Das Tor zur Welt: Träume von Miriam Georg Band 1 von 2
Historische Romane sind in den letzten Jahren einfach die Romane, die mich am schnellsten abholen und mir das größte Lesevergnügen bereiten. Auch in diesen Auftakt der Dilogie konnte ich total schnell eintauchen und mich in eine andere Zeit versetzen. Die Autorin hat alle Charaktere sehr bildhaft und tiefgründig gezeichnet, ebenso die Stimmung der damaligen Zeit sehr authentisch rüber gebracht. Die Kluft zwischen Arm und Reich wurde prima dargestellt und das Thema "Auswanderung in ein neues, besseres Leben" toll und interessant wiedergegeben. Zu nagen habe ich bei Geschichten aus dieser Epoche immer mit dem Stellenwert der Frau. Als Feministin gilt mein Kampf immer noch der Gleichstellung und Gleichberechtigung und ich bin froh und dankbar, dass es damals schon Frauen gab, die dafür gekämpft haben. Immer mit dem Risiko verbunden, als an Hysterie leidend schrecklichen Behandlungsmethoden ausgesetzt zu sein. Anfänglich war mir Claire recht unsympathisch, arrogant, abschätzend, egoistisch und abwertend. Sie kannte es nicht anders. Obwohl ihr letztes Handeln Ava gegenüber absolut intolerant war, konnte ich sie dennoch verstehen. Bin sehr gespannt, wie es in Band 2 weiter geht. Der Schreibstil von Miriam Georg ist klar, flüssig, fesselnd und nuanciert. Es macht mir einfach Spaß ihre Romane zu lesen und in einer anderen Zeit zu versinken. Claire und Ava, ich muss wissen wie es mit euch weiter geht 🤗

























































