Der 3. Teil der Gerber Reihe. Historische Erzählung um Spionage, Prostitutierten Mord und die späten 50er Jahre. Spannend bis zur letzten Seite.
Band 3 der vierbändigen Reihe um den Geheimagenten Philipp Gerber Eine Edelprostituierte wird ermordet, ein wichtiges geheimes Dossier wird geklaut. Philipp Gerber regelt wieder alles bravourös. Regt zum Nachrecherchieren der tatsächlichen Geschichte um Frau Nitribitt an. Mäßig spannend
Eine sehr spannende Geschichte rund um den Fall Rosemarie Nitribitt und die Atomverhandlungen zwischen Deutschland und des USA im Jahre 1957. Philip soll seinem alten Vorgesetzten und Freund Hiram helfen und beweisen, daß er Rosi nicht getötet hat und die Geheimakten wiederbeschaffen. Dabei kommen im nicht nur Dorst und ein Gespenst aus seiner Vergangenheit in die Quere, sondern er wird auch noch von einem guten Freund verraten. Jedesmal wenn sie ein Ergebnis hatten waren die Täter schneller und so begann ein Wettlauf gegen dir Zeit, in das auch Eva reingezogen wird. Eine sehr spannende Gschichte. Interessant finde ich, daß der Autor es wieder geschafft hat Brücken zwischen Realität und Fiktion zu bauen.
Wie schon der erste Band der Gerber-Reihe bietet auch “Das Mädchen und der General” eine authentische Nachkriegskulisse, bleibt aber bei der Geschichte nur mittelmäßig spannend.
Nun habe ich nach “Ein Präsident verschwindet” auch “Das Mädchen und der General” von Ralf Langroth gelesen, und leider setzt sich der mittelmäßige Eindruck fort. Während sich der vorherige Band um das mysteriöse Verschwinden des Verfassungsschutzpräsidenten Otto John drehte, widmet sich dieser Fall einem Mord an einer jungen Frau mit Verbindungen zu einem hochrangigen General und dem verschwinden geheimer Papiere. Kommissar Gerber bleibt seiner Linie treu - manchmal leider zu sehr, denn auch hier wirken seine Ermittlungsmethoden oft nicht nachvollziehbar. Die Stärken und Schwächen der Buchreihe sind ähnlich geblieben. Die historische Recherche ist wieder sehr solide. Die Atmosphäre der Nachkriegszeit wird auch in diesem Buch wieder gut eingefangen. Die Charakterentwicklung bleibt weiterhin oberflächlich und die Spannung lässt auch in diesem Teil zu wünschen übrig. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Fall diesmal nicht nur politisch sondern auch persönlich. Der Fokus auf den Mord an einer jungen Frau hätte eigentlich mehr emotionale Tiefe ermöglichen können, doch leider nutzt der Autor dieses Potenzial nicht ausreichend. Wie schon bei den ersten beiden Teilen ist “Das Mädchen und der General” solide Unterhaltung für zwischendurch, aber nicht mehr. Wer die anderen beiden Bände, mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen - allerdings sollte man keine deutliche Steigerung erwarten. Die Reihe bleibt ihrer Linie treu: historisch gut recherchiert, aber erzählerisch nur durchschnittlich. Für Fans deutscher Nachkriegskrimis ist die Reihe weiterhin eine Option für entspannte Lesestunden, aber der große Wurf ist auch dieser Teil nicht geworden. Die authentische Zeitdarstellung rettet die drei Sterne, auch wenn ich mir für den nächsten Band mehr Spannung und bessere Charakterentwicklung wünschen würde.
Der dritte Teil war ganz ok…




