt, wie viele persönliche Details Landsteiner von sich preisgibt. Dadurch macht sie das Sachbuch zu einem sehr persönlichen Essay, dass greifbar ist. Dabei ist es nicht so, dass sie einfach eine Abfolge neuer Erkenntnisse präsentiert, sondern es ist für mich eher eine Sammlung. Ein Zusammentragen intimer, aber auch gesellschaftspolitischer Gedanken.
Viele Fakten waren mir bekannt, manches wurde mir neu bewusst gemacht und einiges hörte ich tatsächlich zum ersten Mal. Ich erwischte mich immer wieder dabei, zusätzlich zum Buch zu recherchieren oder Personen und Ereignisse zu googeln. Selten habe ich mir in einem Buch so viel markiert.
Es gibt Passagen, in denen stimme ich Landsteiner nicht unbedingt zu aber das zeigt auch, wie sehr das Buch anregt, sich austauschen zu wollen. Es bietet so viel Stoff für Eike Diskussionsrunde und ich hätte große Lust, dieses Buch in einem Forum, in einer Leserunde erneut gemeinsam zu lesen, um einen kontroversen Diskurs zu starten, gern mit allen Geschlechtern.
Vielen Dank für dieses inspirierende Buch.
Populärwissenschaftliche, feministische Auseinandersetzung mit weiblicher Scham
»Wer sich von Scham befreien will, muss sich ihr stellen.« (S. 17)
& genau dieses sich-der-eigenen-Scham-stellen ist in den allermeisten Fällen einfacher gesagt als getan. Aber das, was wir dadurch erreichen können, ist so wertvoll: Selbstermächtigung und einen andere Hoheit auf unsere Schamgefühle und die auslösenden Situationen / Gedanken / Geschichten.
Anhand ihrer eigenen Empfindungen von Körperscham, Identitätsscham und Statusscham setzt sich die Autorin & Journalistin Anika Landsteiner mit Scham in einer ‚persönlichen und gesellschaftlichen Spurensuche‘ (S. 17) auseinander. In 10 Essays diskutiert sie, überdenkt sie, reflektiert sie, zerlegt sie die Scham in ihre Einzelteile und schafft ein neues Ganzes: Eine empowernde, inspirierende und feministische Perspektive auf Scham. 💥
»Mich zu schämen, hat mich in meinem Leben immer wieder ausgebremst. Verunsichert. Beleidigt. Verletzt. Entblößt. Erst indem ich über die Emotion geschrieben und sie nicht nur als lästig empfunden habe, kann ich sie als einen Schlüssel zur Selbstreflexion nutzen. […] Sie schärft meinen Bullshit-Radar.« (S. 241)
Yes, I am Anika-Fan-Girl 💘 (#sorrynotsorry) und ich liebe, wie sie schreibt. Da macht das Genre keinen Unterschied: Ihre Romane (»Nachts erzähle ich dir alles« 🥐 & »So wie du mich kennst« 🗽) habe ich sehr geliebt 🥹, aber auch auf ihre regelmäßigen Newsletter 💌 freue ich mich immer in meiner Inbox. Dementsprechend MUSSTE ich ihr erstes populärwissenschaftliche Sachbuch lesen: »SORRY NOT SORRY — über weibliche Scham« von Anika Landsteiner 💜💚 ist im Verlag Rowohlt Polaris erschienen.
Ich bewundere sehr, wie mutig und persönlich Anika über diese wichtige, feministischen und gesellschaftskritischen Themen schreibt. Aber ich hätte mir bei den Essays mehr Tiefgang, mehr wissenschaftliche Bezüge und einen stärkeren Fokus auf Schamgefühle und die gesellschaftliche, soziologische, feministische, differenzierte Auseinandersetzung damit gewünscht. Für Personen, die sich viel mit Feminismus auseinandersetzen, sind Anikas persönliche Erlebnisse und ihre Reflektion zu den verschiedenen Themengebieten neu. Daneben werden sehr viele ‚feministische Basics‘ aufgegriffen, das passiert mit guten Rückbezügen, aber hätte es für mich in diesem Kontext nicht gebraucht. Das ich daher von dem Buch enttäuscht bin, liegt sicherlich zum einen an meinen Erwartungen und zum anderen an meinem Vorwissen. Alle Personen, die sich bislang wenig mit Feminismus auseinander gesetzt haben, werden hier viel lernen können.
All in all: Eine sehr persönliche, feministische Auseinandersetzung mit weiblicher Scham, die mich inspiriert und meine eigene Reflektion bereichert hat. 💜 Schlussendlich empfehle ich allen Anikas Schreiben -- egal welches Buch & dieses vor allem für diese sehr persönlichen Perspektiven und Reflektion.
Anika Landsteiner hat ein hervorragend recherchiertes Buch hingelegt, das sprachlich so präzise und eindringlich geschrieben ist, es ist wirklich beeindruckend. Sie führt die Leser*innen (vermutlich no gender needed, aber naja) durch verschiedene Lebensbereiche und zeigt anhand von gut gewählten Beispielen, wie Frauen beschämt werden. Mein liebstes Kapitel war das zum Realty-TV. Insgesamt habe ich viele Punkte, die sie macht, schon einmal gelesen. Sie hat es aber geschafft, sie in einen neuen und interessanten Kontext zu setzen und alle Punkte dadurch gut anzufüttern. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Lektüre!
"Nichts verleiht mehr Kraft als Wut, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort gezündet wird. Sie sprengt alle Grenzen, die es nie hätte geben sollen. Meine Wut ist weiblich." (S. 242)
Es gäbe keine passenderen Worte für das Ende dieses Buches, denn sie beschreiben ganz genau, wie ich mich nach dem Zuschlagen fühle. Ich bin so wütend. Auf das Patriarchats. Auf die Welt.
Auch wenn ich einige der in diesem Buch aufgezeigten Statistiken, Erhebungen und Fakten schon kannte, schadet es nie, sich diese noch einmal ins Gedächtnis zu rufen und das Wissen aufzufrischen. Und das schafft dieses Buch ganz hervorragend.
Anika Landsteiner behandelt in einer sehr logischen Strukturierung viele verschiedene Themen, bei denen jedoch eins interessanter ist als das andere. Ihr sehr angenehmer und einfacher Schreibstil und die Zwischenüberschriften mit kurzen Abschnitten erleichtern das Lesen und so konnte ich aus jedem Essay ganz viel mitnehmen, auch wenn ich nicht mit allem, was Landsteiner schreibt, übereinstimme, aber das ist ja kein Problem und nur meine Meinung.
Dieses Buch ist so wichtig, denn es ordnet die vielen Seiten der Unterdrückung der Frau mit dem Fokus auf die Scham noch einmal komplett neu ein und bietet so einen noch mal neuen Blickwinkel auf die Welt.