17. Aug.
Rating:5

Ja! Ja! Ja!

Ein super Buch! Eine tolle Geschichte. Ich liebe ja Romane mit wahren geschichtlichen Hintergrund gemischt mit Fiktion. Hier geht es um Helen Gurley Brown und ihre Anfangszeit als Chefredakteurin der Cosmopolitan. Eigentlich wollte man diese Zeitung einstampfen und Helen hat nur Dank ihres Mannes diesen Job bekommen. Aber sie kniet sich rein und kämpft mit Schweiß, Blut und Tränen, das ihre Vision von der Cosmo umgesetzt wird. Dabei bezeichnet sie ihre Leserinnen als ihre Mädchen. - Ihre Mädchen interessieren sich nicht dafür ob der Boden sauber ist oder für Windelwerbung sondern wie sie Karriere machen können oder ob es okay ist mit dem Ex der Freundin zu schlafen. Ich denke, wir Frauen können Helen viel verdanken, ohne solche Frauen und ihren Mut sich gegen alte, weiße und konservative Männer durchzusetzen, würden wir wahrscheinlich immer noch am Herd stehen und dafür sorgen dass das Essen warm bleibt und die Pantoffeln für den Mann schon bereit für ihn stehen. - Wie aufregend.... Also ein Dank an Helen Gurley Brown! Wer gerne über starke und revolutionäre Frauen liest, kann ich diesen Roman wärmsten empfehlen. Für mich war es ein kleines Highlight. Und falls jemand ähnliches kennt - dankbar für jede Empfehlung. :)

Cosmopolitan – Die Zeit der Frauen
Cosmopolitan – Die Zeit der Frauenby Renée RosenROWOHLT Taschenbuch
17. Nov.
Emanzipation in NY der 60er Jahre
Rating:4

Emanzipation in NY der 60er Jahre

Der Roman handelt von Alice, die aus der Provinz nach NY zieht, um ihren Traum zu verwirklichen Fotografin zu werden. Dies ist 1965 für eine Frau nicht so einfach, wie sie sich das erhofft hat und so landet sie als Sekretärin bei Helen Gurley Brown, der Chefredakteurin der Cosmopolitan. Auch sie ist neu in diesem Job und muss sich in der Männerdomäne behaupten. Ihre Ideen stoßen nicht gerade auf offene Ohren und so wird die Erstellung der ersten Ausgabe unter ihrer Leitung zum Kampf. Doch den nimmt die auf, für ihre "Cosmo-Girls". Im Laufe des Romans entwickelt sich auch Alice weiter und es wird klar, dass sie viel aufzuarbeiten hat, um zu sich selbst finden zu können. Die Geschichten der fiktiven Figur Alice und der real existierenden Helen Gurley Brown sind sehr gut miteinander verbunden und es macht Spaß die Swinging Sixties zu erleben. Das Buch hat "Der Teufel trägt Prada" Vibes, nur mit einer netten Chefin 😅

Cosmopolitan – Die Zeit der Frauen
Cosmopolitan – Die Zeit der Frauenby Renée RosenROWOHLT Taschenbuch
19. Juni
Fiktion und Teilbiografie
Rating:4

Fiktion und Teilbiografie

Sehr cool an Renee Roses Werk finde ich, dass sich bei diesem Roman Realität und Fiktion vermischen. Während das Buch die wahre Geschichte der Cosmopolitan Chefredakteurin Helen Gurley Brown erzählt, gibt es einen fiktiven Erzählstrang über Alice, welche als Helens Sekretärin arbeitet und sie bei allen Ideen und Problemen unterstützt. Ich muss zugeben, dass mich Alice Geschichte nicht so mitreißen konnte, da ich ihren Charakter ziemlich blass fand. Sie kommt nach New York, um den Traum ihrer verstorbenen Mutter zu leben und findet einen Platz in der Redaktion der Cosmopolitan. Sie ist sehr orientierungslos und weiß gar nichts so richtig mit sich anzufangen. Erst durch Helen Gurley Brown Einfluss bekommt ihr Charakter so langsam mal etwas Farbe, so dass wir gleich zum guten Part des Buches kommen. Viel interessanter war für mich der gesellschaftliche Aspekt und der Stellenwert den Frauen damals in den 60er Jahren noch hatten. Die weibliche sexuelle Selbstbestimmung steckte zu dieser Zeit noch in ihren Kinderschuhen und es ist sehr schön zu lesen, wie Helen Gurley Brown versucht sich gegen eine absolut männergeführte Verlagsleitung aufzulehnen um ihren „Mädchen“ (Leserinnen) endlich ein Magazin zu bieten, welches Themen beinhaltet, die sie wirklich interessieren und damit vor allem die Zeitschrift vor dem wirtschaftlichen Ruin zu retten. Dabei werden ihr aber immer wieder Steine in den Weg gelegt und man möchte sämtliche Männer in diesem Roman einfach nur noch erwürgen. Auf weitere Details der Geschichte möchte ich gar nicht eingehen, da ich sonst zu viel verraten würde. Wir haben hier auf jeden Fall einen sehr unterhaltsamen Roman für Leute, die sich für die oben angerissenen Themen interessieren. Das Buch hätte mir aber wahrscheinlich als reine Biografie von Helen Gurley Brown mehr zugesagt.

