Jetzt habe ich das dritte Buch in folge von Sarah Jäger gelesen und festgestellt das ich ihren Debütroman als letztes gelesen haben. Auch irgendwie spannend diese Entwicklung zu sehen. Bereits hier wird dieser besondere und nicht leicht zugängliche Stil etabliert. Es bleibt gewohnt nicht alles aus erzählt und mehr noch offen, vage angedeutet und bietet genug eigenen Raum zum denken.
Ihr Debütroman hat mir im Vergleich zu den anderen „etwas“ weniger gefallen, auch wenn das nicht wirklich gravierend ist. Ich hatte das Gefühl das dieses hier weniger Tiefgang hatte. Naja das ist meckern auf hohem Niveau. Wieder schafft sie es die Charaktere so nah und fremd zu gleich einem näherzubringen. Erschafft Momente die so alltäglich erscheinen und doch ihren eigene Besonderheit in sich tragen. Die immer wieder humorvoll, komisch und irritierend sind.
auch Lena, Entenarsch. Sie möchte zu einer Gruppe Jugendlicher gehören, die alle als Aushilfen beim Penny arbeiten und in ihrer Freizeit im Hinterhof des Supermarkts abhängen. Wir erleben hier mit ihr diesen Sommer, in dem sich die Leute auf den Weg machen , um einen von ihnen zu suchen : Jo. Der ist abgehauen. Auf dem Weg kommen sie nicht nur Jo näher, sondern auch den eigenen Ängsten und Geheimnissen.
Aber Lena ging mir auf die Nerven. Ja, ihre Sorgen kann ich verstehen. Aber für mich war es unrealistisch, dass sie sich an einer Gruppe jüngerer Leute orientiert. Sie ist 19 und buhlt um die Sympathie 16 und 17-jähriger… ich weiß nicht. 🚐
Für eine Prüfungslektüre war es nicht so schlecht wie erwartet. Man kann sich gut in die Rolle der Protagonistin versetzen und ihre Entwicklung miterleben.
4-4.5/5 ⭐⭐⭐⭐
Ein schöner Roadtrip-Roman, in dem man sich Zuhause fühlt.
Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist sehr außergewöhnlich. Die Sätze sind lang und verschachtelt und man muss sich konzentrieren und aufmerksam lesen, damit man mitkommt. Aber als ich mich daran gewöhnt habe und reingekommen bin, hat er mir gut gefallen.
Charaktere:
Man erfährt nicht viel über die Charaktere, nur wichtige Sachen, die für die Geschichte wichtig sind und keine unnötig langen Beschreibungen von Aussehen, ihrem Leben oder ihrer Vergangenheit. Eigentlich stört mich sowas, aber für diese Geschichte hat es sehr gut gepasst.
Ich mochte die Charaktere sehr gerne, da sie alle unterschiedlich und auf ihre Weise besonders sind.
Handlung:
Die Handlung hat mir gut gefallen. Die Charaktere begeben sich auf die Suche nach Jo, begegnen dabei vielen verschiedenen Menschen und landen schließlich auf einem Musikfestival. Es wirkte hauptsächlich realistsich, bis auf das Ende.
Ende:
Das Ende war etwas unrealistisch und ging mir auch etwas zu schnell. Und irgendwie hatte ich es mir noch etwas "bedeutender" vorgestellt, trotzdem mochte ich generell, wie das Buch geendet hat.
Emotionen:
Das Buch hat mich nicht so emotional mitgenommen, wie ich es mir gewünscht hatte. Aber ich denke, dass es einen auch nicht zum weinen bringen soll. Viel mehr hat es mich zum schmunzeln gebracht.
Besonders angetan haben es mir aber nicht die Emotionen in diesem Buch, sondern die Atmosphäre. Warme Sommertage in Deutschland. Penny-Märkte. Grauer Hinterhof. Alles war so vertraut und ich habe mich sofort Zuhause in der Geschichte gefühlt.
Fazit:
Das Buch macht Spaß zu lesen und ist perfekt für die warmen Sommertage. Es ist atmosphärisch, lädt einen geradezu ein, den Sommer mit den Charakteren zu verbringen und auf ein Abenteuer mit ihnen zu gehen. Eine klare Leseempfehlung!
Ich habe das Buch jetzt zum zweiten Mal gelesen und fand es jetzt besser, als am Anfang. Irgendwas fehlt in dem Buch, etwas, was es besonders macht. Allerdings sind ab und an witzige Passagen gewesen. 👍🏼
Tatsächlich fand ich das Buch spannender als erwartet. Es gab einige interessante Wendungen die ich nicht unbedingt so erwartet hätte. Der Humor der Charaktere war zwar nicht unbedingt meiner aber es war okay. Was mich eher gestört hat, war das offene Ende, da man nicht unbedingt die Antworten bekommen hat, die man eigentlich wollte. Es war mal was anderes aber ich glaube nicht, dass ich nochmal ein Buch in diese Richtung lesen werde.
Ich finde das Buch wirklich sehr gut nur das Ende war eindeutig nicht das beste. Die Kapitel in der Mitte des Buches würden sehr lange geschrieben ( viele Beschreibungen etc.) bei dem Ende würde meiner Meinung nach genau daran sehr viel gespart. Es is ein sehr schnelles Ende ( und ich denk auch ein öffnes), ich persönlich finde es einfach viel zu kurz. Als ich es gelesen habe kam es mir so vor als hätte ich einige Seiten überblettert hätte.
Ist okay aber an einigen Stellen sehr langweilig und die kotzen haben keine Zahlen was ich nicht mag aber jedem selbst überlassen. Das End fand ich gut etwas überraschend. Ich könnte mir da eine gute Verfilmung vorstellen.