25. Feb.
Rating:4.5

Ein magisches und witziges Buch über Rosie und Merdyn, einen Hexenmeister aus dem finsteren Mittelalter. Leider ist der Titel etwas irreführend, da es nie um magische Missgeschicke geht. Ansonsten aber sehr empfehlenswert. Jedes Kapitel endet mit einem Reim, der Teil der Geschichte ist. Zaubersprüche sind dick gedruckt und es gibt gute zur Geschichte passende Schwarzweiß-Zeichnungen. Der Erzählers spricht den (jungen) Leser immer wieder direkt an und in Fußnoten sind ungewöhnliche Wörter (meistens mittelalterliche Schimpfwörter) erklärt. Trotz einer breiten Spannbreite (gute und böse Menschen, Mobbing, unerfüllten Hoffnungen und den Irrsinn unserer Zeit mit Presse, plötzlichem Ruhm und Profitgier) ist das Buch kurzweilig geschrieben und nicht nur für Kinder witzig und auch spannend geschrieben. Bin gespannt auf den zweiten Band.

Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!
Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!by Simon FarnabyROWOHLT Taschenbuch
1. Mai
Rating:5

Zum Buch: Der im sechsten Jahrhundert verbannte Hexenmeister Merdyn der Mächtige landet wegen eines falschen Verbamnungszauber in der Neuzeit, im einundzwanzigsten Jahrhundert. Dort trifft er auf Rosie und ihr Meerschweinchen Pupsie. Gemeinsam versuchen die drei durchs Leben zu kommen, ohne aufzufallen Was anhand des etwas auffälligen Hexenmeister nicht ganz so einfach ist. Meine Meinung: Das Cover ist schon ein echter Hingucker, das Neongrün sticht ins Auge. Die Geschichte ist genial witzig und unterhaltsam. Der Autor spricht den Leser direkt an, man fühlt sich mittendrin. Worte die etwas veraltet sind werden erklärt, alles immer sehr humorvoll und, wie schon gesagt, durch den Schreibstil auch sehr persönlich. Die Story ist abenteuerlich, steckt voller britischem Humor und macht einfach nur Spaß. Unterhaltung für Jung und Alt. Allerdings nicht zu früh zum Lesen geben, sonst geht der Humor verloren. Ich würde es ab acht Jahren zum gemeinsamen Lesen empfehlen oder halt später alleine. Spaß macht es auf jeden Fall.

Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!
Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!by Simon FarnabyROWOHLT Taschenbuch
18. Apr.
Rating:5

An diesem magischen Kinderbuch haben meine Tochter und ich viel Spaß gehabt. Es hat Spaß gemacht, es ihr vorzulesen, auch wenn mich die Story sehr an die alte Geschichte von "Catweazle" erinnert hat. Auch dort musste ein alter Magier sich plötzlich in der Neuzeit zurechtfinden. Aber die Kinder von heute kennen "Catweazle" zum größten Teil nicht mehr, also ist es völlig okay, dass nun Merdyn diese Rolle übernimmt. Rosie hat ganz schön viel Arbeit mit ihm, als er aus dem Mittelalter plötzlich in unsere Zeit katapultiert wird. Ganz schön schwierig, nicht aufzufallen, wenn einem alles total fremd ist. Und gerade diese Situationen haben bei uns immer wieder für herzliche Lacher gesorgt. Doch auch die Spannung kommt nicht zu kurz, und das Ende macht Lust auf mehr. Wir freuen uns sehr, dass noch ein Folgeband geplant ist und hoffen, dass es darin genauso lustig weitergeht.

Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!
Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!by Simon FarnabyROWOHLT Taschenbuch
6. Dez.
Rating:5

Was für eine toller Auftakt!