Cosmopolitan – Die Zeit der Frauen
Cosmopolitan – Die Zeit der Frauenby Renée RosenROWOHLT Taschenbuch
24. Apr.
Rating:5

Eine tolle Geschichte über die Zeit der Emanzipation in New York

Ich durfte das Hörbuch "Cosmopolitan - Die Zeit der Frauen" von Renee Rosen aus dem Argon Verlag hören und was soll ich sagen: als ein kleines Highlight, würde ich es betiteln. Mir hat dieses Hörbuch äußerst gut gefallen, ich könnte unheimlich viel dazu schreiben, das würde hier alles sprengen. Es geht im Groben um die Zeit, als die Frauen sich nicht mehr alles vorschreiben ließen und hier speziell wird aus der Sicht von Alice Weiss erzählt, die nach New York kommt, um als Fotografin Fuß zu fassen. Durch glückliche Umstände landet sie allerdings (vorerst) als Sekretärin bei Helen Gurley Brown, die gerade als erste weibliche Chefredakteurin die Cosmopolitan übernommen hat, obwohl diese Zeitschrift vor dem Untergang steht. Die prüden Männer der Chefetage machen es ihr nicht leichter, doch Frau Brown setzt sich allen Widrigkeiten zum Trotz durch. Und auch Alice macht sich unabdingbar, und fühlt sich schon bald als echte New Yorkerin. Durch die Specherin Frau Tanja Fornaro bekommt die Geschichte noch eine zusätzliche Herzlichkeit und Wärme, es war wunderbar, ihr zuzuhören. Ich kann dieses Hörbuch oder überhaupt diese Geschichte nur jedem empfehlen. Danke, dass ich sie hören durfte. #unbezahltewerbung #Rezensionsexemplar

Cosmopolitan – Die Zeit der Frauen
Cosmopolitan – Die Zeit der Frauenby Renée RosenROWOHLT Taschenbuch
23. Apr.
Eine sehr gelungene Geschichte, die mich sehr überzeugen konnte!
Rating:4.5

Eine sehr gelungene Geschichte, die mich sehr überzeugen konnte!

„Cosmopolitan“ war das erste Buch, das mich in diesem Jahr so richtig begeistern konnte! Es spielt in New York City im Jahr 1965 und dreht sich um die Rettung des Cosmopolitan-Magazins, als es kurz vor der Einstellung stand. Die neue Redaktionsleiterin und Ikone der Zeitschriftenbranche Helen Curley Brown ist ein historischer Charakter, den ich extrem gut dargestellt fand. Sie hat einen sehr faszinierenden Werdegang hinter sich und steigt nach einem eher unüblichen Weg in die Branche ein. Eine starke Frau, die sich durch sämtlichen Gegenwind kämpfen und immer wieder beweisen muss. Sie hat einige Zeichen gesetzt und sich nicht klein kriegen lassen und alleine ihre Art und die Reaktion auf die Hindernisse, die ihr auf dem Weg immer wieder entgegenkommen, hat mich in den Bann gezogen und für mich den Lesefluss deutlich ausgemacht. In die historische Geschichte hat die Autorin eine fiktive Figur gesetzt, Alice Weiss. Sie steht exemplarisch für die junge, ambitionierte Frau, die nach New York kommen und ihre Ziele und Träume verwirklichen möchte. Alice wurde für mich schnell zu einem authentischen Charakter, mit deren Geschichte ich gut folgen und auch mitfiebern konnte. Sie entwickelt sich und lernt durch ihre Erfahrungen und ihr Umfeld, nicht zuletzt durch Brown, für die sie am Anfang des Romans als Assistentin zu arbeiten beginnt. „Cosmopolitan“ ist für mich ein sehr gelungener Roman, der an einigen Stellen etwas vorhersehbar war, mich aber insgesamt echt begeistern konnte. Wer historische Geschichten, vor allem mit feministischem Charakter mag, den kann dieses Buch möglicherweise auch so begeistern, wie mich. Ich werde bestimmt noch lange daran zurückdenken!

