Reißerischer Titel, provokant-humorvoller Inhalt mit Einladung zum Perspektivwechsel
Pauline Harmange hat sich für ihre feministische Streitschrift einen bewusst reißerischen Titel gewählt und schreibt ebenso provokant: bissig, humorvoll aber mit einer guten Portion Selbstironie. Gerade deshalb konnte ich mich auf ihren gedanklichen Raum einlassen. Das schmale Buch ist an einem Abend gelesen, wirkt aber länger nach. Auch wenn ich ihrer Empfehlung zur pauschalen Misandrie nicht folgen möchte, fand ich einen Gedanken, den sie länger ausführt, besonders wertvoll: Frauen sollten sich ihren (Handlungs)Raum mit dem Selbstbewusstsein eines durchschnittlichen Mannes aneignen – ohne auf Einladung, Zustimmung oder Absolution zu warten. Dieser Impuls allein macht die Lektüre lohnend. Harmange provoziert, um etwas freizulegen, und genau das gelingt ihr auf kluge, unterhaltsame und Perspektiv-verrückende Weise.