Merdyn Magische Missgeschicke von Simon Farnaby aus dem Rohwolt Verlag. Erstmal möchte ich mich beim Verlag und bei Netgalley für das Rezensionsexemplar bedanken. Dieses Buch hat so unglaublich viel Spaß gemacht! Es war das perfekte Buch für mich. Es gab so viel Magie!! Ich liebe Magie! Es geht darum, dass Merdyn, ein mächtiger Hexenmeister, in unsere Zeit landet und zufällig auf Rosie trifft. Rosie hat nur ein Wunsch. Sie möchte eine berühmte Sängerin werden! Nur kann sie leider nicht singen. Also schließen sie ein Handel. Wenn Rosie ihm hilft, wieder in seine Zeit zurückzukommen, bekommt sie dafür ein Trank, der ihre Stimme engelsgleich macht. Doch nicht nur Rosie hat Rivalen in der Schule, nein auch Merdyn hat Feinde, die ihm durch die Zeit folgen… Der Schreibstil war lustig und die Bilder witzig. Ich freue mich auf den zweiten Band! 5/5 Sterne

Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!
Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!by Simon FarnabyROWOHLT Taschenbuch
23. Sept.
Rating:4

Inhalt: Es geschah im Jahre 511, als König Paul und seine obersten Richter dem berüchtigten Gesetzesbrecher und Schwarzmagier Merdyn den Prozess machten. Merdyn hatte sich nicht nur der dunklen Künste bedient, auch und vor allem, hatte er ein Auge auf die Prinzessin Evenhart geworfen. Zur Strafe für seine Taten sollte der Magier sieben Jahre im Fluss der Verdammnis verbringen. Doch bei dem Zauber, der ihn in die Verbannung führen sollte, ging etwas schief. Merdyn wurde direkt ins 21. Jahrhundert katapultiert. Mitten in die Gegenwart, in der Rosie gerade dabei ist, ihrem nur leidlich erfüllten Leben eine Wendung zu geben. Rosie hatte ihre Sachen gepackt, war auf dem Weg, ihr kleines Heimatdorf und ihre Familie hinter sich zu lassen, um in einer anderen Stadt als Sängerin eine Karriere zu beginnen. Sie wollte berühmt werden, eine Menge Geld verdienen und ihre Mutter, ihren Bruder sowie sich selbst stolz machen. Gerade als Rosie mitten im Wald stand und die Lücken in ihrem Plan bemerkte, kommt es zur Zäsur. Nur vielleicht nicht die, die sie sich anfangs erhofft hatte. Wer rechnet schon damit, mitten im Nirgendwo auf einen verlaust aussehenden, heruntergekommen Zauberer in einem altertümlichen Gewand zu treffen, der urplötzlich, wie ein Jeannie aus der Flasche auftaucht, und ihr eine traumhafte Stimme anbietet. Der Zauberer entpuppt sich allerdings als wenig selbstlos, verlangt er als Gegenleistung doch zurück ins Jahr 511 geschickt zu werden. Meinung: Rosie hat es nicht einfach. Sie würde so gerne gut singen können und noch lieber den Wettbewerb für „Mortford sucht den Superstar“ gewinnen. Doch stattdessen muss sie sich im Leben mit ihren garstigen Mitschülerinnen herumschlagen, die keinen Tag ungenutzt lassen, um Rosie das Leben zur Hölle zu machen. Zu Hause erwartet sie eine Mutter, die nach dem Tod des Vaters nur noch vor dem Fernseher sitzt, sich dort Daily Soaps ansieht und täglich tonnenweise Pralinen in sich hineinstopft. Ihr Bruder Kris ist unglaublich eingebildet und denkt nur an seine schicke Frisur. Und dann gibt es da noch Pupsie, Rosies Meerschweinchen und einzigen Verbündeten. Pupsies einziger Makel ist, dass sie im Intervall Ködel verliert. Ansonsten steht sie Rosie treu als Freundin zur Seite. Kein Wunder, dass Rosie also eines Tages beschließt fortzugehen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Rosie erscheint auf den ersten Seiten des Buches sympathisch. Sie hat ein großes Herz. Ihre kleine Familie scheint nur die eigenen Interessen im Sinn zu haben. Ihre Mitschülerinnen machen ihr das Leben zur Hölle. Statt Neid, Hass und Ressentiment zu empfinden, macht sich Rosie auf, um die Situation möglichst auch für ihr Umfeld positiv zu verändern. Zugegeben, ihr Plan loszuziehen, eine große Sängerin zu werden und mit Reichtum in den Taschen wieder heimzukehren ist stark überambitioniert. Das muss auch Rosie schnell einsehen, als ihr auffällt, dass sie weder Medikamente für Pupsie noch die richtige Kleidung für solch eine lange Reise eingepackt hat. Als Rosie dann Geräusche im Wald vernimmt, bleibt ihr nicht lange Zeit um Furcht zu verspüren, denn der fremde Mann, der im Geäst auftaucht und wie ein heruntergekommener Landstreicher aussieht und von der Verdammnis faselt, hat Hunger. Es beginnt ein humorvoller Dialog voller kultureller Missverständnisse. Merdyn und Rosie tun sich zusammen. Sie schließen ein Abkommen und ab da an wird es abenteuerlich und noch turbulenter. Denn Merdyn ist ein Schwarzmagier. Er ist es gewohnt vom Volk gefürchtet zu werden. Er ist reich und unglaublich selbstbewusst. Doch im 21. Jahrhundert gibt es durchsichtige Schiebetüren in Kaufhäusern, die automatisch zuschnappen und an eine „magische Wand“ erinnern. Es gibt magische metallische Gefährte, die Menschen Autos nennen. „Alte Hexen“ wenden keine Magie an, sondern greifen zu Regenschirmen, um einen damit zu verprügeln. Dreckige Kieselsteine sind keine Bezahlung, die man gegen wertvolle Güter eintauschen kann und ohne das magische Zepter muss Merdyn sogar auf Kräutermagie zurückgreifen. Und dann taucht auch noch Merdyns Erzfeind auf und möchte ihm den Garaus machen. Derweil hat Rosie ganz andere Probleme. Die beginnen damit, dass sie ihren neuen „Freund“ erst einmal der Familie vorstellen und den angerichteten Schaden gering halten muss. Als plötzlich ihr Meerschweinchen zu sprechen beginnt, ihr Bruder sich als Manager von Merdyn vorstellt und der Nachbar den neuen Mitbewohner mit seinem geliebten, sündhaft teurem Auto davonfahren sieht, ist guter Rat teuer ... Fazit: Simon Farnaby legt mit „Merdyns magische Missgeschicke“ ein gleichsam innovativen wie abgedrehten Einstieg in das von ihm geschaffene Universum, das so voller Witz und Skurrilität ist, vor. Kunstfertige Schwarzweißzeichnungen von Claire Powell untermalen die Geschichte, Das Buch wird ein breites, nach kurzweiliger Unterhaltung strebendes junges Publikum finden.

Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!
Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!by Simon FarnabyROWOHLT Taschenbuch
21. Sept.
Rating:5

Davon abgesehen, dass das Buch von meiner Jugendliebe Jürgen von der Lippe - also wie man einen Vater liebt - eingesprochen wurde, war das Buch auch sonst urkomisch. Die Kapitelüberschriften strotzen vor Humor und die kleinen Reime am Ende eines Kapitel waren einfach Zucker. Ich finde der erste Satz des Klappentext verrät schon sehr viel über den Witz der Geschichte. Ich fand auch die kleinen versteckten Botschaften in der Geschichte schön, denn Merdyn hätte es, obwohl er ja der mächtigste Zauberer aller Zeiten ist, nie im Leben alleine geschafft - oder gar überlebt -, wenn er nicht diese Menschen getroffen hätte, die ihm zeigten, wie wichtig Freundschaft sein kann. Zudem habe ich noch nirgendwo so viel über Meerschweinchen und ihre Köttel gelernt. Das klingt super sarkastisch und vermutlich, zumindest wer mich kennt, unterstellt mir dies auch mit der Aussage, aber gar nicht. Ich habe mich so unglaublich scheckig gelacht. Überhaupt war Pupsie mein absoluter Liebling der Geschichte und was soll ich sagen, ich werde Meerschweinchen nie wieder mit den selben Augen sehen. Wer also eine unterhaltsame sowie zauberhafte Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und alte überhebliche Hexenmeister bzw. Zauberer sucht, der ist hier auf jeden Fall gut bedient. Wer zudem noch eine Schwäche für den guten Jürgen hat, der schwebt auf Wolke 7. Außerdem lernt man noch andere Dinge, wichtige Dinge, für's Leben, wie beispielsweise unglaublich viele wichtige Worte, die man heute so gar nicht mehr verwendet, aber ihr Klang einfach so toll ist, aber kaum beleidigend wirkt. Fazit: Eine absolute Hörempfehlung, die zum herzhaften Lachen verleitet.

Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!
Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!by Simon FarnabyROWOHLT Taschenbuch