Cosmopolitan – Die Zeit der Frauen
Cosmopolitan – Die Zeit der Frauenby Renée RosenROWOHLT Taschenbuch
1. März
Rating:5

Cosmopolitan - Die Zeit der Frauen erzählt die Geschichte von Helen Hurley Brown, der ersten Chefredakteurin der Cosmopolitan und ihrer (fiktiven) Assistentin Alice. Doch schnell wird klar, dass die Geschichte der wohl bekanntesten Frauenzeitschrift nur Nebensache ist. Viel mehr geht es um die Emanzipation der Frauen in den 1960er Jahren. Alice kommt mit einem Traum nach New York: sie möchte Fotografin werden. Doch dieser Beruf ist eher Männern vorbehalten. Weibliche Fotografinnen gibt es zu dieser Zeit kaum. So bewirbt sie sich als Helens Assistentin und wird schnell zu ihrer rechten Hand. Helen Gurley Brown, Autorin des umstrittenen Buches „Sex und ledige Mädchen“ übernimmt 1965 die Leitung des Cosmopolitan Magazins. Sie möchte aus der langweiligen Hausfrauenzeitschrift ein Nachschlagewerk für junge, selbstbewusste Frauen machen und ihnen mit Artikeln über die „neue Wunderpille“ oder Tipps „Wie man eine Affäre mit seinem Boss hat“ Mut machen für ein modernes, selbstbestimmtes Leben abseits von ehelichen und häuslichen Pflichten. Heute keine Besonderheit, doch damals ein absolutes Unding. Das zeigt auch der Widerstand, dem Helen sich permanent ausgesetzt sieht. Der Vorstand des Verlages, allesamt ältere Männer, können mit jungen, selbstbewussten Frauen, die lieber Karriere machen als sich Gedanken um das nächste Abendessen zu machen nur wenig anfangen und legen Helen immer wieder Steine in den Weg. Doch davon lässt diese sich nicht aufhalten. Die Autorin verknüpft gekonnt die reale Figur Helen Gurley Brown mit der fiktiven Geschichte rund um Alice Weiss und bettet die Geschichte in das New York der 1965er Jahre. Erzählt wird mit viel historischem Kolorit, Sixties Swing und Female Empowerment. Es ist eine Geschichte über eine Revolution. Über starke Frauen, die sich in einer Welt voller mächtiger Männer beweisen. Und es ist die Erinnerung daran, dass frau alles schaffen kann. Das Buch gibt Mut, an seinen Träumen festzuhalten und sich niemals unterkriegen zu lassen. Bewertung 5/5

Cosmopolitan – Die Zeit der Frauen
Cosmopolitan – Die Zeit der Frauenby Renée RosenROWOHLT Taschenbuch
6. Feb.
⭐️⭐️⭐️⭐️(⭐️)
Es war für mich ein Lesevergnügen, das mich hineinkatapultiert hat in die swinging sixties und in das (auch damals schon) hektische New Yorker Verlagswesen. Ein interessanter Einblick, den ich nicht missen möchte und der hoffentlich viele begeisterte Leser*innen finden wird!
Rating:4.5

⭐️⭐️⭐️⭐️(⭐️) Es war für mich ein Lesevergnügen, das mich hineinkatapultiert hat in die swinging sixties und in das (auch damals schon) hektische New Yorker Verlagswesen. Ein interessanter Einblick, den ich nicht missen möchte und der hoffentlich viele begeisterte Leser*innen finden wird!

Mit diesem Roman setzt die amerikanische Autorin Renee Rosen der Redakteurin Helen Gurley Brown ein Denkmal. Muss man Mrs. Brown kennen? Nun, es ist sicherlich kein Fauxpas, wenn man von ihr noch nicht gehört hat, aber ihre Geschichte ist zweifelsohne hochinteressant. Denn sie war es, die das moderne Frauenmagazin „erfunden“ hat. Sie prägte die Neuausrichtung der „Cosmopolitan“ in den 1960er Jahren, weg vom Hausfrauenmagazin hin zu einer Zeitschrift, die Frauen Selbstbewusstsein schenkte. Helen kämpfte dabei gegen viele Widerstände und eine Riege alter weißer Männer aus dem Vorstand ihres Verlagshauses. Renee Rosen erzählt Helens Geschichte aus der Sicht ihrer Sekretärin Alice, die neu in New York ist und eigentlich herkam, um Fotografin zu werden. Doch sie muss schon froh sein, einen Job als Sekretärin bekommen zu haben – denn das Leben im Big Apple war schon damals nicht billig. Mit viel Fleiß und Einsatz wird Alice schnell zur rechten Hand von Helen. Sie bewundert es, wie die neue Chefredakteurin gefühlt jedem Gegenwind standhält und unterstützt sie daher, wo sie nur kann. Auch wenn ihr Helens Ideen mitunter doch ein wenig zu revolutionär erscheinen… Geschockt geht Alice aus ihrer ersten Redaktionskonferenz (in der sie Protokoll führen sollte) und in der Helen die ganze Zeit nur über Sex sprach. Nicht minder geschockt waren die alteingesessenen Redakteure und nicht nur einer warf das Handtuch, als ihm aufging, in welche Richtung Helen die Zeitung bringen wollte… Doch Helen ließ sich nicht beirren, rigoros verwarf sie Ideen für Artikel, änderte Cover – und musste sich permanent dafür rechtfertigen, obwohl sie dafür eingestellt worden war, der Cosmopolitan eine neue Linie zu geben. So tough sie sich gab – auch sie war nur ein Mensch und mit ihren Kräften so manches Mal am Ende. Doch weder sie noch Alice ließen sich davon einschüchtern und machten einfach weiter… Mir hat gefallen, wie Renee Rosen von zwei Frauen erzählt, die sich gegenseitig unterstützen, obwohl sie in ganz unterschiedlichen Positionen und ganz verschiedenen Stationen auf ihrem Lebensweg sind. Dieses „female empowerment“ kommt auf vielen Seiten zum Ausdruck und hebt den Roman aus der Masse biografischer Romane heraus. Hier hat die Autorin einen guten Ansatz gewählt, der zum Thema passt und sich gerade im Kontext der „Cosmopolitan“ hervorragend erzählen lässt. Lediglich Alice‘ Familiengeschichte, die erst im letzten Viertel des Buches eine Rolle spielt, stellte für mich einen kleinen Kritikpunkt dar. Es fühlte sich für mich so an, als sei dies nur in den Roman hineingekommen, weil jede Geschichte noch einmal eine private Verwicklung braucht um die Spannung zu erhöhen. Aus meiner Sicht hatte der Roman das nicht nötig. Daher ein halber Stern Abzug. Insgesamt war es für mich aber ein Lesevergnügen, das mich hineinkatapultiert hat in die swinging sixties und in das (auch damals schon) hektische New Yorker Verlagswesen. Ein interessanter Einblick, den ich nicht missen möchte und der hoffentlich viele begeisterte Leser*innen finden wird!

Cosmopolitan – Die Zeit der Frauen
Cosmopolitan – Die Zeit der Frauenby Renée RosenROWOHLT Taschenbuch
28. Jan.
Verbindet geschickt die wahre Geschichte von Helen Gurley Brown und der Cosmo mit der fiktiven von Alice, sehr unterhaltsam und temporeich. Die perfekte Mischung aus „Der Teufel trägt Prada“ und „Down with Love – Zum Teufel mit der Liebe!“
Rating:5

Verbindet geschickt die wahre Geschichte von Helen Gurley Brown und der Cosmo mit der fiktiven von Alice, sehr unterhaltsam und temporeich. Die perfekte Mischung aus „Der Teufel trägt Prada“ und „Down with Love – Zum Teufel mit der Liebe!“

Sex sells   „Ich war vor etwa einer Woche in New York angekommen, und genau wie die Stadt war auch ich lebendig, erfüllt von Möglichkeiten, vom Abenteuer. Alles konnte passieren. Mein Leben fing gerade erst an.“ (S. 10) 1965 kommt Alice Weiss aus Ohio nach New York, um Fotografin zu werden. Sie wird dabei von einer alten Freundin ihrer Mutter unterstützt, die ihr einen Job bei der Cosmopolitan verschafft – allerdings nicht als Fotografin, sondern als Sekretärin der neuen Chefredakteurin Helen Gurley Brown. Eigentlich soll die Cosmo eingestellt werden, da die Verkaufszahlen rückläufig sind. Aber Helen will aus dem Hausfrauenmagazin ein modernes Heft machen, das „ihre Mädchen“ über Sex aufklärt, wie sie sich Männern und Vorgesetzten gegenüber verhalten sollen und wie man im Beruf weiterkommt. „Die neue Cosmo-Leserin ist eine junge, dynamische ledige Frau. Sie ist karriereorientiert und ehrgeizig. Sie sexy, fröhlich und temperamentvoll. Sogar ein bisschen unartig. Und ich kenne sie besser als irgendjemand sonst, weil ich dieses Mädchen war.“ (S. 109) Damit stößt sie beim Management nicht gerade auf Gegenliebe und immer mehr (männliche) Mitarbeiter verlassen das sinkende Schiff …   „Cosmopolitan – Die Zeit der Frauen“ hat mich extrem fasziniert. Es ist sehr unterhaltsam geschrieben und legt ein hohes Tempo vor. Man spürt in jeder Zeile die Aufregung und den Druck, unter dem alle in der Redaktion stehen. Helen Gurley Brown hat mich beeindruckt. Sie ist eine kleine, zierliche Person, ständig auf Diät und am Rande des Nervenzusammenbruchs, wenn ihr wieder Steine in den Weg gelegt werden, aber sie stampft ihre männlichen Gegner einfach mit einem zuckersüßen Lächeln in den Boden und setzt sich (fast) immer durch. „Helen … ist knallhart. Eine eiserne Faust in einem Samthandschuh.“ (S. 75) Sie ist sehr innovativ und geht völlig neue Wege, bindet z.B. die Werbung in redaktionelle Beiträge ein, so dass sie auf den ersten Blick nicht als Anzeige erkennbar ist. Außerdem fördert sie neue Autoren und Fotografen und lässt die Artikel verständlicher formulieren. Und sie stellt die Cosmo unter das Motto: „Sex sells“. Aber Helens Ansichten sind auch bei den Frauen umstritten. Sie fordert zwar mehr Freiheit, Karrieren und selbstbestimmten Sex für die Frauen, aber die sollen das letztendlich nutzen, um sich einen Ehemann zu angeln.   Alice hat die Liebe zur Fotografie und die Sehnsucht nach New York von ihrer verstorbenen Mutter geerbt. Die ist damals mit ihrem Mann nach Ohio gegangen, obwohl sie ein gefragtes Fotomodell war. Dass hinter ihrem Weggang noch mehr steckt, erfährt Alice zufällig von der Freundin ihrer Mutter ... Helen wird zu ihrer Mentorin, beruflich und privat, die viel fordert aber auch viel gibt. Sie traut ihr den schwierigen Job einfach zu und berät sie im Umgang mit Männern.   Renée Rosen verbindet geschickt die wahre Geschichte von Helen Gurley Brown mit der fiktiven von Alice, die ihren Beruf und Platz im Leben und in New York noch sucht und einem gut gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur kommt. Es macht großen Spaß, Alice Werdegang (und den der Cosmo) zu begleiten, zu sehen, wie sie sich immer mehr emanzipiert und über sich hinauswächst, wie aus dem Mädchen aus Ohio eine taffe New Yorkerin wird, die Sex wie ein Mann hat – ohne Liebe und Hintergedanken bzgl. ihrer Karriere.   Die perfekte Mischung aus „Der Teufel trägt Prada“ und „Down with Love – Zum Teufel mit der Liebe!“ – für mich ein Lesehighlight.

Cosmopolitan – Die Zeit der Frauen
Cosmopolitan – Die Zeit der Frauenby Renée RosenROWOHLT Taschenbuch